Alle Einträge mit dem Tag Musik

Gedankensprünge

Wenn man abends noch mp3-Player hört im Dunkeln und dabei einschläft und sich dann im Schlaf mit den Kabeln stranguliert, dann kann man wenigstens sagen: “Ich bin an Musik gestorben.”

Video killed the Radio Star?

Zu Anfang dieser Woche entdeckte ich bei Lena ein paar Musikvideos, die sie von einer Website verlinkt hatte, die einfach nur Musikclips sammelt. Leider sind sämtliche Videos und Links inzwischen verschwunden, ich sah aber sofort nach der ein oder anderen Band. So wurde ich bei Tegan and Sarah sofort fündig (!!) – Fehlermeldung jedoch bei New Order. Plötzlich kam mir nämlich dieses eine Video wieder in den Sinn, das ich irgendwann im Frühjahr gesehen habe – ein einziges Mal. Der Clip zu New Orders “Krafty”, der mir sehr, sehr gefallen hat. Damals lief so etwas noch, auf onyx. Kennt jemand onyx? Inzwischen gibt es den Sender nicht mehr und ich sehe kein Musikfernsehen mehr. Aber ich suchte nach dem Video. Fündig geworden bin ich auch. Es ist das beste Video. Mindestens des Jahres.

Ihr findet es hier (für Windows Media-Menschen) und hier (für Real Player-Menschen) zum Herunterladen.

„Ist mir eigentlich auch egal, solange sie nur endlich das blöde Nashorn abholen!“

Once more (..) with feeling: Randomfunktion hoch fünf. Ariba.

1. Pernice Brothers – Clear Spot
Oh, schönes Nebenbeistück aus dem wirklich nicht zu verachtenden Soundtrack zu Gilmore Girls. Nebenbei, weil es nicht sonderlich herausragt. Hintergrunddingens. Wir lassen es langsam angehen heute. Aber Gilmore Girls, juhu, bald kommen sie wieder. Ich muss wohl noch mal ausführlicher dazu schreiben, nur so viel: Schon jetzt freudige Erwartung auf die dienstäglichen Radfahrten durch die eisige Kälte des Winters, hoch zu Steffi, um mit ihr gleich zwei Folgen zu schauen. Und dazu Minifrühlingsrollen zu essen. „Roryroryrory…“

2. Juliette & the Licks – Comin’ around
Oooohoho. Aufwachen! Hi Juliette. Auch aus einem Soundtrack, wenn ich mich recht erinnere. O.C. California. Dazu taugen diese Ami-Sendungen nämlich – die Musik ist meist super. O.C. bekommt weitere Pluspunkte dafür, dass in jeder zweiten Folge ganz tolle Bands wie die Thrills oder die Killers oder die Walkmen recht ausführliche Gastauftritte haben. Comin’ around ist Rock, purer, mit ganz typischem Ende.

3. Annett Louisan – Das Liebeslied
Ja, immer noch habe ich einige Tracks von Fräulein Louisan gespeicher. Und bitte jetzt keine Diskussionen mehr hier, ich weiß, le hochgeschätzte Leserschaft mag sie nicht sonderlich. Aber das Liebeslied ist toll, vor allem zum selbst singen und spielen. „Scheiße, bin ich verliebt.“ (Sie hängt sich eigentlich auch viel zu wenig in den Refrain rein. Das ginge so toll sehnsüchtig mit dem A-Dur da. Mensch.)

4. Virginia Jetzt! – Weihnachten in Berlin
Ohhh, ganz tolles Ding, scheint ungefähr so aufgenommen wie der Bahnhofkultcast neulich, nach dem Motto, komm, wir setzen uns mal mit einer Rassel und einer Gitarre um den mp3-Player herum und nehmen ein Weihnachtslied auf, das man eigentlich das ganze Jahr über hören kann. Ist gut gelungen, und der Text kommt nur so auch richtig zur Geltung.

5. PJ Harvey – One line
Winamp hat’s wohl heute mit den Gilmore Girls. Tolles Lied, allerdings nicht für jede Stimmung. Es war das Lied zu Silvester 2004/05. Und der Text ist der Beste der ganzen Randomaktion heute, also ein gebührender Abschluss.

“Ich hab ein Loch in der Hose! Geil.”

Okay. Zufallsblogging. Weil ich unbedingt bloggen will, aber das bahnbrechende Thema fehlt. Vielleicht spielt Winamp mit und gibt mir eins. Das ganze heißt: Randomfunktion hoch fünf. Ab dem nächsten Lied. Aaachtung – jetzt.

1. The BossHoss – Sabotage
Uh, das fängt ja gut an. Ausgerechnet eins von den Liedern, die ich nicht so gut kenne. Das fängt ja gut an. BossHoss werden ja so ziemlich alles von großer Genialität bis hin zum ausschließlichen Konsum vorgeworfen. Mir eigentlich egal, was es ist. Aber ab und zu muss es auch mal Countrymusik sein. Und diese hier ist nicht nur sehr tanzbar, sondern hat dank der gecoverten Songs auch noch den positiven Mitsing-Nebeneffekt. (Obwohl, den Text von Sabotage kenn ich jetzt nicht. Trotzdem: Hej, BossHoss. Ihr seid eingeladen auf meine Party.)

2. Babyshambles – He will fall
Es geht sehr gut weiter mit meinem Lieblingslied von Babyshambelsalbum acousticalullaby. DER Ohrwurmtrack, weil der Refrain so wunderbar ist. Nur leider so kurz, dass jetzt, nach dem abrupten Ende schon das nächste kommt.

3. Joy Denalane – Bantwana Skit
Hej, das ist fies! Das ist nur ein Skit! Eines von den wunderbaren Kurzhörspielen, den OhTönen, die Joy Denalanes tolles Album Mamani enthält. Leider alle viel zu kurz um jetzt ausgiebig davon zu schwärmen und hopps-

4. The Beatles – All my loving
Oha. Roman, siehst du. Schon wieder! Das ist mein Einsatz. Roman hat nämlich heute Geburtstag. ACHTZEHN. Geht hin und huldigt ihn, er hat es nun wirklich verdient. Eines der wenigen Lieder, dass selbst die Akustiklagerfeuerband neulich nicht untanzbar spielen konnte, sodass wir ganz wunderbar springen konnten. So, komm jetzt, Finale. Los. Los!

5. Kaiser Chiefs – Oh my god
Yeah! Das Lieblingslied vom Kaiser Chiefs-Album Employment. Auch ein absoluter Ohrwurm, wahrscheinlich werde ich das jetzt mindestens eine stundelang vor mich hinsummen. Auch ein absolutes Golfplatzlied. Beim Training ist es immer im Kopf. Man kann gut all seine Energie sammeln und raushauen zu so einem Kracher. Winamp, das hast du ziemlich gut gemacht, fürs erste Mal. Sehr schön. Können wir ruhig öfter machen. „Oh my god I can’t believe it, I’ve never been this far away from home!“

Musikschule

Ein neues Lied liegt vor dir wie ein schwieriges Gedicht im Deutschunterricht, das analysiert werden soll. Oft kommt es dir dann vor, als wären die Noten in einer ganz fremden Sprache geschrieben, oder zumindest in einer, die du keinesfalls fließend sprichst. Hilfreich ist es dann, jemand zu haben, der alles einfach einmal vorliest. Oder spielt. Denn wenn man sich nicht mehr mit den Augen, sondern einfach mal nur mit den Ohren darauf konzentriert, nimmt alles ganz andere Dimensionen an. Aus Widerwillen und Ablehnung wegen der anstehenden Entschlüsselungsarbeit wird ein Könnenwollen. Du hörst es und willst es auch so darbieten können. Du willst dich und andere selbst auch so verzaubern können, wie man es gerade mit dir macht. Das Lied begleitet dich von nun an eine gewisse Zeit lang. Sie kann Tage dauern oder Wochen, Stunden oder Monate. In was für einem Abstand auch immer, du setzt dich wieder hin und spielst es, wieder und wieder. Jedes Mal entdeckst du neue Feinheiten, triffst du einen anderen Ton besser oder weckt die Melodie ein neues Bild in dir. Das Lied wird zu deinem Lied und es entwickelt sich mit dir zusammen. Erst kannst du die Töne fehlerfrei spielen und hältst auch die Pausen genau ein. Dann machst du dich an die Fein- und gleichzeitig Schwerstarbeit: Du hast diese bunte Palette von Klangfarben zur Hand, die ganz individuell ist für jedes Instrument, und bedienst dich ihrer ganz nach Gefühl, nach Gehör, nach deinem Sinn. Am Ende entsteht ein Gemälde aus Tönen und Klängen, das ganz anders aussieht als das, das du vor einiger Zeit gehört hast, und in dem jeder deiner Zuhörer etwas anderes erkennt. Du machst Kunst.