Das Weblog von Eva Schulz

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A Traumatized City? New Orleans im Jahr 9 nach dem Sturm

Wow! Vielen von euch hat mein Blogpost mit dem Soundschnipsel aus New Orleans offenbar ganz besonders gefallen. In den Kommentaren, über Twitter und private Nachrichten erreichte mich der Wunsch nach mehr Hurra! zum Hören. Deshalb folgt nun ein Experiment: Den folgenden Text gibt es nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Lauschen. Viel Spaß damit!

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In der Stadt der Toten

Zum Glück bin ich in New Orleans nicht gestorben. Man kommt da als Toter nämlich nicht unter die Erde.

Die Stadt ist auf hunderte Meter tiefes Sumpfgebiet gebaut, große Teile von ihr liegen bis zu anderthalb Meter unter dem Meeresspiegel. Als man die Toten noch vergrub, dauerte es nur bis zum nächsten starken Regen, der den Mississippi oder den naheliegenden Lake Pontchartrain über die Ufer treten ließ und die Stadt flutete. Dann spülten die Särge wieder aus der Erde und trieben, der Legende nach, sogar durch die Straßen. Nach Experimenten, bei denen sie vor dem Begräbnis mit Sand aufgefüllt oder Löchern versehen wurden – alles ohne Erfolg -, beschloss man, seine Toten künftig über der Erde zur letzten Ruhe zu betten.

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„The Big Easy“ New Orleans

Zu dieser Tageszeit, zu dieser Jahreszeit, ist das Wetter groß-ar-tig. Ich trete aus dem Haus und im nächsten Moment legt sich ein feiner, klebriger Film auf die Haut, gegen den man sich gar nicht wehren kann. Also nehme ich ihn einfach hin. Steige auf Natalies altes Peugeot-Rad, das kein Licht hat und kaum Bremsen, und klappere die Straße hinunter, im Zickzack, um den Rissen und riesigen Schlaglöchern auszuweichen. 80 Grad Fahrenheit, der leichte Wind, die Feuchtigkeit, es ist perfekt. Man kann alles anhaben und nichts bei diesem Wetter. Man kann alles tun und nichts.

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Atlanta, Georgia: „They smoke you.“

Fünf Jahre nach meinem letzten Aufenthalt am Flughafen von Atlanta hängen da noch immer diese Banner: „The State of Georgia and the City of Atlanta Welcome Our Troops Home“. Hartsfield-Jackson ist nicht nur der Flughafen mit dem größten Passagieraufkommen der Welt, er ist auch das Dreh- und Angelkreuz für das amerikanische Militär. Soldaten legen hier einen Zwischenstopp ein, wenn sie an einen neuen Standort versetzt werden, zu ihren Familien nach Hause oder zum Einsatz ins Ausland fliegen. Überall sieht man Männer und Frauen in Uniform. Nur Zivilisten, die ihnen auf die Schulter klopfen, sehe ich dieses Mal keine.

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Mein Roadtrip Soundtrack (2): Alabama und Tennessee

Mein Roadtrip Soundtrack (2): Alabama und Tennessee

Seit Wochen hadere ich mit meinen weiteren Reisebeschreibungen aus den US-Südstaaten. Nach Georgia bereiste ich Alabama und Tennessee. Als Reisender in diesen Bundesstaaten ist es ein bisschen wie als Tourist in Berlin: Um manche Themen – zweiter Weltkrieg, das geteilte Deutschland – kommt man einfach nicht herum. Also begann ich, mich noch einmal ganz neu mit dem Civil Rights Movement auseinanderzusetzen.

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