Das Weblog von Eva Schulz

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Küchenstolz: Shakshuka

An anderer Stelle hatte ich schon beschrieben, dass es „die israelische Küche“ im Grunde nicht gibt. Es gibt aber Gerichte, die hier so beliebt sind, dass die Israelis sie sich einfach zu eigen gemacht haben. Shakshuka ist eines davon.

Je nachdem, wen man fragt, kommt dieses Pfannengericht ursprünglich aus Tunesien, Libyen oder der Türkei. Im Heiligen Land wird es besonders gern zum Frühstück serviert. Ich habe noch kein Café besucht, das nicht auch Shakshuka auf der Karte gehabt hätte. Und ich habe noch nie eine Shakshuka gegessen, die wie die andere schmeckte. Der kleinste gemeinsame Nenner lautet: Eier in Gemüsesauce in einer Pfanne. Ansonsten herrscht Narrenfreiheit, was Gewürze, weitere Zutaten und Interpretationen anbelangt (ich bin schon sehr gespannt auf eure!).

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Auf Supermarktsafari in Jerusalem

Als ich vor gut sechs Monaten in Israel ankam, schwamm ich damit sozusagen gegen den Strom. Denn seit ein paar Jahren bewegen sich die jungen Leute hier genau in die andere Richtung: raus aus Israel, ab nach Deutschland. Und das alles wegen eines Puddings.

Milky Schokopudding - Auf Supermarktsafari in Israel

Zumindest war „Milky“ Anfang Oktober das neueste Symbol dieser Bewegung, die gegen die steigenden Lebenshaltungskosten in Israel protestiert. Der 25-jährige Naor Narkis, der aus Ramat Gan bei Tel Aviv stammt, hatte ein Bild seines Berliner Kassenzettels in einer Facebook-Gruppe gepostet. Darauf war der in Israel so beliebte Schokopudding mit gerade einmal 19 Cent verzeichnet – ein Viertel des israelischen Preises. Die „Milky-Proteste“ waren Wochen lang Aufreger-Thema in nationalen wie internationalen Medien.

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Wahltag in Israel: die arabische Chance

„Wenn du schon mal in der Gegend dort bist, kannst du ja auch mal was über die Palästinenser schreiben“, forderte hier neulich ein Kommentator. Wenn das bloß so einfach wäre! „Die Palästinenser“ gibt es nämlich nicht. Da sind christliche und muslimische, Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge, Palästinenser in Gaza, der West Bank – und nicht zuletzt jene, die innerhalb Israels wohnen.

Die sogenannten „arabischen Israelis“ stecken irgendwie immer dazwischen: „Die Juden diskriminieren uns, die Palästinenser halten uns für Verräter“, fasst Lin zusammen. „Das macht es wirklich hart.“ Die 37jährige ist ausgebildete Juristin und zweifache Mutter. Sie leitet ein Café in Nazareth, einer der arabisch geprägten Städte im Norden Israels. Heute geht sie zum ersten Mal seit vielen Jahren wählen.

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Höhöhö, der Holocaust

„So you’re German – are you okay with Holocaust jokes?“ Diese Frage wurde mir auf einer Party gestellt, zu der mich ein jüdischer Freund mitgenommen hatte. Mir blieb gar keine Zeit, darauf zu antworten, denn im nächsten Moment begannen die Partygäste, einen Witz nach dem anderen zu erzählen, über Ghettos, Vergasung, KZs.

„Ein Deutscher boxt gegen einen Juden in einer Gaskammer. Wer gewinnt? – Der Jude natürlich! Heimvorteil…“ Noch witziger fanden es die jungen Juden auf der Feier, dass ich selbst so gar nicht darüber lachen konnte. „Komm schon“, meinten sie. „Das ist einfach unser Weg, damit umzugehen.“

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Wandern in der West Bank

Wir haben Glück: Es ist Winter in der Wüste. Zwei oder drei Wochen lang hat es immer wieder Regen gegeben diesen Januar, sodass jene Seiten der Judäischen Berge, die im Schatten liegen, nun für kurze Zeit mit einem grünen Flaum bedeckt sind. Es blüht im Wadi Qelt.

Wandern in der West Bank

„Wadi“ ist Arabisch für „Tal“. Das Wadi Qelt liegt zwischen Jerusalem und Jericho und gilt als eines der schönsten im Westjordanland. Wer hier wandern gehen will, besorgt sich am besten einen Führer. Der kann erklären, warum man zu dieser Jahreszeit lieber nicht durchs Tal selbst läuft (Springfluten!) und was es mit dem Aquädukt auf sich hat, an dem wir uns stattdessen orientieren.

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