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	<description>Das Weblog von Eva Schulz</description>
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		<title>K&#252;chenstolz: Nudeln mit Oliven und Cabanossi</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 17:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/25/kuechenstolz-nudeln-mit-oliven-und-cabanossi/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/pasta-496x330-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Von seinem Trip in den tiefsten S&#252;den Italiens hat Roman mir ein herrliches Delikatessenpaket mitgebracht. Mit einer Riesenflasche Oliven&#246;l, einem halben Kilo Parmesan, dickem Nudelsalz und original italienischen Orichette kann man mich wirklich sehhhr gl&#252;cklich machen. Jetzt kochen wir seit Tagen auf der immer gleichen Basis&#8230; Zuletzt gab es also Pasta mit Oliven und Cabanossi. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/pasta-496x330.jpg" alt="Nudeln mit Oliven und Cabanossi" title="Nudeln mit Oliven und Cabanossi" width="496" height="330" class="aligncenter size-medium wp-image-4212" /></p>
<p>Von seinem Trip in den tiefsten S&#252;den Italiens hat Roman mir ein herrliches Delikatessenpaket mitgebracht. Mit einer Riesenflasche Oliven&#246;l, einem halben Kilo Parmesan, dickem Nudelsalz und original italienischen Orichette kann man mich wirklich sehhhr gl&#252;cklich machen. Jetzt kochen wir seit Tagen auf der immer gleichen Basis&#8230; Zuletzt gab es also Pasta mit Oliven und Cabanossi. In &#214;l und mit Parmesan, versteht sich.</p>


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		<title>Jane, Julie und Andrea</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 17:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leider hatte Jane Austen nicht die M&#246;glichkeit zu bloggen. Mit Sicherheit w&#228;re ihr &#252;ber kurz oder lang das gleiche passiert wie Julie Powell, deren Buch „Julie &#038; Julia‟ ich gerade gelesen habe. Ja genau, das ist das Buch, das eigentlich ein Blog war und am Ende dann sogar ein Film wurde. Das Dumme ist nur: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider hatte Jane Austen nicht die M&#246;glichkeit zu bloggen. Mit Sicherheit w&#228;re ihr &#252;ber kurz oder lang das gleiche passiert wie Julie Powell, deren Buch „Julie &#038; Julia‟ ich gerade gelesen habe. Ja genau, das ist das Buch, das eigentlich ein Blog war und am Ende dann sogar ein <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/11/26/die-besten-kochfilme-in-alphabetischer-reihenfolge">Film</a> wurde. Das Dumme ist nur: Ich habs auf Deutsch gelesen.</p>
<p>„Julie &#038; Julia‟ wurde von Andrea Ott &#252;bersetzt. Sie hat sich mit &#220;bersetzungen englischer Klassiker wie Austen, Bronte und Trollope einen Namen gemacht. H&#228;tte Jane Austen gebloggt, w&#228;re dieser Auftrag vielleicht naheliegend gewesen. So verstehe ich einfach nicht, wie man darauf kommen kann, die Frau, die sonst „Pride and Prejudice‟ &#252;bersetzt, auf ein (200 Jahre j&#252;ngeres) Buch &#252;ber Blogs loszulassen.</p>
<p><strong>Original:</strong> <em>Anyway, it seemed I had been missed, out in the virtual world. Someone named Chris posted a comment on the Poulet Poêlé à l&#8217;Estragon post, my first in most of a week: „Oh thank GOD you&#8217;re back!‟</em></p>
<p><strong>&#220;bersetzung:</strong> <em>Inzwischen wurde ich drau&#223;en in der virtuellen Welt anscheinend vermisst. Jemand namens Chris schrieb einen Kommentar zum Poêle à l&#8217;Estragon, meine erste Post seit fast einer Woche: „GOTT sei Dank bist du wieder da!‟</em></p>
<p>Okay, das ist jetzt noch nicht ganz so schlimm. Irgendwie ist Kommentare kriegen ja auch ein bisschen wie Post kriegen. Aber es geht noch weiter:</p>
<p><strong>Original:</strong> <em>After reading my post about this, Eric&#8217;s father called me and cleared up the trouble: the gizzard is the thing like two hearts stuck together, the heart is the thing like half a gizzard.</em></p>
<p><strong>&#220;bersetzung:</strong> <em>Nachdem ich meine Post zu diesem Thema gelesen hatte, rief mich Erics Vater an und kl&#228;rte das Problem: Der Muskelmagen sei das Ding, das aussehe wie zwei zusammenh&#228;ngende Herzen, und das Herz sei das Ding, das aussehe wie ein halber Muskelmagen.</em></p>
<p>Das ist einfach nur noch schlampig &#252;bersetzt. Oder? Bin ich vielleicht zu pingelig?</p>
<p>Dieses Leseerlebnis hat eine Lektion jedenfalls endg&#252;ltig in mein Hirn geh&#228;mmert: Wann immer meine Sprachkenntnisse es zulassen, werde ich B&#252;cher im Original lesen. Auch, wenn das manchmal ein bisschen anstrengender ist &#8211; das Wort <em>gizzard</em> h&#228;tte ich n&#228;mlich ganz bestimmt nachschlagen m&#252;ssen.</p>
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		<title>Drei Kurzfilmkritiken (2)</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/07/21/drei-kurzfilmkritiken-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 16:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[George Clooney]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/21/drei-kurzfilmkritiken-2/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/fantasticmrfox-e1279725279858-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Fantastic Mr. Fox Ach, was f&#252;r ein herrlicher Film! Nicht nur der beste Wes Anderson-Film bisher, sondern wom&#246;glich auch der beste Trickfilm, den ich je gesehen habe – und das liegt nicht nur an der ungew&#246;hnlichen Retro-Optik. Nein, diese Geschichte ist einfach so wunderbar verschroben (gestohlene Schw&#228;nze, Emo-F&#252;chse, Schmetterkrachen&#8230;), voller gut getarnter Extragags und diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/fantasticmrfox-e1279725279858.jpg" alt="Fantastic Mr. Fox" title="Fantastic Mr. Fox" width="210" height="113" class="alignright size-full wp-image-4153" /><font style ="font-size: 16px; font-weight: bold;">Fantastic Mr. Fox</font></p>
<p>Ach, was f&#252;r ein herrlicher Film! Nicht nur der beste Wes Anderson-Film bisher, sondern wom&#246;glich auch der beste Trickfilm, den ich je gesehen habe – und das liegt nicht nur an der ungew&#246;hnlichen Retro-Optik. Nein, diese Geschichte ist einfach so wunderbar verschroben (gestohlene Schw&#228;nze, Emo-F&#252;chse, Schmetterkrachen&#8230;), voller gut getarnter Extragags und diesem Peanuts-artigen Humor, den ich so mag.</p>
<p>Dazu kommen noch die Anderson&#8217;sche Detailverliebtheit und seine &#252;bliche Entourage: Neben Bill Murray, Jason Schwartzman und Owen Wilson (die man allesamt schon aus Vorg&#228;ngerfilmen wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/02/04/the-darjeeling-limited">„The Darjeeling Limited‟</a> kennt) sind dieses Mal auch George Clooney und Meryl Streep als Sprecher mit von der Partie. „Fantastic Mr. Fox‟ ist ein zeitloser Film, der gleicherma&#223;en f&#252;r Kinder und Erwachsene geeignet ist – und ich will unbedingt mehr davon. Oder, um es mit den Worten der Hauptfigur zu sagen: „DER PURE WILDE ANIMALISCHE WAHNSINN!‟</p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/easyvirtue-e1279725174216.jpg" alt="Easy Virtue" title="Easy Virtue" width="210" height="127" class="alignleft size-full wp-image-4151" /><font style ="font-size: 16px; font-weight: bold;">Easy Virtue</font></p>
<p>John (Ben Barnes), Sohn einer alterw&#252;rdigen englischen Adelsfamilie, bringt aus dem Urlaub eine &#220;berraschung mit: Er hat sich mit der freim&#252;tigen amerikanischen Rennfahrerin Larita (Jessica Biehl) verheiratet. W&#228;hrend seinen Vater (Colin Firth) das nicht weiter juckt, sind Mutter (Kristin Scott-Thomas) und Schwestern emp&#246;rt und machen dem neuen Familienmitglied das Leben schwer. Doch die l&#228;sst die Sticheleien nicht auf sich sitzen&#8230;</p>
<p>„Easy Virtue‟ hatte bei mir einen Vertrauensvorschuss, dank Colin Firth und des Settings im England der 20er Jahre. Leider war der auch n&#246;tig, denn der Film ist zwar am&#252;sant, hat allerdings auch seine Macken. Er ist verspielt gefilmt – aber eben manchmal zu verspielt, mit allzu vielen Spiegel- und grafischen Effekten. Und dann wird immer wieder gesungen – aber es ist dann doch zu wenig, um den Film zu einem Musical zu machen. Letztendlich w&#252;rde ich „Easy Virtue‟ nicht auf einen DVD-Abend mit Freunden mitnehmen, aber f&#252;r sonntags zum Kuchen finde ich ihn super.</p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/eclipse-e1279725202716.jpg" alt="Eclipse - Biss zum Abendrot" title="Eclipse - Biss zum Abendrot" width="210" height="139" class="alignright size-full wp-image-4152" /><font style ="font-size: 16px; font-weight: bold;">Eclipse – Biss zum Abendrot</font></p>
<p>Also vorweg: Wir hatten Freikarten. Sonst h&#228;tte ich diesen Film sicher nicht im Kino gesehen. Aber mit lauter kreischenden M&#228;dchen im Saal zu sitzen, ist auch mal ein nettes Erlebnis. Ich kenne die ersten beiden Teile und habe nach jedem gedacht: Hach, wenn dieses ganze Vampirzeugs nicht w&#228;re, w&#228;ren die richtig gut!</p>
<p>Leider gilt das nicht f&#252;r Teil Drei. Der hat n&#228;mlich zu viele L&#228;ngen, zu viel Gelaber und vor allem: zu viele Floskeln. Ein paar davon sind ja ganz lustig („Ich bin eben hei&#223;er als du!‟ &#8211; „Kann er sich kein T-Shirt leisten?‟), aber „Twilight‟ war doch nicht als Kom&#246;die gedacht, oder? Falls doch, haben die Produzenten vor allem bei der Besetzung des Bella-Vaters (Billy Burke) etwas richtig gemacht. Und dass K&#228;mpfe mit Indiemusik anstatt mit theatralischen Orchesterkl&#228;ngen unterlegt werden, finde ich auch ganz gut. Ansonsten besteht hier wohl das gleiche Problem wie bei so vielen anderen Mehrteilern: In der Mitte h&#228;ngen sie durch. So oder so &#8211; ich bin Team Jacob!</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>#4: Hipster</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 14:20:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Endlich eine neue Folge, dieses Mal aus gleich zwei gro&#223;en St&#228;dten. Mit Hipster-Parties, Hipster-Speisen und Hipster-Brille!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="500" height="281"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13419011&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13419011&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="500" height="281"></embed></object></p>
<p>Endlich eine <a href="http://vimeo.com/13419011">neue Folge</a>, dieses Mal aus gleich zwei gro&#223;en St&#228;dten. Mit Hipster-Parties, Hipster-Speisen und Hipster-Brille!<br />
<span id="more-4123"></span><br />
Herzlicher Dank gilt den folgenden Partyg&#228;sten: <a href="http://twitter.com/DiscoKevin">Kevin Brumme</a>, <a href="http://twitter.com/kopfbunt">Malte Christensen</a>, <a href="http://twitter.com/njum">Janosch Gebauer</a>, <a href="http://www.twitter.com/derKarawane">Florian Letsch</a>, <a href="http://twitter.com/lueesy">Sabine Luise Maren Sieg</a>, <a href="http://twitter.com/visualthoughts">schnuckeliger Martin Wolf</a>. Und nat&#252;rlich den Gastgebern! <a href="http://twitter.com/janoelze">Jan Oelze</a> und <a href="http://www.twitter.com/uarrr">Marcel Wichmann</a>.</p>
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</table>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mein Jahr mit dem Spiegel</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 21:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche ist das „Spiegel‟-Abo ausgelaufen, das ich vor einem Jahr im Rahmen des Sch&#252;lerzeitungswettbewerbs bekommen hatte. So richtig vermissen werde ich es, glaube ich, nicht. Das ist vielleicht nicht unbedingt gut f&#252;r mein Image als &#228;u&#223;erst interessierte und informierte B&#252;rgerin. Immerhin handelt es sich hier um das wichtigste deutsche Nachrichtenmagazin, also eigentlich eine Pflichtlekt&#252;re. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche ist das „Spiegel‟-Abo ausgelaufen, das ich vor einem Jahr im Rahmen des <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/06/22/was-macht-man-als-online-redaktion-eigentlich-mit-zweckgebundenem-preisgeld">Sch&#252;lerzeitungswettbewerbs</a> bekommen hatte. So richtig vermissen werde ich es, glaube ich, nicht. Das ist vielleicht nicht unbedingt gut f&#252;r mein Image als &#228;u&#223;erst interessierte und informierte B&#252;rgerin. Immerhin handelt es sich hier um das wichtigste deutsche Nachrichtenmagazin, also eigentlich eine Pflichtlekt&#252;re. Doch schon der Begriff „Nachrichtenmagazin‟ verdeutlicht, wenn man ihn sich mal ganz genau anschaut, die Schwierigkeit, mit dem dieses Heft zu k&#228;mpfen hat – denn in ihm steckt ein Paradox.</p>
<p>Nachrichten sind schlicht, kurz und sachlich, sprich: langweilig. Ein Magazin dagegen sollte opulent und ausf&#252;hrlich sein, es sollte Themen selbst setzen und auf jeder Seite zum Verweilen einladen. Diese beiden Dinge versucht der Spiegel nun seit &#252;ber 60 Jahren zusammenzubringen.</p>
<p>Ich will gar nicht sagen, dass ihm das nicht gelingt. Aber leider &#252;berwiegt zumeist der Nachrichtenteil und damit der langweilige. Das zeigt sich allein schon beim Layout: W&#228;hrend in der „Zeit‟ wie in einer bebilderten Speisekarte die Artikel so sch&#246;n aufbereitet sind, dass mir selbst beim &#246;desten Thema das Wasser im Mund zusammen l&#228;uft, scheint der Spiegel zu glauben, das h&#228;tte er gar nicht n&#246;tig.</p>
<p>Auch inhaltlich wird es selten bunt, sondern bleibt fast immer sachlich-grau. Erst zuletzt wurde der Spiegel mit Titeln wie „Der bessere Pr&#228;sident‟ (&#252;ber Joachim Gauck) oder „Aufh&#246;ren!‟ (zur schwarz-gelben Koalition) wieder politischer und so richtig sch&#246;n eindeutig.<br />
<span id="more-4096"></span><br />
<strong>F&#252;r mehr Pers&#246;nlichkeit</strong></p>
<p>Meinungen geh&#246;ren f&#252;r mich zu einer Wochenzeitung unbedingt dazu. Ich will mir mithilfe der Lekt&#252;re ein eigenes Bild machen k&#246;nnen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als vor einiger Zeit das ressort&#252;bergreifende Essay-Format eingef&#252;hrt wurde. Kommentare und Kolumnen fehlten mir aber bis zum Schluss. Ich finde sowieso, dass der deutsche Journalismus noch viel pers&#246;nlicher werden sollte – weil das zu spannenderen, abwechslungsreicheren Texten f&#252;hrt, mit denen ich mich besser auseinandersetzen kann.</p>
<p>In guter Erinnerung werden mir daher die Reportagen von <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/01/01/1-medientage-mit-matussek">Matthias Matussek</a> bleiben. Weil er einen buchst&#228;blich mitnimmt, wie zuletzt auf die Spuren von Mark Twain oder Clint Eastwood. Und dann gibt es diese wunderbaren Ein-Seiter, Kategorien wie „Global Village‟ oder „Ortstermin‟. Das sind die einzigen institutionalisierten M&#246;glichkeiten des Spiegels, sich mit weltbestimmenden Nachrichten einmal auf Augenh&#246;he zu besch&#228;ftigen. Warum wird ausgerechnet diesen Rubriken so wenig Platz einger&#228;umt?</p>
<p>Oft hatte ich aber auch Probleme mit den Geschichten, die besonders viel Raum einnahmen. So sind die Titelstories des Spiegels regelrechte Standardwerke zum jeweiligen Thema, die sich gern mal &#252;ber zehn, zw&#246;lf Seiten erstrecken. Bin ich die einzige, die sich von solchen L&#228;ngen abschrecken l&#228;sst? Ich finde, eine St&#252;ckelung t&#228;te diesen Artikeln manchmal ganz gut.</p>
<p><strong>Redet mit uns, nicht &#252;ber uns!</strong></p>
<p>Wom&#246;glich entspreche ich da schon viel mehr dem Klischee des „Digital Native‟, als ich gedacht h&#228;tte. Denen wird schlie&#223;lich gern vorgeworfen, sie seien auf kurze Texte getrimmt und w&#252;rden st&#228;ndig hin und her schalten bzw. bl&#228;ttern. Hat der Spiegel &#252;berhaupt schon mitbekommen, dass es auch eine junge Zielgruppe gibt? Eine, die man schon jetzt erreichen und binden sollte, wenn man in der Zukunft bestehen will?</p>
<p>Der Spiegel ist ein Magazin, das gern in die Vergangenheit schaut, mit „Amerikas Kriege‟-DVDs und regelm&#228;&#223;igen Stasi-Stories. In die Zukunft blickt man dagegen selten. Selbst junge Themen wie Bildung und Wehrpflicht werden aus politisch-nachrichtlicher Vogelperspektive beschrieben. Die Betroffenen kommen wom&#246;glich gar nicht selbst zu Wort – oder werden outgesourct: Im vergangenen Juli erschien mit dem Spiegel-Spezial „Was wird aus mir?‟ eine Art Sonderausgabe f&#252;r die 20- bis 35-j&#228;hrigen. Und die sechs Mal im Jahr erscheinende, wirklich gute (!) Beilage „UniSpiegel‟ wird umsonst auf den Campus verteilt, anstatt als Kaufargument f&#252;r das Mutterheft zu fungieren.</p>
<p>Um mich irgendwann noch einmal dazu zu bringen, den Spiegel zu abonnieren, braucht es mehr Lockerheit. Mehr Pers&#246;nlichkeit, N&#228;he, Farbigkeit – oder eine verdammt gute Pr&#228;mie.</p>
<p><strong><em>Weiterlesen:</em></strong> F&#252;r das Medium Magazin habe ich vor einiger Zeit bereits einen Artikel zum Thema <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/12/25/redet-mit-uns-nicht-ueber-uns">Jugend und Zeitung</a> geschrieben.</p>


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		<title>K&#252;chenstolz: Brokkolinudeln mit Nusssauce</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 20:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/11/kuechenstolz-brokkolinudeln-mit-nusssauce/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/brokkolinudelnmitnuss-496x330-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Beim Essen habe ich mich gefragt, warum in der westlichen K&#252;che eigentlich so gut wie nie mit N&#252;ssen gekocht wird. Ich verbinde den Geschmack von Hasel-, Erd- und Waln&#252;ssen in warmem Essen immer gleich mit dem Asiaimbiss um die Ecke. Dabei schmecken sie doch so unheimlich gut! Man muss viel mehr mit N&#252;ssen machen. &#196;hnliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/brokkolinudelnmitnuss-496x330.jpg" alt="Brokkolinudeln mit Nusssauce" title="Brokkolinudeln mit Nusssauce" width="496" height="330" class="aligncenter size-medium wp-image-4091" /></p>
<p>Beim Essen habe ich mich gefragt, warum in der westlichen K&#252;che eigentlich so gut wie nie mit N&#252;ssen gekocht wird. Ich verbinde den Geschmack von Hasel-, Erd- und Waln&#252;ssen in warmem Essen immer gleich mit dem Asiaimbiss um die Ecke. Dabei schmecken sie doch so unheimlich gut! Man muss viel mehr mit N&#252;ssen machen. </p>


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		<title>Die Eleganz der Madame Michel</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/07/02/die-eleganz-der-madame-michel/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 09:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/02/die-eleganz-der-madame-michel/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/dieeleganzdermadamemichel-e1278061965261-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Nie die Katze heraus lassen. Nie die Concierge hineinlassen.‟ „Die Eleganz des Igels‟ ist ein wunderbares Buch von der franz&#246;sischen Autorin Muriel Barbery, das 2007 in Frankreich erschien und kurz drauf auch bei uns zum Bestseller wurde. Und wie das so ist mit international erfolgreichen franz&#246;sischen B&#252;chern: Eine Verfilmung l&#228;sst nicht lange auf sich warten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/dieeleganzdermadamemichel-e1278061965261.jpg" alt="Die Eleganz der Madame Michel" title="Die Eleganz der Madame Michel" width="420" height="280" class="aligncenter size-full wp-image-4076" /><br />
„Nie die Katze heraus lassen. Nie die Concierge hineinlassen.‟</p></blockquote>
<p>„Die Eleganz des Igels‟ ist ein wunderbares Buch von der franz&#246;sischen Autorin Muriel Barbery, das 2007 in Frankreich erschien und kurz drauf auch bei uns zum Bestseller wurde. Und wie das so ist mit international erfolgreichen franz&#246;sischen B&#252;chern: Eine Verfilmung l&#228;sst nicht lange auf sich warten. Im Kino ist es also statt des Igels „Die Eleganz der Madame Michel‟.</p>
<p>René Michel arbeitet als Concierge in einem schicken Pariser Wohnhaus und entspricht – nach eigenen Worten – voll und ganz dem Klischee: „Ich bin Witwe, ziemlich klein, h&#228;sslich und mollig.‟ Tats&#228;chlich verbirgt sich hinter dieser Fassade aber noch eine ganze andere, elegante und belesene Madame Michel. </p>
<p>Das entdeckt zu allererst Paloma, eine junge Bewohnerin des Hauses, die das Leben der Reichen schon mit elf Jahren satt hat und deshalb beschlie&#223;t, sich an ihrem n&#228;chsten Geburtstag umzubringen. Bis dahin bleibt allerdings noch ein bisschen Zeit, die sie sich mit einem pers&#246;nlichen Videotagebuch vertreibt. Sie dokumentiert die Depression ihrer Mutter, die Zickereien ihrer Schwester und den Einzug des neuen Hausbewohners, Monsieur Ozu. Der Japaner sp&#252;rt ebenfalls, dass Madame Michel mehr ist als blo&#223; die „verwilderte‟ Concierge und stellt ihr Leben mit einer Einladung zum Essen auf den Kopf.</p>
<p>Schon bei der Buchvorlage habe ich bedauert, dass Monsieur Ozu im Gegensatz zu Paloma und Madame Michel eine eindimensionale Figur bleibt. Im Film wird diese Nebenrolle, die eigentlich eine Hauptrolle sein sollte, von Togo Igawa allerdings hervorragend ausgef&#252;llt. Genauso gut hat mir  Garance Le Guillermic gefallen, die als Paloma aussieht wie eine Zeichnung von Cornelia Funke: schlaksig, mit riesigen Wuschelhaaren, Brille und immerzu in Ringelpullis.</p>
<p>Der Film braucht einen ziemlich langen Anlauf, ehe er seine typisch franz&#246;sische Poesie entfaltet. Darin erinnert „Die Eleganz der Madame Michel‟ &#252;brigens sehr an eine andere Bestseller-Verfilmung &#8211; „Zusammen ist man weniger allein‟. Genau wie damals gilt auch hier wieder: Der Film ist zwar ganz nett, aber das Buch ist um L&#228;ngen besser. Lesen! (Zum Beispiel im Rahmen des virtuellen Lesezirkels von <a href="http://uarrr.org/2010/07/02/lesezirkel-2-die-eleganz-des-igels">Marcel</a>&#8230;)</p>


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		<title>Hula!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 15:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/01/hula/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/hoolahoop-e1277972370340-496x457-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Hat eigentlich noch irgendwer meinen lauten &#8220;ICH WILL BALD MAL HULA HOOP LERNEN DAS IST GUT F&#220;R DIE TAILLE&#8221;-Schrei geh&#246;rt? Naja, einer reicht ja auch, und so &#252;berraschte Roman mich gestern mit einer Einf&#252;hrungsstunde im Berliner Rosengarten. Da treffen sich jeden Mittwoch Abend Balazs und Rachel von Hoopla! Berlin und bringen selbst Anf&#228;ngern binnen weniger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/hoolahoop-e1277972370340-496x457.jpg" alt="Hula Hoop im Berliner Rosengarten" title="Hula Hoop im Berliner Rosengarten" width="496" height="457" class="aligncenter size-medium wp-image-4060" /></p>
<p>Hat eigentlich noch irgendwer meinen lauten &#8220;ICH WILL BALD MAL HULA HOOP LERNEN DAS IST GUT F&#220;R DIE TAILLE&#8221;-Schrei geh&#246;rt? Naja, einer reicht ja auch, und so &#252;berraschte Roman mich gestern mit einer Einf&#252;hrungsstunde im Berliner Rosengarten. Da treffen sich jeden Mittwoch Abend Balazs und Rachel von <a href="http://www.hooplaberlin.com">Hoopla! Berlin</a> und bringen selbst Anf&#228;ngern binnen weniger Minuten erste Tricks bei. Nach einer Dreiviertelstunde konnten wir so schon mit dem Reifen durch die Gegend laufen und kleine Kunstst&#252;cke vorf&#252;hren. Das Ganze zu grooviger Musik und zur Freude der Passanten. Ein herrlicher Spa&#223;! Leider kostet der aber auch zehn Euro pro Stunde, sodass es f&#252;r mich vorerst ein einmaliges Vergn&#252;gen bleiben wird. Einen Reifen f&#252;r Zuhause besorge ich mir aber auf jeden Fall!</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Liebe Brillentr&#228;ger,</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 13:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ihr m&#252;sst mir da was erkl&#228;ren. Ich finde Brillen seit jeher toll. Die allermeisten Menschen sehen mit Brillen klug aus und h&#252;bsch und interessant. Sie sind ein wunderbares Accessoire und mehr noch, eine M&#246;glichkeit, die eigene Pers&#246;nlichkeit oder gar Stimmung auszudr&#252;cken. Meine Schwester hat sich vor Jahren mal ein Lineal ins Auge gestochen und musste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ihr m&#252;sst mir da was erkl&#228;ren. Ich finde Brillen seit jeher toll. Die allermeisten Menschen sehen mit Brillen klug aus und h&#252;bsch und interessant. Sie sind ein wunderbares Accessoire und mehr noch, eine M&#246;glichkeit, die eigene Pers&#246;nlichkeit oder gar Stimmung auszudr&#252;cken. Meine Schwester hat sich vor Jahren mal ein Lineal ins Auge gestochen und musste daraufhin sechs Wochen lang eine Fensterglasbrille tragen. Ich war sehr neidisch. Noch heute sinniere ich manchmal dar&#252;ber nach, wie es w&#228;re, mir selbst so eine Fensterglasbrille anzuschaffen. Dann w&#252;rde ich auch klug und h&#252;bsch und interessant aussehen. Das w&#228;re mal was anderes.</p>
<p>Aber jedes Mal, wenn ich diesen Wunschtraum laut ausspreche, brandet mir von allen anwesenden Brillentr&#228;gern eine Welle der Emp&#246;rung entgegen. Wie ich blo&#223; auf die Idee k&#228;me. Das w&#228;re ein himmelschreiender Unfug, und sowieso, ich k&#246;nnte ja gern ihre Brillen gegen meine Augen tauschen. Es ist, als w&#228;ren sie behindert und ich w&#252;rde mich &#252;ber sie lustig machen.</p>
<p>Liebe Brillentr&#228;ger, empfindet ihr eure Sehschw&#228;che und das damit verbundene Brillenprivileg wirklich als eine Behinderung? So habe ich das n&#228;mlich noch nie gesehen. Ich wusste zwar, dass manche von euch ungern zum Friseur gehen, weil sie da die Brille abnehmen m&#252;ssen und dann nicht mehr erkennen k&#246;nnen, was der Friseur mit ihnen macht. Oder dass es nervt, wenn jemand auf die Gl&#228;ser patscht und ihr dann fleckig seht. Aber ich dachte, das w&#228;re f&#252;r euch in etwa so schlimm wie f&#252;r mich Knoten in den Haaren – die sind ein bl&#246;der Nebeneffekt, aber deshalb bin ich doch nicht gleich beleidigt, wenn sich jemand glattes, d&#252;nnes Haar w&#252;nscht?</p>
<p>Also: Wie schlimm sind Brillen wirklich? Und warum seid ihr b&#246;se, wenn noch jemand in euren Club will? Das m&#252;sst ihr mir erkl&#228;ren.</p>
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		<title>Zehnj&#228;hriges</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/06/23/zehnjaehriges/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 14:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seine Grundschulklasse nach zehn Jahren wiederzutreffen ist toll. Zu allererst, weil man zu diesem Anlass noch einmal Bravo Hits 25 h&#246;ren darf. Mit Echt und Tic Tac Two und Britney Spears, als sie noch brav und unschuldig war. Da kommt prompt alles wieder hoch: wie in der dritten Klasse alle M&#228;dchen in Bieti verliebt waren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seine Grundschulklasse nach zehn Jahren wiederzutreffen ist toll. Zu allererst, weil man zu diesem Anlass noch einmal Bravo Hits 25 h&#246;ren darf. Mit Echt und Tic Tac Two und Britney Spears, als sie noch brav und unschuldig war. Da kommt prompt alles wieder hoch: wie in der dritten Klasse alle M&#228;dchen in Bieti verliebt waren, wie wir zu Weihnachten in der Stadt Tannenb&#228;ume schm&#252;ckten und wie eines Tages der Kanarienvogel tot in seinem K&#228;fig lag. Simon, der damals Vogeldienst hatte, hat heute noch ein schlechtes Gewissen. Und eine Narbe vom Fangspiel in der Lesenacht. Ein anderer z&#228;hlt inzwischen sieben Punkte in Flensburg. Wieder ein anderer massiert die Spieler des 1. FC K&#246;ln.</p>
<p>W&#228;hrend meine Eltern nicht einmal <a href="http://www.hurra-blog.de/2010/03/27/wie-alles-anfing-2/">Lina</a> wiedererkennen, erscheint es mir, als h&#228;tten wir uns kaum ver&#228;ndert, als w&#228;ren alle blo&#223; ein bisschen gewachsen und hier ein Bart oder dort ein Piercing dazugekommen. Wir verstehen uns immer noch so gut wie zu Zeiten der <a href="http://www.hurra-blog.de/tag/anlauttabelle/">Anlauttabelle</a>, vielleicht sogar besser. Im Grunde k&#246;nnten wir gleich wieder auf den Schulhof springen und M&#228;dchen fangen die Jungs (mit K&#252;ssen!) spielen. Tats&#228;chlich w&#252;rden wir uns aber wohl nie in dieser Konstellation treffen, w&#228;re da nicht dieses ungeahnt starke, zehn Jahre alte Band.</p>
<p>Schuld sind die weiterf&#252;hrenden Schulen. Schon als Viertkl&#228;sslerin konnte ich nicht richtig verstehen, warum Sabine pl&#246;tzlich auf die Realschule und ich aufs Gymnasium gehen sollte. Damals sah ich genauso wenig Unterschiede zwischen uns wie heute. Die fr&#252;he Trennung bewirkt eine verr&#252;ckte, weil sinnlose Separation. Es ist erschreckend, aber 95 Prozent der Gleichaltrigen, mit denen ich im Alltag zu tun habe, waren ebenfalls auf dem Gymnasium. Unter meinen ehemaligen Mitsch&#252;lern hat dieser Fehler in unserem Bildungssystem noch einen weiteren Effekt: Fast alle, die nach der Grundschule eine Realschule besuchten, haben anschlie&#223;end doch noch ein Fach- oder Vollabitur gemacht. Dass dieser Weg in den meisten F&#228;llen schwieriger ist als der direkte, wurde in der Diskussion an jenem Abend schnell klar.</p>
<p>Vom Klassentreffen bleiben daher nicht nur die Erinnerungen an eine idyllische Grundschulzeit, sondern auch offene Fragen: Welche Freundschaften h&#228;tten doch gehalten, welche St&#228;rken und Talente w&#228;ren entdeckt worden, welche Karrieren h&#228;tten begonnen, wenn wir l&#228;nger zusammen geblieben w&#228;ren? Und nicht zuletzt: Wie viele K&#252;sse h&#228;tte ich wohl noch bekommen, von Simon und Co? In M&#228;dchen fangen die Jungs war ich n&#228;mlich meistens ziemlich gut.</p>
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		<title>Rock am Kloster (2009)</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/06/21/rock-am-kloster-2009/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 09:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#196;hnliche Beitr&#228;ge:Ain&#8217;t No Other 13 Mottowoche, Tag 1: Berufe Kathi packt ein: Kekse zum Gucken]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="500" height="281"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12718698&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12718698&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="500" height="281"></embed></object></p>


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		<title>Keep Surfing</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/06/17/keep-surfing/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 20:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/06/17/keep-surfing/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/keepsurfing-420x280-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Mit Angst hab ichs nicht so.‟ Also ich will ja jetzt Surfen lernen. Aber das will ich eigentlich immer, wenn ich gerade einen Surf-Film gesehen habe, sei es „Blue Crush‟ (M&#228;dchenfilm), „Dogtown Boys‟ (Jungsfilm) oder auch blo&#223; „Surfer Girls‟ (Disneyfilm). Bei „Keep Surfing‟ ist das allerdings noch etwas anderes, denn das ist zum ersten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/keepsurfing-420x280.jpg" alt="Keep Surfing" title="Keep Surfing" width="420" height="280" class="aligncenter size-medium wp-image-4028" /><br />
„Mit Angst hab ichs nicht so.‟</p></blockquote>
<p>Also ich will ja jetzt Surfen lernen. Aber das will ich eigentlich immer, wenn ich gerade einen Surf-Film gesehen habe, sei es „Blue Crush‟ (M&#228;dchenfilm), „Dogtown Boys‟ (Jungsfilm) oder auch blo&#223; „Surfer Girls‟ (Disneyfilm).</p>
<p>Bei „Keep Surfing‟ ist das allerdings noch etwas anderes, denn das ist zum ersten Mal eine Dokumentation und die zeigt, dass man zum Surfen l&#228;ngst nicht an irgendeiner wellenumsp&#252;lten K&#252;ste wohnen muss. Der Film erz&#228;hlt Geschichten rund um den <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/10/04/was-ich-nach-5-wochen-ueber-muenchen-gelernt-habe">M&#252;nchner Eisbach</a>, in dem es eine magische stehende Welle gibt, auf der seit Jahrzehnten gesurft wird. Und fast genauso lange hat der Regisseur Bj&#246;rn Richie Lob das gefilmt.</p>
<p>Dieses Thema ins Kino zu bekommen, stelle ich mir nicht leicht vor. Zum Einen, weil es ein absolutes Nischenthema ist, und zum anderen, weil sich dort das &#252;bliche Sportfilmproblem einstellt: dass ein und der selbe Sport f&#252;r den Laien auf Dauer (96 Minuten) langweilig anzuschauen ist. Doch diese Herausforderung meistert „Keep Surfing‟ mit Bravour. Die Bilder sind wunderbar scharf und nah und abwechslungsreich. Es gibt atemberaubende Zeitlupen, in denen jeder Wassertropfen auf der Leinwand glitzert, &#228;sthetische Draufsichten und nostalgische Super 8-Aufnahmen. Das wirkt, kombiniert mit einem ausgefeilten Sounddesign, wie die von den Surfern so gef&#252;rchteten Strudel, wie ein „Tornado unter Wasser‟: Ratzfatz saugt der Film einen auf und l&#228;sst bis zum Schluss nicht mehr los.</p>
<p>Es geht um dieses ganz bestimmte Lebensgef&#252;hl, um pers&#246;nliche Schicksale, um Abenteuer – und dabei immer, immer um die Suche nach der perfekten Welle. Das f&#252;hrt zu so spektakul&#228;ren Aufnahmen wie denen vom Jahrhunderthochwasser 2005, als die Surfer von den M&#252;nchner Br&#252;cken in die offene Isar sprangen, nur f&#252;r ein paar Minuten Nervenkitzel – bis die Polizei sie wieder raus holte.</p>
<p>„Keep Surfing‟ ist ein Film von Surfern f&#252;r Surfer. Als Insider konnte Lob ganz nah an seine Protagonisten herankommen und neben surfenden Kameram&#228;nnern, Informatikern und &#196;rzten auch Meister des Wassersports aus der ganzen Welt gewinnen, die nur der einen Welle wegen zum ber&#252;hmten Eisbach reisen. Dieser Insider-Blick hat den Nachteil, dass die Dramaturgie ein wenig durcheinander ger&#228;t. So erf&#228;hrt der unwissende Zuschauer erst recht sp&#228;t, dass die geheimnisvolle Eisbachwelle blo&#223; dank einer nicht ganz legalen Konstruktion ganzj&#228;hrig steht (und auch ganzj&#228;hrig genutzt wird, wie zum Ende hin gezeigt wird).</p>
<p>Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch, dieser ganz besonderen Surferstimmung. Entspannt und mit einem fr&#246;hlichen Grinsen verl&#228;sst man deshalb das Kino und schielt aus den Augenwinkeln schon auf den n&#228;chsten Fluss, auf der Suche nach der perfekten Welle.</p>
<p><object width="500" height="304"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nfq6THyoRyQ&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nfq6THyoRyQ&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="304"></embed></object></p>


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		<title>K&#252;chenstolz: Nusskuchen</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 23:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/06/13/kuechenstolz-nusskuchen/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/kuchen-496x330-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Aus der Reihe: Wie rettet man kaputte Kuchen? (Und nein, die Form sollte so&#8230;) &#196;hnliche Beitr&#228;ge:K&#252;chenstolz: Nudeln mit Oliven und Cabanossi K&#252;chenstolz: Brokkolinudeln mit Nusssauce]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/kuchen-496x330.jpg" alt="Nusskuchen!" title="Nusskuchen!" width="496" height="330" class="aligncenter size-medium wp-image-3583" /></p>
<p>Aus der Reihe: Wie rettet man kaputte Kuchen? (Und nein, die <a href="http://www.amazon.de/Konstantin-Slawinski-S-XL-Kuchenform-gro%C3%9F/dp/B001E3KPKC">Form</a> sollte so&#8230;)</p>


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		<title>Veranstaltungskalender</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 14:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Leute studieren ja in gro&#223;en St&#228;dten. Sie ziehen nach K&#246;ln, weil sie Party machen wollen, oder Berlin, wegen der Kultur, oder Hamburg, weil man da so gut shoppen kann. Und wenn man sie dann nach einem halben Jahr fragt, was sie denn so erlebt haben, ist das meist ziemlich wenig. „Es ist einfach SO [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Leute studieren ja in gro&#223;en St&#228;dten. Sie ziehen nach K&#246;ln, weil sie Party machen wollen, oder Berlin, wegen der Kultur, oder Hamburg, weil man da so gut shoppen kann. Und wenn man sie dann nach einem halben Jahr fragt, was sie denn so erlebt haben, ist das meist ziemlich wenig. „Es ist einfach SO viel los, ich kann mich nie entscheiden.‟</p>
<p>Tja, <i>dieses</i> Problem hat man in Friedrichshafen nicht. Wenn hier mal was passiert, sind gleich alle da. Das ist sch&#246;n, es hat sowas famili&#228;res, ein bisschen wie Zuhause. Und auch ein winzig kleines bisschen wie in <a href="http://www.hurra-blog.de/2007/05/04/tausend-grunde-dafur-dass-die-gilmore-girls-so-wunderbar-sind/">Stars Hollow</a>. Denn die Stadt bem&#252;ht sich doch redlich, immer neue Anl&#228;sse f&#252;r so ein Zusammenkommen zu schaffen. Da gibt es Zaubererfestivals und Rollschuhn&#228;chte, und neulich hatten wir f&#252;r zehn Tage einen Hamburger Fischmarkt in der Innenstadt, mit Marktschreiern und Piratenschiff.</p>
<p>Dann ist da nat&#252;rlich auch noch die Messe. Die Messe liegt ein bisschen au&#223;erhalb und hat doch einen ganz sch&#246;nen Einfluss auf den studentischen Alltag. Neulich er&#246;ffnete zum Beispiel die „Tuning World Bodensee‟ und wir standen auf dem R&#252;ckweg von der Uni ewig im Stau, weil die findigen schw&#228;bischen Ordnungsh&#252;ter s&#228;mtliche tiefer gelegten VWs aus dem Verkehr zogen, um sie spontan zu kontrollieren.</p>
<p>Dieses Wochenende gibt es schon wieder eine Automesse: die „Klassikwelt Bodensee‟. In der Stadt sind jetzt lauter Oldtimer unterwegs, kleine italienische und gro&#223;e englische. Die Touristen sitzen swingend in „Willi&#8217;s Oldie-Bus‟ oder legen die K&#246;pfe in die Nacken, weil eine Breitling durch die Luft saust. Ich h&#246;re <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GxW3Ed7GrhQ">Kitty Daisy &#038; Lewis</a> und w&#252;nsche mir ein flatterndes Kopftuch.</p>
<p>Apropos Kopftuch: Gleichzeitig wurde gestern das Minarett der &#246;rtlichen Moschee eingeweiht. Das kommt mir und meinem Religions-Nachfragereflex (<a href="http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/2010/05/der-sabbat-lift.html">Lesen!</a>) wie gerufen, denn die Gemeinde feiert das ganze Wochenende &#252;ber ein tolles Fest, mit F&#252;hrungen und selbst gemachten K&#246;stlichkeiten. Fast kann man sich gar nicht entscheiden, wo man hingehen soll.</p>


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		<title>Schweden, ach Schweden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 19:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles, was man &#252;ber Schweden sagt, stimmt: Die Jugend ist stylisch, das Land ist sch&#246;n, das Essen supergut. Damit du dich auch verliebst, sind hier ein paar Dinge, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest. Die beste Jahreszeit, um das erste Mal nach Schweden zu reisen, ist der Fr&#252;hling. Wenn im Mai [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alles, was man &#252;ber Schweden sagt, stimmt: Die Jugend ist stylisch, das Land ist sch&#246;n, das Essen supergut. Damit du dich auch verliebst, sind hier ein paar Dinge, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest.</strong></p>
<p>Die beste Jahreszeit, um das erste Mal nach Schweden zu reisen, ist der Fr&#252;hling. Wenn im Mai das ganze Land aufbl&#252;ht und noch um elf Uhr abends die Sonne am Horizont gl&#252;ht, kann man gar nicht anders als diesem Land und seiner Hauptstadt zu verfallen.</p>
<p>Bei Tageslicht wird sich dieser Eindruck noch verst&#228;rken. In Stockholm, das aus mehreren Inseln und viel, viel Wasser besteht, ist einfach alles so gem&#252;tlich: die Sprache, die vielen Kinder, die statt Schaukelpferden auf <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/06/13/was-uns-an-stockholm-aufgefallen-ist/">Schaukelelchen</a> reiten, die zahlreichen kleinen Restaurants. Dort kann man auch bei einstelligen Temperaturen in kuscheligen Decken drau&#223;en sitzen – und die Schweden nehmen diese M&#246;glichkeit gerne wahr!</p>
<p>Unbedingt ausprobieren sollte man deshalb – ganz egal, wie kalt es ist – das Nationalgericht K&#246;ttbullar. Eine gute und f&#252;r Stockholmer Verh&#228;ltnisse preiswerte Variante gibt es zum Beispiel in Djurgårdsbrons Sj&#246;cafe in der Gal&#228;rvarsv&#228;gen 12. Dort sitzt man auf einem Steg im Wasser und hat einen sch&#246;nen Blick auf Schwedens ber&#252;hmtestes Museum, das Vasamuseet, in dem es ein altes Kriegsschiff zu bestaunen gibt.</p>
<p>Wer noch mehr schwedisches Essen probieren will, kommt in der Saluhall in &#214;stermalm voll auf seine Kosten. Da gibt es frische Delikatessen aus aller Welt – die haben allerdings auch ihren Preis. Nur mal angucken ist aber auch schon sch&#246;n.</p>

<a href='http://www.hurra-blog.de/2010/06/03/schweden-ach-schweden/img_0750/' title='Jag älskar Tyresö'><img width="85" height="85" src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0750-85x85.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jag älskar Tyresö" title="Jag älskar Tyresö" /></a>
<a href='http://www.hurra-blog.de/2010/06/03/schweden-ach-schweden/img_0753/' title='Jag älskar Tyresö'><img width="85" height="85" src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0753-85x85.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jag älskar Tyresö" title="Jag älskar Tyresö" /></a>
<a href='http://www.hurra-blog.de/2010/06/03/schweden-ach-schweden/img_0761/' title='Jag älskar Tyresö'><img width="85" height="85" src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0761-85x85.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jag älskar Tyresö" title="Jag älskar Tyresö" /></a>
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<a href='http://www.hurra-blog.de/2010/06/03/schweden-ach-schweden/img_1026/' title='Jag älskar Tyresö'><img width="85" height="85" src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1026-85x85.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jag älskar Tyresö" title="Jag älskar Tyresö" /></a>
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<a href='http://www.hurra-blog.de/2010/06/03/schweden-ach-schweden/img_1061/' title='Jag älskar Tyresö'><img width="85" height="85" src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1061-85x85.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jag älskar Tyresö" title="Jag älskar Tyresö" /></a>
<a href='http://www.hurra-blog.de/2010/06/03/schweden-ach-schweden/img_1076/' title='Jag älskar Tyresö'><img width="85" height="85" src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1076-85x85.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jag älskar Tyresö" title="Jag älskar Tyresö" /></a>

<p>Wer sein Geld lieber f&#252;r hippe Mode ausgeben m&#246;chte, sollte sich nach S&#246;dermalm begeben. In der G&#246;tgatan sind vor allem samstags jede Menge <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/06/09/das-klamottenpaar-der-woche-isabelle-und-fredrik-in-stockholm/">modische junge Schweden</a> anzutreffen. Dort kann man so manchen Trend entdecken, noch lange, bevor er bei uns ankommt. Wer danach noch nicht genug hat, macht in Norrmalm weiter: Der Stadtteil beherbergt einige internationale Ketten, die es bei uns noch kaum oder gar nicht gibt (zum Beispiel Topshop oder eine Urban Outfitters-Filiale in einem ehemaligen Kino), und Kaufh&#228;user wie PUB, die verschiedene schwedische Marken verkaufen.</p>
<p>Und Schweden hat noch mehr Dinge, die Deutschland nicht hat – ein K&#246;nigshaus zum Beispiel. Um royale Luft zu schnuppern lohnt sich ein Ausflug nach Drottningholm. Das k&#246;nigliche Schloss selbst ist nicht so spektakul&#228;r, aber in dem gro&#223;en Park drumrum finden sich unter anderem ein chinesischer Garten und ein lustiges h&#246;lzernes Wachzelt.</p>
<p><strong>Hinkommen</strong> Mit dem dem n&#228;chsten Billigflieger nach Stockholm Arlanda. Von da aus gehts am billigsten – daf&#252;r aber auch am l&#228;ngsten – mit dem &#246;ffentlichen Nahverkehr direkt in die Stadt.</p>
<p><strong>Rumkommen</strong> F&#252;r Kurztrips empfiehlt sich eine Travelcard, die gilt in Bussen und Bahnen auch noch weit au&#223;erhalb Stockholms. Drei Tage f&#252;r 20 Euro, sieben Tage f&#252;r 25.</p>
<p><strong>Unterkommen</strong> Wer direkt in der Stadt wohnen will, schl&#228;ft kultig und f&#252;r wenig Geld auf dem Red Boat. Vor allem die Fr&#252;hst&#252;cks- und Aufenthaltsr&#228;ume sind herrlich gem&#252;tlich, die Zimmer jedoch ziemlich eng. <a href="http://www.theredboat.com">www.theredboat.com</a>, DZ ab 65 Euro.<br />
Noch besser: Stadt- und Landleben kombinieren! Die Jugendherberge Lilla Tyres&#246; liegt eine halbe Stunde Busfahrt von Stockholm entfernt. Hat man den h&#228;sslichen Hochhausg&#252;rtel, der sich um die Stadt windet, &#252;berwunden, steckt man sogleich mitten in einer Astrid-Lindgren-Welt. Die Jugendherberge besteht aus mehreren kleinen H&#228;usern und sieht tats&#228;chlich aus wie in den Michel-Filmen! Zu empfehlen ist Zimmer 1 in Prinsvillan – mit Blick aufs Schloss. <a href="www.lillatyreso.se">www.lillatyreso.se</a>, DZ ab 45 Euro.</p>
<p><strong>Mitbringen</strong> Das typische Souvenir sind die roten Darlarna-Pferde – aber bitte handgeschnitzt! F&#252;r sich selbst nimmt man am besten noch ein paar Kanelbullar mit. Die s&#252;&#223;en Zimtschnecken sind f&#252;r die Schweden das, was f&#252;r uns Berliner sind.</p>
<p><strong>Blo&#223; nicht</strong> Ger&#252;chte sagen, in Schweden sei H&#038;M noch viel schwedischer als bei uns. Stimmt nicht! Ein Besuch dort ist also reine Zeitverschwendung.</p>


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		<title>Der Hund in der Vorlesung</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 15:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/05/28/der-hund-in-der-vorlesung/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/zeitstudienfuehrer-496x1254-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Die Studienanf&#228;ngerin Eva Schulz hat ihre Eindr&#252;cke vom Start an der Uni f&#252;r uns getwittert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/zeitstudienfuehrer-496x1254.jpg" alt="" title="Erstsemestergetwitter im ZEIT Studienf&#252;hrer" width="496" height="1254" class="aligncenter size-medium wp-image-3482" /></p>
<p class="code">ZEIT Studienf&#252;hrer 2010/11</p>


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		<title>Man braucht auch ein Leben au&#223;erhalb des Internet!</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:28:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/05/26/man-braucht-auch-ein-leben-ausserhalb-des-internet/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/imsee2-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8230; sagt meine Mama. Sie w&#228;re wahrscheinlich stolz auf mich, wenn sie w&#252;sste, dass ich schon vier Wochen lang nicht mehr gebloggt habe. Aber ob sie auch gut f&#228;nde, was ich stattdessen gemacht habe? Von drinnen nach drau&#223;en&#8230; Eine Teeparty gefeiert Eine Dorfparty gefeiert Eine Baustellenparty gefeiert (dabei die schlechteste Luft meines ganzen 19j&#228;hrigen Lebens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sagt meine Mama. Sie w&#228;re wahrscheinlich stolz auf mich, wenn sie w&#252;sste, dass ich schon vier Wochen lang nicht mehr gebloggt habe. Aber ob sie auch gut f&#228;nde, was ich stattdessen gemacht habe?</p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/imsee2.jpg" alt="" title="Im See rumgestanden" width="496" height="372" class="aligncenter size-full wp-image-3506" /></p>
<li>Von <a href="http://www.christowski.de/blog/?p=1575">drinnen nach drau&#223;en</a>&#8230;</li>
<li>Eine Teeparty gefeiert</li>
<li>Eine Dorfparty gefeiert</li>
<li>Eine Baustellenparty gefeiert (dabei die schlechteste Luft meines ganzen 19j&#228;hrigen Lebens geatmet)</li>
<li>&#8230; und wieder zur&#252;ck (bl&#246;de Klausuren)</li>
<li><a href="http://www.hurra-blog.de/2009/05/04/abistress-wie-eva-18-sich-vorm-lernen-drueckt/">Vorm Lernen gedr&#252;ckt</a></li>
<li>In ur-studentischer Manier Haushaltsger&#228;te durch die Gegend gefahren</li>
<li>Versucht, in Berlin zu lernen (MUHAHAHA)</li>
<li>Endlich wieder Fahrrad gefahren</li>
<li>Das sehr spannende Blog eines amerikanischen Soldaten in <a href="http://afghantim.blogspot.com">Afghanistan</a> verfolgt</li>
<li>Level 13 in Tetris erreicht</li>
<li>In schweizerischem Thermalwasser einged&#246;st</li>
<li>Einen tollen Job nicht bekommen</li>
<li>Gutes und richtig gutes Theater gesehen: <a href="http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltungen/02287/index.htm">In einem finsteren Haus</a> (Theater Konstanz), <a href="http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren/die_heilige_johanna">Die Heilige Johanna der Schlachth&#246;fe</a> (Deutsches Theater Berlin)</li>
<li>Orchideen gegessen</li>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Chloe</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 20:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Julianne Moore]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/04/26/chloe/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/chloe-420x278-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„I guess I&#8217;ve always been good with words.‟ „„Chloe‟ kommt wie ein billiges Klischee daher.‟ intro „Trotzdem geht bei [Atom Egoyan] der Erotik-Thriller aus denselben Gr&#252;nden an sich selbst zu Grunde wie bei jedem dahergelaufenen St&#252;mper auch.‟ Frankfurter Rundschau „Dass die wahre Beschaffenheit dieses ungl&#252;ckseligen „Dreiers‟ f&#252;r den aufmerksamen Zuh&#246;rer viel zu fr&#252;h enth&#252;llt wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/chloe-420x278.jpg" alt="" title="Chloe" width="420" height="278" class="aligncenter size-medium wp-image-3448" /><br />
„I guess I&#8217;ve always been good with words.‟</p></blockquote>
<p>„„Chloe‟ kommt wie ein billiges Klischee daher.‟ <i>intro</i></p>
<p>„Trotzdem geht bei [Atom Egoyan] der Erotik-Thriller aus denselben Gr&#252;nden an sich selbst zu Grunde wie bei jedem dahergelaufenen St&#252;mper auch.‟ <i>Frankfurter Rundschau</i></p>
<p>„Dass die wahre Beschaffenheit dieses ungl&#252;ckseligen „Dreiers‟ f&#252;r den aufmerksamen Zuh&#246;rer viel zu fr&#252;h enth&#252;llt wird, f&#252;hrt leider fr&#252;h zu Ern&#252;chterung.‟ <i>film-dienst</i></p>
<p>„Vergessen wir das schrecklich banale, auch noch das letzte Geheimnis aufl&#246;sende und dem Regisseur unw&#252;rdige Ende, das klar macht, dass der Meister hier doch nicht ganz auf eigene Rechnung gearbeitet hat.‟ <i>Berliner Zeitung</i></p>
<p>„Leider setzt auch Atom Egoyan, von „Exotica“ bis „Felicia’s Journey“ ein Star-Autorenfilmer der 90er Jahre, immer mehr aufs Bordkino.‟ <i>Tagesspiegel</i></p>
<p>„Diesmal aber knallt [Egoyan] sein Blatt auf den Tisch, als wollte er sich den Weg in den Mainstream notfalls mit nackter Gewalt bahnen.‟ <i>FAZ</i></p>
<p>„Verf&#252;hrerisch inszeniert, aber letztlich abstrus.‟ <i>Die Welt</i></p>
<p>Also <i>ich</i> finde „Chloe‟ ja gut. Der Film ist ein bisschen wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/11/23/elegy/">„Elegy‟</a>, ein bisschen wie „Wahnsinnig verliebt‟ mit Audrey Tatou und in seinem Purismus sogar – und ich h&#228;tte nie gedacht, dass ich das so schnell sagen w&#252;rde – ein winzig kleines bisschen wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2010/04/10/a-single-man/">„A Single Man‟</a>. Aber das k&#246;nnte auch schlicht an Julianne Moore liegen, von der ich seit diesen beiden Rollen ein v&#246;llig anderes Bild habe. Von Amanda Seyfried &#252;brigens auch! Die spielt jetzt die manische Lolita – ein Part, der vor f&#252;nf Jahren noch Scarlett Johansson sicher gewesen w&#228;re.</p>
<p>So viel ganz spontan dazu. Was meint ihr?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bl&#252;mchen und John Locke</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 17:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[G10]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/04/24/bluemchen-und-john-locke/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_5175-496x372-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:Man braucht auch ein Leben au&#223;erhalb des Internet!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_5175-496x372.jpg" alt="" title="IMG_5177" width="496" height="372" class="aligncenter size-medium wp-image-3434" /></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>A Single Man</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 09:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Colin Firth]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Julianne Moore]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/04/10/a-single-man/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/a_single_man_news-420x255-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;If the minority is somehow invisible, the fear is just greater.&#8221; Das Besondere an Tom Fords „A Single Man‟ ist, dass dieser Film wahre Kunst ist, und wahre Kunst ist selten geworden im Kino. Und auch wenn Kunst nicht immer sch&#246;n anzusehen sein muss – diese ist es. Die Musik ist sch&#246;n, die Settings sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/a_single_man_news-420x255.jpg" alt="" title="A Single Man" width="420" height="255" class="aligncenter size-medium wp-image-3420" /><br />
&#8220;If the minority is somehow invisible, the fear is just greater.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Besondere an Tom Fords „A Single Man‟ ist, dass dieser Film wahre Kunst ist, und wahre Kunst ist selten geworden im Kino. Und auch wenn Kunst nicht immer sch&#246;n anzusehen sein muss – diese ist es. Die Musik ist sch&#246;n, die Settings sind sch&#246;n, die Kost&#252;me sind sch&#246;n, die Darsteller sind wundersch&#246;n, die Bilder sind kaum zu beschreiben.</p>
<p>Tats&#228;chlich k&#246;nnte man „A Single Man‟ in jeder einzelnen Sekunde anhalten, das Standbild auf eine Leinwand ziehen und direkt als Tom-Ford-Anzeigenmotiv verwenden. Der war schlie&#223;lich schon Chefdesigner bei Gucci und YSL, ehe er 2003 sein eigenes Label gr&#252;ndete. Keine Frage also, dass Colin Firth in der bisher au&#223;ergew&#246;hnlichsten Rolle seiner Karriere ausschlie&#223;lich Ford-Anz&#252;ge tr&#228;gt. Viel spannender ist aber, was der Regisseur au&#223;erdem aus seinem Hauptdarsteller gemacht hat. Denn Firth war nach Filmen wie „Stolz und Vorurteil‟, „Ernst sein ist alles‟ oder auch „Bridget Jones‟ in erster Linie auf den steifen Briten abonniert, der seine tadellosen Manieren und Moralvorstellungen kaum auch nur f&#252;r einen Moment vernachl&#228;ssigt.</p>
<p>Jetzt sehen wir ihn auf einmal trinkend und rauchend und mit einer unbeachtet in die Stirn fallenden Schmalzlocke, wie er am Tod seines langj&#228;hrigen Lebensgef&#228;hrten zu Grunde geht. Ford blickt hinter die Fassade von Colin alias George, den nichts mehr im Leben h&#228;lt – nicht sein Beruf als Professor, der l&#228;ngst nur noch Routine ist, nicht die Studenten, die ihn verehren, nicht die alte Freundin (eine wunderbar fatale Julianne Moore!), die ihn liebt.</p>
<p>Und das alles in dieser nie zuvor gesehenen, unheimlich dichten &#196;sthetik, die den filmischen Stil der 60er Jahre hervorragend imitiert und durch besondere Perspektiven und eine mutige Lichtgestaltung erg&#228;nzt. So sieht der Zuschauer manches von oben, was jeder andere Kameramann frontal oder seitlich gefilmt h&#228;tte, und durchlebt gemeinsam mit dem Protagonisten den fortw&#228;hrenden Wechsel zwischen – buchst&#228;blich &#8211; grauen und goldenen Zeiten.</p>
<p>Die hervorragende Musik tr&#228;gt dazu bei, dass man diesen Film wohl auch ganz ohne Worte verstehen k&#246;nnte. Die vergleichsweise wenigen, die da gesprochen werden, sind allerdings so pr&#228;zise formuliert, dass man sie auf keinen Fall missen will.</p>
<p>Ach, sowieso: Den ganzen Film will man nicht mehr missen, wenn man ihn einmal gesehen hat. Man erwischt sich dann kurz bei dem dummen Gedanken, dass alle Filme so sein sollten  wie dieser, um sich im n&#228;chsten Moment zu w&#252;nschen, dass es blo&#223; nie einer schaffen m&#246;ge. Deswegen habe ich auch ein bisschen Angst davor, was passiert, wenn Tom Ford nach diesem Riesenerfolg statt neuer Anz&#252;ge einen weiteren Film macht.</p>
<p>Solange warte ich darauf, dass endlich die DVD erscheint, und h&#228;nge sie mir dann vielleicht in einem Rahmen an die Wand. Wie es sich f&#252;r wahre Kunst eben geh&#246;rt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sturmfrei f&#252;r immer</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/03/30/sturmfrei-fuer-immer/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 16:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckfrisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ausziehen]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einem halben Jahr zog Eva Schulz, 19, in eine eigene Wohnung, 500 Kilometer entfernt von ihrer Familie. Beim ersten Heimatbesuch wird klar: Im Elternhaus hat sich von Fernsehprogramm bis W&#228;sche-Service so ziemlich alles ver&#228;ndert. Eva fragt sich: Ist das noch ihr Zuhause?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einem halben Jahr zog Eva Schulz, 19, in eine eigene Wohnung, 500 Kilometer entfernt von ihrer Familie. Beim ersten Heimatbesuch wird klar: Im Elternhaus hat sich von Fernsehprogramm bis W&#228;sche-Service so ziemlich alles ver&#228;ndert. Eva fragt sich: Ist das noch ihr Zuhause?</strong></p>
<p>Es sind meine ersten Semesterferien, und ich wei&#223; nicht, wo mein Zuhause ist. Ich habe jetzt zwei Wohnsitze: die Adresse, unter der auch meine Eltern wohnen und an die die Bank noch immer meine Post schickt. Und die neue, in der neuen Stadt, deren Postleitzahl ich nicht auswendig kann.</p>
<p>Mein Begriff von Zuhause ist auf einmal verschwommen und doppeldeutig. Er steht gleichzeitig f&#252;r zusammen und allein wohnen, f&#252;r eine gro&#223;e und eine kleine, eine ordentliche und eine weniger ordentliche Wohnung. Dass ich damit nicht allein bin, merke ich an meinen Kommilitonen. Wenn einer von ihnen erw&#228;hnt, dass er gleich nach Hause f&#228;hrt, lautet die erste Frage immer: &#8220;Nach Hause zu deinen Eltern oder in deine Wohnung?&#8221;</p>
<p>Bei meinen Eltern war ich das letzte Mal kurz nach dem Umzug in die neue Stadt. Da hatte meine Mutter im Vorfeld schon leise angedeutet, dass ich dreckige W&#228;sche in Zukunft bitte selbst waschen k&#246;nne, schlie&#223;lich h&#228;tte ich ja nun eine eigene Maschine. Pl&#246;tzlich f&#252;hlte ich mich in meinem Elternhaus eher wie ein Gast, nicht mehr wie ein Bewohner.</p>
<p>Nat&#252;rlich war das auch sch&#246;n: Mein Vater holte mich bei meiner Ankunft vom Bahnhof ab, obwohl ich auch den Bus h&#228;tte nehmen k&#246;nnen, meine Mutter kochte mein Lieblingsessen. Wir redeten wieder viel mehr miteinander als fr&#252;her. Meine kleine Schwester &#252;berlie&#223; mir sogar freiwillig die Fernbedienung und verzichtete auf &#8220;Hannah Montana&#8221;. Aber dennoch: So richtig kam ich in diesen Haushalt nicht mehr rein.</p>
<p><strong>Der kratzige Ringelpulli erinnert an den Chemietest</strong></p>
<p>Das fing schon damit an, dass ich mein Zimmer nicht wiedererkannte. Alles, was diesen Raum fr&#252;her zu meinem gemacht hatte, war verschwunden &#8211; das Bett, die B&#252;cher, die Bilder an den W&#228;nden. Schlie&#223;lich war der ganze Kram mit mir umgezogen. Stattdessen stand da nun ein neuer Schreibtisch mit den Aktenordnern meiner Mutter und daneben das schmale G&#228;stebett. Das sollte mein Zuhause sein?<br />
<span id="more-3408"></span><br />
Erst am Abend, als ich die Augen schloss und die Bettw&#228;sche so herrlich vertraut roch, war ich mir wieder sicher. Doch als dann morgens alle zur Arbeit und in die Schule gegangen waren, sa&#223; ich da und wusste nicht so recht etwas anzufangen mit der freien Zeit. In meinem anderen Zuhause h&#228;tte ich wenigstens die W&#228;sche waschen k&#246;nnen.</p>
<p>So war ich fast ganz ohne Anziehsachen angereist und musste auf die ausweichen, die es nicht in einen der Umzugskartons geschafft hatten. In dem kratzigen Ringelpulli und der gr&#252;nen Cordhose f&#252;hlte ich mich in die Mittelstufe zur&#252;ckversetzt. Ich wei&#223; noch, wie ich in genau diesem Pullover einen schrecklichen Chemietest schrieb und dabei furchtbar schwitzte.</p>
<p>Meine Freundin Lisa darf ihre W&#228;sche noch mit nach Hause bringen. Sie hat in ihrer WG keine Waschmaschine und wohnt nur zwei Stunden Fahrtzeit von ihren Eltern entfernt. Alle zwei Wochen f&#228;hrt sie sie besuchen, au&#223;er in Pr&#252;fungsphasen. &#8220;Arbeiten kann ich da &#252;berhaupt nicht&#8221;, sagt sie. &#8220;Die lenken mich viel zu sehr ab.&#8221;</p>
<p><strong>Jetzt blockiert die Schwester das Bad</strong></p>
<p>Sie findet, dass alle sich ver&#228;ndert haben &#8211; sie selbst, ebenso ihre Eltern: &#8220;Wir bewegen uns in gegens&#228;tzliche Richtungen. Ich habe mir in der neuen Wohnung angew&#246;hnt, hier und da mal was liegen zu lassen. Darauf reagieren meine Eltern jetzt viel empfindlicher als fr&#252;her.&#8221; Bei mir hat es solche Ver&#228;nderungen auch gegeben. Meine Schwester blockiert das Bad zu genau der Zeit, in der ich es fr&#252;her immer benutzt habe, und im K&#252;hlschrank suchte ich vergeblich nach der gewohnten Margarine. Mein Vater mag jetzt eine andere.</p>
<p>Ich wohne 500 Kilometer von Zuhause entfernt. Das ist fast so viel wie bei meinem Freund Christoph. Er ist letztes Jahr von Bayern nach Berlin gezogen und hat das Zwei-Zuhause-Dilemma f&#252;r sich so definiert: &#8220;Zuhause ist in Berlin. Bayern ist meine Heimat&#8221;, sagt er. Heimat, das stehe f&#252;r die Kindheit, alte Traditionen und irgendwie auch f&#252;r gutes Essen.</p>
<p>F&#252;r Christoph bedeutet der Heimatbesuch aber vor allem Stress: &#8220;Wenn ich da bin, will ich auch alle meine Freunde treffen.&#8221; Sowieso sei das Leben in Berlin entspannter. &#8220;Ich hatte nie wirklich &#196;rger mit meinen Eltern, aber in einer WG hat man einfach dauerhaft sturmfrei&#8221;, sagt er. &#8220;Da k&#252;mmert es niemanden, ob ich eine ganze Woche lang kein Gem&#252;se esse oder wann ich abends nach Hause komme.&#8221; Wenn er jedoch in Bayern ist und dort mit seinen Freunden ausgeht, gibt er den Eltern noch immer Bescheid.</p>
<p>Ein Besuch im alten Zuhause ist einerseits wie Urlaub. Andererseits ist es Alltag. Man wei&#223; genau, wo die Tischsets liegen und welche Reihenfolge die Sender im Fernseher haben. Und man muss immer noch beim Abwasch helfen oder staubsaugen. In solchen Momenten lernt man das Alleinwohnen zu sch&#228;tzen. Im neuen Leben ist es n&#228;mlich nicht schlimm, wenn die dreckigen Teller mal eine Nacht lang dreckig bleiben. Da darf man auch selbst entscheiden, wann gegessen und wann aufgestanden wird und was im Fernsehen l&#228;uft.</p>
<p>Vor ein paar Tagen habe ich mich allerdings dabei ertappt, wie ich ganze 20 Minuten ausgerechnet bei &#8220;Hannah Montana&#8221; h&#228;ngen blieb. Es wird wohl doch mal wieder Zeit f&#252;r einen Besuch zu Hause. Also, in der Heimat.</p>
<p class="code"><a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,684365,00.html">Spiegel Online</a>, 30. M&#228;rz 2010</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie alles anfing</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2010/03/27/wie-alles-anfing-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 12:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Anlauttabelle]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute sint wier total Schnel Gefaren heist die &#220;berschrift heute wolte Mich Linas Mama apholen im Auto ist ir eingefalen das sie die Deke fergesen hat dan wolte sie noch mal nach Hause faren und die Deke holen Da sint wier bestimt Hundert F&#252;nfzik gefaren dan waren wier bei Lina Linas Mama ist gans Schnel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sint wier total Schnel Gefaren heist die &#220;berschrift heute wolte Mich Linas Mama apholen im Auto ist ir eingefalen das sie die Deke fergesen hat dan wolte sie noch mal nach Hause faren und die Deke holen Da sint wier bestimt Hundert F&#252;nfzik gefaren dan waren wier bei Lina Linas Mama ist gans Schnel aus dem Auto und hat die Deke geholt und das Kisen nat&#252;rlich dan ist sie wider ins Auto geflizt und dan ist sie weiter gefaren da sint wier wider Hundert f&#252;nfzik gefaren wui und Lina hat auf der r&#252;kfart bei der Ampel gesackt Gr&#252;n Gr&#252;n Gr&#252;n und Ich dan auch und dan sint wier gans schnel durch die Kurve gerast bei der Schule ist Linas Mama aus dem Auto Gestigen hat Lina und mir die T&#252;r Auf Gemacht und hat uns die Ransen Raus geworfen Ich habe meinen gesucht und gesucht erst Habe Ich in nicht gefunden dan lach er unter dem Auto Ich zok in raus und gink mit Lina in die Schule</p>


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		<title>&#8220;Alle wollten da hin&#8221; &#8211; Andreas Bernard &#252;ber seinen Roman &#8220;Vorn&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 18:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckfrisch]]></category>
		<category><![CDATA[jetzt.de]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/03/17/alle-wollten-da-hin-andreas-bernard-ueber-seinen-roman-vorn/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/vorn-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Andreas Bernard wurde in den 1990er Jahren Redakteur beim Jetzt-Magazin. Nun hat er einen Roman &#252;ber diese Zeit geschrieben. Im Interview erz&#228;hlt er, wie viel "Jetzt" in "Vorn" steckt und ob er dieser Zeit nachtrauert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/vorn.jpg" alt="" title="Vorn" width="88" height="150" class="alignright size-full wp-image-3370" /><strong>Andreas Bernard wurde in den 1990er Jahren Redakteur beim Jetzt-Magazin. Nun hat er einen Roman &#252;ber diese Zeit geschrieben. Im Interview erz&#228;hlt er, wie viel &#8220;Jetzt&#8221; in &#8220;Vorn&#8221; steckt und ob er dieser Zeit nachtrauert.</strong></p>
<p><strong>Dein Roman handelt von Tobias, der neu in die Redaktion von &#8220;Vorn&#8221; kommt – einem sehr beliebten M&#252;nchner Jugendmagazin, Mitte der Neunziger Jahre. Das erinnert doch stark ans &#8220;Jetzt&#8221;-Magazin, das es damals noch in gedruckter Form gab&#8230;</strong><br />
Nat&#252;rlich hat mein Buch grob etwas mit dem &#8220;Jetzt&#8221;-Magazin zu tun. Gerade in M&#252;nchen hatte das ja viele begeisterte Leser, die &#8220;Vorn&#8221; nun vielleicht als die Geschichte dieses Hefts lesen. Aber es ist eben kein dokumentarischer Bericht, sondern ein Roman, der auch f&#252;r diejenigen interessant sein soll, die &#8220;Jetzt&#8221; nicht kennen. Das &#8220;Vorn&#8221;-Magazin aus dem Buch entspricht nicht eins zu eins dem alten &#8220;Jetzt&#8221;.</p>
<p><strong>Du beschreibst sehr genau, wie man sich am Anfang f&#252;hlt, wenn man als Praktikant in eine Redaktion oder ein B&#252;ro kommt und versucht, zu den Leuten, die dort arbeiten, dazuzugeh&#246;ren.</strong><br />
Das ist ja auch eine ganz neue Welt. Als ich vor 15 Jahren zum &#8220;Jetzt&#8221;-Magazin kam, haftete dieser Redaktion schon etwas Glamour&#246;ses an, viele wollten da hin. Ich glaube, es gibt im Journalismus nur alle zehn bis 15 Jahre einen Ort, der so magnetisch auf junge Schreiber wirkt. Das war in den Sechzigern die Zeitschrift &#8220;Twen&#8221;, in den Achtzigern &#8220;Tempo&#8221; und Mitte der Neunziger das &#8220;Jetzt&#8221;-Magazin. Man konnte sich damit identifizieren.</p>
<p><strong>Um das &#8220;Jetzt&#8221;-Magazin gab es damals einen richtigen Kult: Die Leser tapezierten damit ihre Zimmer, und als das Heft 2002 eingestellt wurde, demonstrierten sie zu Tausenden auf M&#252;nchens Stra&#223;en. Die Redakteure wurden fast schon wie Stars verehrt. Heute gibt es so etwas gar nicht mehr. Ist das besser so?</strong><br />
Es war auf jeden Fall eine spannende Zeit. Nat&#252;rlich war auch viel von diesem Gef&#252;hl, das wir hatten, hausgemacht. Von au&#223;en betrachtet war die Redaktion wohl gar nicht so besonders, aber es gab damals definitiv eine gewisse Illusionsbereitschaft unsererseits. Wir haben zeitweise wirklich gedacht, wir erfinden den Journalismus neu. Dieser Gedanke ist zwar anma&#223;end, aber er hat das Ganze auch sehr produktiv gemacht! Dabei sind viele gute Texte herausgekommen.<br />
<strong><br />
Bei der &#8220;Vorn&#8221;-Redaktion ist es genauso. Die Redakteure setzen Trends, indem sie alle die gleiche Musik h&#246;ren, den gleichen Designer tragen, sogar auf den gleichen Typ Frau stehen und den im Heft zum idealen M&#228;dchen stilisieren. Ist so viel Homogenit&#228;t &#252;berhaupt noch gut?</strong><br />
Bis zu einem gewissen Punkt bestimmt, aber dann kann sie auch etwas Erstickendes bekommen. Das war beim &#8220;Jetzt&#8221; genauso. Wir hatten interne Witze und Redewendungen, die wir sogar in Artikeln verwendeten. Wenn man sich heute eine Ausgabe von 1997 anschaut, sind manche Texte und Interviews wirklich nur f&#252;r die sieben Leute zu verstehen, die diese Witze kannten – und sich heute noch dran erinnern.</p>
<p><strong>Im Buch geht es auch um Tobias&#8217; Freundin Emily. Im Gegensatz zu ihm arbeitet sie an einem denkbar unglamour&#246;sen Ort. Letztendlich zerbricht die Beziehung daran. Wie &#228;hnlich oder un&#228;hnlich m&#252;ssen sich die zwei Welten sein, aus denen man kommt, damit das nicht passiert?</strong><br />
Ich hoffe, dass es genau solche Fragen sind, die den Roman f&#252;r die Leser spannend machen – obwohl ich leider auch keine Antwort darauf geben kann. In der Zeit nach dem Studium, mit Mitte 20, passiert das, glaube ich, sehr vielen Menschen. Man kommt in eine neue Umgebung und hat aus der alten noch jemanden mitgenommen, bei dem man sich geborgen f&#252;hlt. Aber pl&#246;tzlich passt das nicht mehr. Bei Tobias kollidiert diese Vertrautheit mit einer bestimmten Vorstellung davon, wie eine Frau sein und aussehen muss. Das ist wahrscheinlich das Drama der Liebe.</p>
<p><strong>Ich finde, manchmal h&#228;tte es in Tobias&#8217; Leben ruhig noch dramatischer zugehen k&#246;nnen.</strong><br />
Ja? Wie denn? H&#228;tte ich am Ende eine Atombombe auf M&#252;nchen fallen lassen sollen? Ich wollte ja kein Hollywood-Drehbuch schreiben, mit vielen aufregenden Plots, sondern m&#246;glichst nah an der Wirklichkeit entlang erz&#228;hlen. Da geht es dann gar nicht so sehr darum, dass ganz viel Ungew&#246;hnliches passiert.</p>
<p><strong>W&#252;rde ein Magazin wie &#8220;Vorn&#8221; heute funktionieren?</strong><br />
Da bin ich mir nicht sicher. Ich glaube vor allem, die j&#252;ngeren Journalisten von heute haben sich ver&#228;ndert. Sie sind professioneller und abgebr&#252;hter und vielleicht auch weniger begeisterungsf&#228;hig. Die w&#252;rden sich nicht mehr so schnell f&#252;r den Nabel der Welt halten, sondern eher sagen: &#8220;Wir sind ein Magazin, aber da drau&#223;en gibt es 30 000 Blogs und alles ist sowieso vollkommen dezentralisiert.&#8221; Aber ich hoffe nat&#252;rlich, dass es wieder einmal einen solchen Ort geben wird. Und wenn meine Theorie mit dem 15-Jahres-Zyklus stimmt, dann w&#228;re es ja bald mal wieder Zeit f&#252;r etwas Neues.</p>
<p><em>&#8220;Vorn&#8221; von Andreas Bernard ist im Aufbau Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro.</em></p>
<p class="code"><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/500004">jetzt.de</a>, 17. M&#228;rz 2009</p>


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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 22:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<title>An Education</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 13:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/03/05/an-education/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/aneducation-420x273-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Vermutlich bin ich f&#252;r Sie eine gefallene Frau.&#8221; &#8211; &#8220;Du bist keine Frau.&#8221; Seit Tagen l&#228;uft bei mir nichts anderes mehr als der wunderbare Soundtrack zu &#8220;An Education&#8221;. Er holt die sch&#246;nen Pastellfarben, den funkelnden Schmuck, all den Glamour zur&#252;ck, nach dem die Hauptdarstellerin sich im Film so sehnt – und den sie f&#252;r kurze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/aneducation-420x273.jpg" alt="" title="An Education" width="420" height="273" class="aligncenter size-medium wp-image-3331" /></p>
<p>&#8220;Vermutlich bin ich f&#252;r Sie eine gefallene Frau.&#8221; &#8211; &#8220;Du bist keine Frau.&#8221;</p></blockquote>
<p>Seit Tagen l&#228;uft bei mir nichts anderes mehr als der wunderbare Soundtrack zu &#8220;An Education&#8221;. Er holt die sch&#246;nen Pastellfarben, den funkelnden Schmuck, all den Glamour zur&#252;ck, nach dem die Hauptdarstellerin sich im Film so sehnt – und den sie f&#252;r kurze Zeit auch bekommt.</p>
<p>Es ist Anfang der 60er Jahre. Die 16j&#228;hrige Jenny (Carey Mulligan) und ihre Eltern leben einzig und allein f&#252;r das Ziel, dass sie eines Tages ein Studium in Oxford beginnen kann. Jenny spielt Cello, nur um im Bewerbungsgespr&#228;ch ein Hobby angeben zu k&#246;nnen, muss immer p&#252;nktlich um zehn ins Bett und bekommt zum Geburtstag – autsch &#8211; ein neues Lateinw&#246;rterbuch. Wenn sie der strengen Aufsicht ihres Vaters einmal entrinnen kann, raucht sie filterlose Zigaretten und h&#246;rt franz&#246;sische Musik. Frankreich, das ist ihr gro&#223;er Traum, er steht f&#252;r Freiheit, Genuss, Lebensfreude und ist doch viel zu weit weg von den nass-grauen Londoner Vororten. Bis David auftaucht.</p>
<p>Der charmante Mann mit dem schicken Auto (Peter Sarsgaard) ist locker doppelt so alt wie sie, aber er interessiert sich f&#252;r Kunst, f&#252;r Musik, f&#252;r Frankreich! Um Jenny ist es geschehen. Und zu ihrer &#220;berraschung (und der des Publikums) auch um ihre Eltern: Mit seinen &#252;bertriebenen Komplimenten (&#8220;Du hast mir nicht gesagt, dass du eine Schwester hast, Jenny!&#8221;) und w&#252;sten Geschichten &#252;berredet er sie immer wieder, Jenny &#8220;entf&#252;hren&#8221; zu d&#252;rfen – in verruchte Bars, auf eine Hunderennbahn und schlie&#223;lich nach Paris. Es ist die glitzernde Welt ihrer Tr&#228;ume, und erst sp&#228;t erkennt Jenny, dass in dieser Welt nicht alles so ist, wie es scheint.</p>
<p>Das Drehbuch zu &#8220;An Education&#8221; hat &#8220;High Fidelity&#8221;-Autor Nick Hornby verfasst. Es basiert auf einem autobiografischen Artikel der Journalistin Lynn Barber. Das ist wohl auch der Grund daf&#252;r, dass das Ende des Films eher seicht ausf&#228;llt. Als Zuschauer fragt man sich da wieder einmal, wie Filmemacher mit real-life-Vorlagen umgehen sollten: Ist es besser, wenn sie nah an der Vorlage bleiben und damit ein allzu erwartbares Ende in Kauf nehmen, oder sollten sie, ganz Quentin-Tarantino-m&#228;&#223;ig, ruhig mal die Geschichte verdrehen und sie sch&#246;n dramatisch machen?</p>
<p>Das ist auch schon alles, was ich an diesem Film kritisieren kann, und l&#228;ngst kein Hindernis, ihn mir bald noch ein zweites und drittes Mal anzuschauen. Die Musik, die Ausstattung und erst recht die Schauspieler sind einfach zu gut! Alfred Molina als strenger, ur-moralischer Vater hat hier eine ganz &#228;hnliche Rolle wie in &#8220;Chocolat&#8221;. Und dass man die grandiose Rosamund Pike nicht &#246;fter sieht, kann nur an ihrer makellosen Sch&#246;nheit liegen, mit der sie bereits Keira Knightley in &#8220;Stolz und Vorurteil&#8221; zumindest streckenweise die Show stahl.</p>
<p>Dann ist da nat&#252;rlich Carey Mulligan, die absolut zurecht schon jede Menge Preise f&#252;r ihre Hauptrolle bekommen hat. Und auch, wenn sie den Oscar dieses Jahr vielleicht noch an Gabourey Sidibe (&#8220;Precious&#8221;) abtreten muss, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie selbst einen bekommt. Schade blo&#223;, dass Peter Sarsgaard bei all dem Rummel um die junge Kollegin in den Schatten ger&#228;t &#8211; etwas, das ihm irgendwie st&#228;ndig passiert, obwohl er ein so guter Schauspieler ist.</p>
<p>Jedenfalls: Wer Lust hat auf eine Mischung aus &#8220;Mona Lisas L&#228;cheln&#8221; und dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0oWGD5yYS9g">&#8220;Miss Dior Cherie&#8221;</a>-Spot von Sofia Coppola, sollte diesen Film nicht verpassen.</p>


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