Darum gings: Marketing gehört heute zu den Soft Skills, für die wir keine extra Kurse mehr brauchen.
Die Befürchtung: Herr Doktor Kernstock versteht alles falsch, macht mich bei der Abschlusspräsentation zur Schnecke und gibt dann der ganzen Gruppe eine 4,0. Und mein anderer Marketing-Dozent, Professor Kenning, ruft mich in sein Büro und lässt mich 100 Mal “Marketing ist marktorientierte Unternehmensführung” an die Tafel schreiben.
Das kam von Herrn Doktor Kernstock: eine 1,0.
Lieblingsleserbrief (von meinem Kommilitonen): “treffend, frech, markant – angenehm anders!” – da haben sich die fünf (!) Versionen, die es von dieser Kolumne gibt, ja gelohnt!
Das versprochene Foto vom Anschwimmen:

Und dann? Dann kam ein kleiner Skandal. Meine Uni wächst und wächst und plant deshalb schon seit Jahren einen Neubau. Eigentlich war das auch alles abgesprochen, aber dann blockten die Verantwortlichen im Gemeinderat plötzlich ab. Als das rauskam, ließ die passende Kampagne natürlich nicht lange auf sich warten: Im Vorfeld einer Gemeinderatssitzung organisierten die Studenvertreter eine “Freiluftuniversität”, bei der unsere Dozenten Open-Air-Vorlesungen hielten. Um schon mal deutlich zu machen, wie Studieren so ist, ohne Dach über dem Kopf. Inzwischen hat das Präsidium einen Termin beim Gemeinderat.
Frage, die bleibt: Liegt die ganze Kampagnenmacherei vielleicht nur daran, dass es im (bösen, bösen Bachelor-)Studium keinen anderen Weg mehr gibt, seine Kreativität auszuleben?



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