In dieser Folge KNALLTS! Ich besuche meinen Opa und gehe mit ihm auf die Jagd.
Und für alle, die sich in Sachen Jägerkauderwelsch fortbilden wollen, gibt es als besonderes Schmankerl unser kleines Jagdwörterbuch.
Hurra! Wir freuen uns riesig, dass dieser Film für den Deutschen Reporterpreis 2011 nominiert wurde.


Eine fabelhafte Doku! Sehr professionell!
I enjoyed watching! :)
Ein widerliches Thema!
Horrido! Fantastisch! FlattrFlattr!
Wie immer: ganz wunderbar! Vielen Dank.
46 Sauen, 4 Rehe und 4 Füchse … klingt schon ganz schön viel. Gibt es da eine max. Zahl, die geschossen werden darf / muss?
Und wenn es vorwiegend darum geht, den Wildbestand zu verringern, damit die Jungpflanzen im Wald nicht kaputtgemacht werden, wieso werden dann auch Füchse geschossen?
Sehr geil! Das Wild auf der Motorhaube bei 4:25 ist der absolute Knaller!
Achja, da hab ich glatt das Lob vergessen :D
Toll gemachtes Video! Gibt einen sehr guten Einblick in die Jagd und ist sehr informativ gemacht.
Tolles Video. Sehr gut gemacht. Bitte mehr Videos :)
Tolles Video. Macht Spaß. Und schön zu sehen, dass Du ein neues Verhältnis zu toten Tieren bekommst.
Was fehlt: Ein kritischer Blick auf die Jagd: Drück- und Bewegungsjagden stehen seit Jahren massiv in der Kritik. Auch bei Jägern. Und diese Zufallsfüchse ärgern mich auch.
Aber das kann man ja mal schriftlich nachschieben ;).
kann mich da nur anschließen. echt klasse gemacht. Weiter so :-)
Schleichwerbung! Bloggergate ahoi! ;)
Wie immer: Wunderbar! :-)
Ich finde Jagd problematisch. Mehr so aus dem Bauch heraus, es mag gute Gründe aus Naturschutzperspektive fürs Jagen geben, der Förster deutet sowas ja auch an, aber der Gedanke, dass jemand schlicht wegen der eigenen Befriedigung ein Lebewesen tötet, ist mir, entschuldigung, zuwider.
Auf der anderen Seite: mal wieder ein tolles Video. Kluger Schnitt, zurückhaltende aber passgenaue Kommentierung, nicht zuletzt ganz tolle Kameraführung. Chapeau.
Vielen Dank für eure Kommentare! Schön, dass (zumindest den meisten von euch.. :) das Video so gut gefällt.
Jagdspezifische Fragen wie die von Marc werde ich erstmal sammeln und demnächst an meinen Opa weitergeben – die Antworten reiche ich also auf jeden Fall nach!
Und was die kritische Seite der Jagd angeht, stimmt das natürlich: Sie kommt im Film nicht vor. Das liegt vor allem daran, dass wir das Ganze als Reportage ohne “externe” Interviews gestalten wollten. Da habe ich mich, ehrlich gesagt, auch drauf verlassen, dass in den Kommentaren eine Diskussion zustande kommt – und das tut sie ja auch! Also bitte weiter streiten!
Wenn der Förster mit Blick auf die Bestandsverringerung dabei ist, würde mich auch interessieren, wie da die Limits sind (ich denke mal es gibt welche).
Dass das Video keine externen Beiträge beinhaltet, gefällt mir eigentlich gut, so gibt der Jagdtag einen schönen Rahmen. Außerdem kommt das “sich das selbst mal angucken” gut rüber, was du ja nun auch gemacht hast. Ich find’s gut so wie es ist und bin gespannt was hier in den Kommentaren noch passiert. :)
Schön zu sehen wie deine Filme immer professioneller werden. :)
Auch wenn ich auf das Thema Jäger gar nicht gut zu sprechen bin, halte ich es trotzdem für eine richtig tolle Doku!
Dein Statement am Ende ist am besten. ;)
Würden die Jäger den Bestand durch Futterkrippen u.ä. nicht künstlich hochhalten, müssten sie später auch nicht mehr so stark regulierend eingreifen. Aber ich kann ja verstehen, dass man sein eigenes Gewissen beruhigen will. Notfalls auch mit vorgeschobenen Argumenten.
“Kill die Sau!” :D Für mich ist ja solch Mord und Totschlag nichts. Ich würde die Wildschweine lieber streicheln, wenn sie denn nicht so garstig wären. ^^
Ich kann verstehen, dass einem die Vorstellung der Jagd nicht behagt, mir ebenso wenig aber dennoch…finde ich viele Kommentare hier zu kritisch. Ich glaube nicht, und da spreche ich aus jagdfamiliärer Erfahrung, dass es die “Lust am Morden” ist, sondern dieses Ganze drum herum…die Natur, die Vorbereitung, die Frühe, die Hunde, das Gemeinsame.
Andererseits…Wild schmeckt halt auch gut. ;)
*gnihi* Ich glaub, damit kannst du Peta in den Wahnsinn treiben: Das schönste am Wildschweine abknallen ist das gemeinsame Erlebnis in der Natur! :D
mir gehts ja gar nicht darum, das Töten als Akt schön zu reden, sondern darum, zu sagen, dass man hier nicht tötet, nur, um zu töten oder Tiere zu quälen. Nicht jeder Jäger war früher ein sadistisches Kind, dass in den Ameisenhaufen stieg und mit Vergnügen Insekten zerquetscht hat. So wird das aber oft dargestellt. Als wären Jäger perverse Leute, die sowas geil finden und keinen Respekt vor dem Tier haben.
Diesen Eindruck hatte ich tatsächlich auch nicht. Ich glaube, wir haben da sehr verantwortungsbewusste Jäger getroffen, die noch dazu viele Reglementierungs- und Kontrollmaßnahmen eingeführt hatten. Zum Beispiel durften nur Sauen bis zu einem bestimmten Gewicht geschossen werden. Wer ein zu schweres Tier tötete, musste Strafe bezahlen – die wiederum für einen guten Zweck gespendet wurde.
Mir war vorher gar nicht bewusst, wie wichtig der Begriff der Ehre in diesen Kreisen ist – und überhaupt Traditionen. Diese rituelle Seite des Jagens, beispielsweise das “Verblasen” am Ende (s. Wörterbuch..) hat mir gut gefallen.
das hat mir an diesem beitrag auch sehr gut gefallen :)
Lust am “legitimen” Mord, sehr christlich-human. Die ganze Verteidigungs- und Legitimationslinie gegenüber allen Kritikern, das nicht als Akt der Tötung zu tun, sondern der Wildpflege, entspricht vermutlich der inneren Genugtuung, gemeinsam einen Grund dafür gefunden zu haben, all die Mordslust und dabei den ekelhaften Wunsch “Mensch über Natur” unter Beweis zu stellen lässt mich die Gewalt und Zerstörungswut von Tierschützern verstehen, die das Leben der Tiere zu verteidiggen versuchen. Die sind wenigstens moralisch nur dem Menschen gegenüber verpflichtet, und nicht dem Opfer.
Ich empfinde es auch als problematisch, das Thema hier so unkritisch darzustellen. Ich hab selbst einen Jäger in der Familie und komme ursprünglich vom Dorf, wo die Jagd halt dazu gehört. Ich kenne die ganzen Argumente, die für die Jagd zu sprechen scheinen. Und halte sie für reine Ausreden, um die Lust am Töten zu rechtfertigen. Ich bin keine Ökologie-Fachfrau, gehe aber stark davon aus, dass sich das Flora-Fauna-Verhältnis im Wald ohne Jagd selbst regulieren könnte. Das massive Waldsterben auf der Erde ist sicherlich nicht dem Wild anzulasten ;)
Dennoch mal wieder ein handwerklich guter Beitrag.
Hallo Eva,
fand Dein Video auch klasse gemacht! Und Dein Zugang zum Thema Jagen ist so schön unverkrampft. Was man von manchen Kommentaren nicht sagen kann! Denn: Wieviele der Jagd-Kritiker hier sind Vegetarier? Nur die könnten hier mit Recht eine ablehnende Haltung einnehmen. Mir ist diese Art des Tiere-Tötens jedenfalls humaner als die Massenschlachtung von Massentieren in Fabrikschlachthäusern. Jagen gehört schließlich zur Menschenkultur dazu, seit es uns gibt. Aber wem’s Spaß macht, kann ja fleischlos leben, sollte aber daraus keine Ideologie machen und sich klar sein darüber, dass er/sie dabei dem Menschen einen grundsätzlichen Teil seiner Menschennatur aberkennt. Nicht vergessen: Unser Verdauungssystem ist bestens auf den Fleischverzehr eingestellt! :-))
Dass Naturpflege und Jagdlust (und Esslust hoffentlich auch!) hierzulande so schön austariert sind, ist doch eine hochzivilisierte Angelegenheit. Und ich bekenne selbstverständlich auch: Wild schmeckt einfach wunderbar!!!
Puh, harter Tobak. Du wirkst in der Szene, in der Du das “aufbrechen” erklärst, schon etwas nachdenklich / mitleidend im Vergleich zu den restlichen Statements oder bilde ich mir das ein?
Dein persönlicher Blick auf die Jagd gefällt mir gut. Man muss auch nicht immer selbst kritisieren. Vor allem, wenn Du da mit Deinem Opa unterwegs gewesen bist. Genau das mag ich an selbst gemachten Web-Dokus ja so.
Meine Erlebnisse mit Jägern auf dem Dorf waren meist deutlich negativer. Erstens waren die Jäger, denen ich bisher in AKtion begegnete grundsätzlich besoffen und bewaffnet. Wenn man dann 20 Leuten in oliv gegenüber steht, die eine Flinte in der einen und ne Pulle Schnaps in der anderen Hand haben und ihnen erklären muss, dass sie 1. vom Grundstücl gehen möchten und zweitens bitte nicht noch einmal auf die Katze des Hauses schießen sollen, ist das eine unangenehme Situation.
Und zweitens weil ich der Jagd ohne Not und Hunger sehr kritisch gegenüber stehe. Tradition hin, Notwendigkeit her. Wie weiter oben schon erwähnt wurde, könnte man den Wildbestand auch auf andere Weise klein halten.
Auf der anderen Seite habe ich selber schon geschlachtet. Und esse auch gerne Wild. Mehr Bio geht im Grunde ja auch nicht. Ach. es ist irgendwo der von Dir eben noch getwitterte Teufelskreis.
So oder so: Bitte mehr von Deinen Filmen! :)
Ich wohne am Rand eines Dorfes, das etwa genauso gross ist wie das Deines Opas. Auch wenn Jagd z. Z. wegen ausgerotteter Woelfe & Co. noetig ist habe ich hier so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich dem Jagdwesen allgemein negativ gegenueberstehe. Hier wird auf raschelnde Buesche geschossen. “Ach, war bloss ein Hund” Und auch auf einen Hund angelegt, wenn in der Richtung ein Kind herumlaeuft. Mal abgesehen davon, dass es keine 100m vom Ortsrand entfernd war.
Ich bin jetzt kein Fachmann, aber anscheinend haengt der Verbiss nicht nur von der Groesse des Wildbestandes ab sondern auch wieviel Stress man den Tieren bereitet. Einen tiergerechten Umgang traue ich den Jaegern hier nicht zu.
Erstmal voraus eine sehr gelungene Doku. Ich wollte zu einigen jagdspezifischen Fragen Auskunft geben. Ehrlicherweise bin ich dem Thema etwas voreingenommen,da ich mit der Jagd auch aufgewachsen bin. Vorweg jede Ansicht hat hier seine Berechtigung, da die Facetten der jagdlichen Ausübung sehr groß sind. Es gibt sehr gewissenhafte nachdenkliche Jäger, aber leider auch reine Mörder. So nun zu den unbeantworteten Fragen bzw. Kritikpunkten. Eine Begrenzung für die Abschusszahlen gibt es natürlich, da der Jäger den Bestand ja nur auf ein gesundes Maß reduzieren möchte. Diese Reduzierung ist allerdings notwendig, da wie als Mensch den Wald und das Feld wirtschaftlich nutzen möchten. Da wir unsere Umwelt so formen müssen natürlich auch alle anderen Parameter angepasst werden. Durch die großen landwirtschaftlich geprägten Flächen stellen wir ein Überangebot an Nahrung für das Wild da und dadurch würde sich die Populationen in ein nicht erträgliches Maß ausweiten. Ohne den Eingriff in den Wildbestand würde dieser sich natürlich auch irgendwann selbst regulieren, wobei dies aber natürlichen Gesetzen unterliegen würde. Dazu gehört, das alte Tiere qualvoll verhungern und der Ausbruch von Krankheiten (z.b.Schweinepest) wäre eine weitere Folge. Daher sehe ich den Jäger nicht als Mörder sonder als aktiven Naturschützer. So viel zum Grund der Jagd. Ich kann allerdings nicht leugnen, dass ich auch Spaß an der Jagd habe und ich finde das auch nicht verachtenswert, weil ich auch weiß warum ich das mache. Und die Jagd ist nicht nur das eigentliche Töten, sondern das reine Naturerlebnis. Ich gehe auch zu gerne zur Schonzeit (Zeit in der nicht gejagd werden darf) in den Wald und erfreue mich an dem Wild (ohne den Hintergedanken des Erlegens). Eine Verwendung des Wildes steht natürlich auch mit in dem Vordergrund, so dass ich mich auch freue, wenn ich z.B. eine Ente schieße (wo der Abschuß aus regulativen Gründen nicht notwendig ist) und diese dann auch verzehren kann. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich die Kühltruhe im Supermarkt um die Ecke, aber es ist fraglich ob das moralisch mehr zu vertreten ist. Dann zur Aussage künstlich erschaffener Wildbestände. Also wie vorab schon erwähnt, auch bei den Jägern sind die Ansichten verschieden und sicherlich gibt es gibt es solche Leute, diese stellen aber nicht die Regel da. Eine Fütterung wird nur zu Notzeiten vorgenommen, damit die Tiere im Winter nicht qualvoll verhungern müssen, sonst ist eine reine Fütterung streng verboten. Genauso verboten ist es auch betrunken eine Waffe zu führen. Aber ich merke schon ich schreibe zu viel. Also weiter so und ich bin gespannt auf neue Filme von dir.
Hallo,
Ich hab zwei Fragen zu deinem Video:
Erstens: Hast du versucht auch mal eine kritische Diskussion mit den Jägern zu führen? z.B.: Alternativen zur Jagd oder: Was ist ein “natürlicher” Wald? Ist in einem natürlichen Wald Jagd überhaupt notwendig?
Und zweitens: Warum wurden denn auch Füchse geschossen? Die richten doch keine Flurschäden an, sondern im Gegenteil, sie fressen Schädlinge und sind doch genau die Räuber, von denen es anscheinend zu wenige gibt im Wald. Außerdem wird man die doch wohl kaum essen. Wird deren Fell dann verkauft?
Ansonsten möchte ich dir ein großes Lob für die Qualität des Videos aussprechen. Ich würde mich sehr über eine Antwort auf meine Fragen freuen.
Liebe Grüße
Hi Felix, vielen Dank für deinen Kommentar – schön, dass dir der Film gefällt!
Natürlich haben wir bei den Jägern auch kritisch nachgefragt. Insbesondere bei Josef, dem Förster, den man auch im Video sieht, hat es mich ja im ersten Moment sehr gewundert, dass sich dieses Hobby mit seinem Job vereinen lässt. Aber natürlich kann man von den Jägern keine große Anti-Jagdrede erwarten. Wie oben schon beschrieben, hätten wir die Szene dafür verlassen müssen (zu einem Tierschutzverein gehen etc.), und das hätte die Atmosphäre des Films kaputt gemacht. Deswegen haben wir uns dagegen entschieden.
Was die Füchse betrifft: Mein Opa sagt, in Lieg gebe es besonders viele, und sie haben es auf Jungtiere wie Hasen und Fasane abgesehen. Deshalb habe die Fuchsjagd hier auch wieder eine regulierende Funktion.
Füchse fressen Fasane, Wachteln, Schnee- & Steinhühner etc.
Außerdem verbreiten sie bei übermäßigem Aufkommen Räude & Staupe auf andere Wildarten. Und das ist nicht nicht besonders schön!
so ganz schnell zu den fragen. Also in einem natürlichen Wald (große Waldflächen ohne wirtschaftlichen Nutzen) ist defintiv keine Jagd notwendig. Solche Waldgebiete finden wir bei und aber nicht, da sie für Großraubwild zu klein (Autobahnen etc.) und eine wirtschaftliche Nutzung auch primär gefordert ist. Füchse werden auch nur deshalb erlegt um den Bestand zu regulieren, anderweitig würde dieser Sich irgenwann auch selbst reguliern. Aber im Wald macht der Fuchs keine Schaden, so dass keine zwingende Notwendigkeit besteht. In der Feldflur wird er erlegt, weil man z.B. einen Fasanbestand schützen möchte. Das Fell kann natürlich genutzt weden,ist aber eher selten der Fall.
Hallo Eva, da ich selber aus einer Jägerfamilie stamme, hat mir Dein Film sehr gut gefallen, vor allem, mit welcher Natürlichkeit Du Deine “Erfahrung” schilderst- da ich den Tip von FRitz Radio bekam, habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass zum Schluss irgendeine fiese Ironie kommt- aber die kam gar nicht, echt mutig von Dir!
Nicht, dass die ganze Ansammlung von skurrilen Ritualen und Redenswendungen nicht eines entsprechenden Kommmentars würdig wäre- wenn man damit nicht aufgewachsen ist, mutet diese archaische Art und Weise, sein Fleisch zu erbeuten und es zu zelebrieren, schon sehr schräg und für viele natürlich auch abstoßend an.
Ist man wie ich damit verwurzelt, weiß man das Erlebnis “Natur pur” zu schätzen und geht respektvoll und dankbar zur Jagd -und genießt es, sich mit der Wildnis zu verbünden. Danke!
Hallo Eva,
Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen. Vorallem Deine offene, neugierige und objektive Art. Ich finde den Beitrag einfach nur toll und möchte am liebsten auch gleich waidwerken.
Im Übrigen haben Naturschützer festgestellt, dass in den Wäldern wo nicht gejagt wird, die Anzahl an Wildtieren geringer und die körperliche Verfassung schlechter ist.
Außerdem stellte man fest, dass ohne Bejagung der kleinen laufenden- und fliegenden Jäger (von Fuchs bis Krähe), die einheimischen Singvögel kaum eine Überlebenschance haben.
Was Dein Opa macht find ich echt cool. Der rockt ;-)
LG
Robert
Wirklich eine sehr gut gemachte Doku. Hat mir sehr gefallen. Mein Favorit ist 5:06, darüber würden sich sehr viele Jäger sehr freuen. Ich habe trotzdem darauf verzichtet ins Jägerforum zu verlinken, damit die Jagdgegner hier nicht den Bloq zerschießen.
Ohne zu wissen wie ich eigentlich auf die Seite gekommen nur eins: Sch’ komm gerne wieder!
Also ich find den Beitrag gut gemacht. Vor allem OBJEKTIV und unkritisch.
Da ich beruflich sehr stark auch in das Thema Ökologie, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Jagd eingebunden bin kann ich zu dem leider vielfach geglaubten “die Natur regelt sich selbst” nur folgendes sagen: Das ist richtig in einer Naturlandschaft. Nur haben wir die in Deutschland nirgendwo. Ganz Deutschland, ganz Europa ist eine vom Menschen gemachte Kulturlandschaft (ok, Tundra in Skandinavien mal außen vor), alles andere ist vom Menschen künstlich geschaffen. Und da die Tiere, die normalerweise die Steppe bevorzugen würden wie Rotwild zB, in die Wälder gedrängt wurden und diese nicht verlassen dürfen, hat es nichts mit künstlichem Hochhalten der Bestände zu tun sondern ist TIERSCHUTZ! Sonst rotten Politik und selbsternannte Naturschützer die nächste Art aus… ;)
wird warscheinlich keiner mehr lesen, aber ich bin erst vor kurzem auf diese- nebenbei gesagt sehr schöne und frische- reportage gestoßen und will jetzt auch mal meinen senf dazu abgeben bzw. einiges klarstellen:
wie schon im beitrag erwähnt dient die jagd der gewährleistung einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft in dem man die wildarten die dort erheblichen Schaden anrichten reguliert.
da die jagd ausserdem den erhalt eines gesunden und artenreichen wildbestandes zur aufgabe hat, ist die fuchsbejagung unabdingbar. diese erfolgt nicht nur zum schutz von hasen und kaninchen, sondern auch zum schutz vieler verschiedener singvögel die in unseren künstlichen wäldern ohnehin schon erhebliche schwierigkeiten haben. würde man den füchsen also kein einhalt gebieten, hätten diese arten überhaupt keine chance.
man muss an dieser stelle einfach begreifen dass unser wald nichts anderes ist als ein kartoffelacker, künstlich von menschenhand angelegt, denn oftmals hört man ja:”man soll die natur, natur sein lassen.” lediglich in einigen nationalparks gibt es einen geringen anteil an urwald, dort wird dann aber auch nicht gejagt.
die winterfütterungen sind in meinen augen auch vollkommen gerechtfertigt. denn nur so kann man den wildbestand KONTROLLIERT regulieren. es geht nicht allein darum irgendwie den bestand niedrig zu halten.
die jagd ist eben auch, neben der Land- und Forstwirtschaft eine wirtschaftliche arbeit, also eine Jagdwirtschaft. hier muss eben auch ein gewisser finanzieller ertrag erbracht werden.
es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand die jagd aus moralischer sicht verwerflich findet. aber solche leute finden dann eben auch jede art von schlachten und überhaupt fleisch essen nicht richtig. das ist aber kein argument allein gegen die jagd. und wenn man den aufwand sieht den die jäger sich machen um dem erlegten wild die letzte ehre zu erweisen, dann ist dies doch wohl noch die am ethnisch korrekteste art ein tier seins lebens zu berauben.
so…wollt ich mal gesagt haben. is zwar ne ganze menge, aber trotzdem erhebe ich kein anspruch auf vollständigkeit. ;-)
in diesem sinne
Waidmannsheil
Hallo Eva !
Da hast Du einen sehr schönen Beitrag über ein sehr kontoverses Thema auf die Beine gestellt ! Und warst dabei erfrischend unverkrampft und unvoreingenommen. Gut gemacht !
Es ist schön wenn junge Leute sich ohne Scheuklappen offen und mutig auf solch ein Thema und Betroffene zugehen,bereit sich wirklich erstmal ein eigenes Bild zu machen.
Viel zu viele junge Leute sind schon mit Meinungen und Vorurteilen zugenagelt und blicken nicht mehr über den Tellerand.
Du schon. Mach weiter so !!!
Thorben
Sehr guter Film zum Thema Jagd.
Hallo,
der Film ist ganz hervorragend und fängt einige Aspekte der herbstlichen Jagden gut ein.
Für einen Jäger, der Wild und Wald liebt, ist es jedoch immer befremdlich Kommentare wie diese zu lesen:
- Und zweitens: Warum wurden denn auch Füchse geschossen? Die richten doch keine Flurschäden an, sondern im Gegenteil, sie fressen Schädlinge und sind doch genau die Räuber, von denen es anscheinend zu wenige gibt im Wald. Außerdem wird man die doch wohl kaum essen. Wird deren Fell dann verkauft?
- Würden die Jäger den Bestand durch Futterkrippen u.ä. nicht künstlich hochhalten, müssten sie später auch nicht mehr so stark regulierend eingreifen. Aber ich kann ja verstehen, dass man sein eigenes Gewissen beruhigen will. Notfalls auch mit vorgeschobenen Argumenten.
-Lust am “legitimen” Mord, sehr christlich-human. Die ganze Verteidigungs- und Legitimationslinie gegenüber allen Kritikern, das nicht als Akt der Tötung zu tun, sondern der Wildpflege, entspricht vermutlich der inneren Genugtuung, gemeinsam einen Grund dafür gefunden zu haben, all die Mordslust und dabei den ekelhaften Wunsch “Mensch über Natur” unter Beweis zu stellen lässt mich die Gewalt und Zerstörungswut von Tierschützern verstehen, die das Leben der Tiere zu verteidiggen versuchen. Die sind wenigstens moralisch nur dem Menschen gegenüber verpflichtet, und nicht dem Opfer.
Diese Kommentare beweisen nur, dass alle Öffentlichkeitsarbeit nicht wirklich zu einer besseren Aufklärung führt. Leider scheint diese ganze Arbeit nicht auf fruchtbaren Boden zu fallen.
Der Informationsstand der Bevölkerung was Jagd angeht tendiert offensichtlich gegen 0 wenn Fragen nach einer Raubwildbejagung aufkommen oder jemand sogar die Vermutung äußert Wild in der Notzeit beizustehen sei eine Art Mast…aber offen zur Gewaltätigkeit gegen andere Menschen aufzurufen wie im letzten Kommentar geschehen, disqualifiziert den Verursacher einer solchen Hassrede als geisitg gesundes Mitglied der gesellschaft.
Jagd ist sicher ein komplexes Thema, aber einfach ins Grüne hinein zu kommentieren ohne sich mit dem Thema nur im Ansatz beschäftigt zu haben, wäre so als würde ich Kommentare zu einem “Schminkblog” schreiben.
Die Jagd erfährt ihre Legitimation, schon alleine durch die Tatsache, das auf diese Weise Fleisch gewonnen wird. Eine Argumentation dahingehend ,sich unnatürlich rein von Pflanzen zu ernähren, entbehrt dem Blick für die Realität.
Waidmannsheil und ho Rüd ho
Hallo Eva,
der Beitrag hat gut getan! Du hast Dich an ein Thema gewagt, das für viele Menschen tabuisiert ist. Und Du hast es authentisch und vorurteilsfrei getan. Daran sollten sich viele Jagdgegner ein Beispiel nehmen: Du hast es Dir erst angeschaut, bevor Du Dir ein Urteil erlaubt hast. Vielen Dank dafür!
Beste Grüße und Waidmannsheil!
Mike
Klasse Filmchen – Chapeau!
……. tuffiges Video zu einem oftmals schwierig zu vermittelden Thema.
Großartig wie Opa nervös mit den Fingern spielt als er die Kamera vor sich hat !
Weiter so, ich fand es klasse !
Waidmannsheil
Bin grade zufällig über den Beitrag gestolpert und habe mich sehr darüber gefreut. Ich war früher entschiedener Jagdgegner. Da ich mich aber grundsätzlich auch intensiv mit der Sichtweise der “anderen Seite” beschäftige, mich gründlich in dieses äußerst komplexe Thema eingelesen habe und dann auch mal auf Ansitz und Pirsch mitgegangen bin, habe ich inzwischen meine Meinung zur Jagd geändert. Wenn ich nachträglich so zurückschaue, was für bescheuerte und falsche Argumente ich damals vertreten habe, weil ich nichts über das Thema wusste und nur das nachgeplappert habe, was ich in meinem sozialen Umfeld als “einzige, vertretbare Meinung” gehört hatte, dann ist mir das heute noch peinlich. Inzwischen bin ich sehr viel klüger. Forschungsarbeiten, Studien und Statistiken helfen sehr dabei, daß man ein wesentlich realistischeres und umfassenderes Bild kriegt. Da legt man dann bald die emotionalen und ideologischen Scheuklappen ab.
Man muß die Zusammenhänge zwischen Ökologie und Ökonomie wirklich studieren um zu begreifen, daß die Jagd notwendig ist. Würde die Jagd von heute auf morgen verboten, hätten wir in spätestens ein bis zwei Jahren eine gigantische (und ständig weiter wachsende) Wildschweinpopulation, die uns die Äcker kahlfressen würde. Da würde sich nichts natürlich regulieren. Durch das Überangebot an Mais (und anderen Energiepflanzen für Öko-Strom und Öko-Sprit) haben die Schweine gar keinen Grund sich selbst zu regulieren. Die Selbstregulation setzt nur ein, wenn es nichts mehr zu fressen gibt.
Schöner Film und weiter so ;-)
Hallo Eva,
vielen Dank für dieses frische, unverkrampfte Video zum Thema Jagd. Es hat mich sehr berührt.
Ich selber habe keine jagenden Vorfahren, war aber als Kind und Jugendlicher immer draußen im Wald, Wildtiere in freier Natur zu beobachten war für mich das Größte. Irgendwie bin ich zwangsläufig zur Jagd gekommen. Für mich ist jagen die ursprünglichste Naturerfahrung überhaupt, die vielen Stunden im Revier, das Erleben der Natur, vollständige Ruhe, Vogelstimmen, Wärme, Kälte, Regen, Schnee……
Jeder Schuss auf ein Stück Wild ist genau überlegt und abgewogen und nach jedem Schuss stehe ich vor dem Lebewesen das ich getötet habe und selle mich der Verantwortung die damit verbunden ist.
Wie über 90% der Bevölkerung esse ich Fleisch und ich bin mir bewusst dass dies nur möglich ist wenn ein Tier getötet wird. Wildtiere leben frei und fressen was ihnen schmeckt, sie werden nicht auf engen Raum eingesperrt , gemästet und mit Medikamenten behandelt. Sie werden nicht über weite Strecken zu einem Schlachthof transportiert wo sie in Panik auf ihre Tötung warten. Jagd ist die humanste Art der Fleischgewinnung.
Und jeder Jäger wird mit der Konsequenz seines Jagens immer aufs neue konfrontiert, denn mit dem Schuss ist die Sache ja nicht abgeschlossen. Das erlegte Stück muss geborgen, fachgerecht versorgt und als Lebensmittel aufbereitet werden.
Ich kenne keinen Jäger der in der Freude über das erlegte Stück nicht auch die Verantwortung dafür empfindet dass er getötet hat. Das spiegelt sich auch im Brauchtum wieder, dem “Strecke legen”, dem “verblasen der Strecke” und dem Brauch beim ” Halali” vor dem erlegten Wild den Hut abzunehmen.