Wenn ich eines von meinen Eltern gelernt habe, dann, dass man das Haus nicht mit nassen Haaren verlässt. Zumindest nicht im Winter. Deshalb habe ich mir schnell angewöhnt, meine Haare jeden Morgen trocken zu föhnen. Und weil ich so eine innige Beziehung zu meinem Föhn habe, hier drei Sätze dazu:
Erstens. Was Haartrockner angeht, bin ich ziemlich verwöhnt. Meine Tante ist Friseurin und bekommt deshalb immer die Profi-Kataloge, aus denen man tolle bunte Lockenwickler und unkaputtbare Haarklammern bestellen kann. Letztes Jahr lag zum Beispiel eine geniale anti-statische Bürste unter dem Weihnachtsbaum. So kommt es auch, dass ich in Besitz eines übelst guten Friseursalonföhns bin: des Jaguar HD 3900. Der sorgt dafür, dass mein Pony jeden Morgen schön fluffig fällt und meine Haare in HD-Qualität glänzen. Wahrscheinlich hat nicht einmal Udo Walz einen besseren Föhn. Ihr merkt schon: Ich bin föhnverwöhnt.
Zweitens. Deswegen gehe ich nicht gern schwimmen. In öffentlichen Schwimmbädern gibt es immer nur diese komischen Föhne (das ist wirklich die Mehrzahl, ich habe es nachgeschlagen), die oft nicht einmal aussehen wie Föhne. Es sind einfach nur lange Schläuche mit einem Aufsatz – wie die Staubsauger an der Tankstelle. Zu allem Überfluss haben sie auch noch einen Power-Knopf, den man die ganze Zeit gedrückt halten muss, anstatt ihn einmal ein- und schließlich wieder auszuschalten. Als Pubertierende war ich manchmal so genervt von den Dingern, dass ich einfach mit nassen Haaren nach Hause gefahren bin. Es war eine nasskalte Novemberwoche, in der ich lernte, dass Eltern manchmal eben doch recht haben.
Drittens. Noch schlimmer als Schlauchföhnen im Schwimmbad ist es aber, überhaupt keinen Föhn zu haben. Das wiederum lernte ich, als ich zum ersten Mal meine Uni besuchte. Ich fuhr nach Friedrichshafen, zum „Studieren Probieren“, und durfte freundlicherweise in einer Studenten-WG übernachten. Was ich vorher nicht wusste: Die WG bestand ausschließlich aus Jungs. Das ist an sich natürlich nichts schlechtes… aber diese Jungs hatten alle kurze Haare. Und deshalb keinen Föhn. Wieder war es ein nasskalter Tag, dieses Mal im Januar. Mit feuchten Haaren nach draußen, um dann den ganzen Tag zu schniefen? Keine Chance. Also fand mein erster Besuch in der Wunschuni mit ungewaschenen Haaren statt. Seitdem nehme ich meinen Jaguar HD 3900 überall hin mit. Auch nach Friedrichshafen – denn zum Glück haben sie mich ja trotzdem genommen.


Gehöre auch zu den Nicht-Föhn-Usern. Tuch um die Haare wickeln und die Kräfte der Physik wirken lassen.
Auch wenn das regelmäßig Spott der Mitbewohner gibt: Ich Kurzhaarbesitzer föhne auch jeden Morgen meine Haare.
Das muss ich logischerweise deshalb tun, weil ich mir jeden morgen die Haare wasche. Und dieses widerrum deshalb, weil sich meine Haare beim Schlafen immer so extrem verlegen, dass da das stärkste Haarwachs der Welt nicht gegen ankäme.
Von daher verstehe ich auch nicht, wie man ohne Föhn durch’s Leben kommt.
Ich hab zwar kurzes Haar, aber dennoch einen Föhn, falls ich mal ganz schnell trockene Haare brauche. Es ist so ein praktischer kleiner für Reisen, wo man den Griff umklappen kann. :)
Ich habe seit Jahren keinen Fön mehr benutzt – der gibt meinen ohnehin schon lockigen Haaren noch mehr Volumen, sodass es dann immer sehr nach Afro aussieht. Und Schwimmbad-Föhne sind zwar von absolut schlechter Qualität, aber alleine der Geruch und der Ton sind für mich ein elementares Kindheitserlebnis.
[Klugscheißanmerkung: Am Ende von "Erstens" fehlt dem "fönverwöhnt" ein "w".]
Der letzte Fön explodierte in meiner Hand und während das Licht schon ausgefallen war schlug er Funken sprühend auf den Boden. Schwarze Spuren auf der Haut.
Ich föne mich eigentlich nur, weil die Zeit durch das späte Aufstehen morgens knapp ist und in nassem Haar das Wachs nicht hält…
Da schreibt man mal so einen total mädchenmäßigen Artikel über Haare und es kommentieren nur Jungs. Herrlich!
Und Max, danke für den Hinweis, ist korrigiert!
Das liegt wohl daran, weil die Mädchen mit dem Föhnen beschäftigt sind!
Ich hoffe “Föhn” ist kein Synonym für ein anderes Mädchenwerkzeug…
Btw. Diese öffentlichen Schlauchföhne sind nicht nur gruselig sondern auch noch iiihhh, letztens habe ich einen Opa beobachtet wie er damit sein Fuss abgeföhnt hat!
Ich als Mädchen habe gar keinen Föhn!!
Muss ich mir jetzt Gedanken machen?
Ich habe gar keine Zeit, meine Haare zu föhnen, ich wickele mir ein Handtuch um den Kopf bis die Haare nicht mehr tropfen, dann wickele ich sie mir in einen Knoten. Wenn es draußen zu kalt sein sollte für nasse Haare gibts halt ne Mütze… Aber da ich meine Haare eh abends Wasche gehe ich dann auch selten noch weg danach. Und morgens sind die Haare dann trocken und schön locker-luftig-lockig =)
Ich denke allerdings grade darüber nach einen Föhn anzuschaffen, damit meine diversen Kinder nicht mit nassen Haaren rumlaufen müssen…
@Katha:
Nasse Haare und dann Mütze auf den Kopf! Iiiiih! Allein schon der Gedanke an dieses Gefühl lässt die fortwährende Liebe zu meinem Braun-Fön erstarken.
@Olaf- ja, es gibt tatsächlich schöneres als das *gg* Aber das passiert mir ja wie gesagt auch nur selten… ;-)
Ich hatte ähnliche Eltern: also immer föhnen, damit es keine Mittelohrentzündung gibt ;-)
fön wird überbewertet.
was trotzdem ganz okay ist, den fön in der früh als heizstrahler zu zweckentfremden. meine freundin schwört darauf.
cheerz :-)
Sehr schön, endlich gibt es einen Ort im Internet, an dem sich auch Jungs mal ungeniert übers Föhnen auslassen dürfen! Da bin ich natürlich auch dabei: Neulich hatte ich die Gelegenheit, in einem fremden Haushalt einen dieser Föhnaufsätze mit Plastiknöppeln (Fachbegriff unbekannt) testen zu dürften. Bei Locken der absolute Knaller!!
Beim Real hier (Hemmingen/Hannover) gibts grad die Treue-Aktion Braun-Fön – Testsieger Stiftung Warentest 2009 – für nur 29,99€. Da ich keinen Fön besitze wollte ich das Ding natürlich mal testen. Meine Mutter hat den natürlich schon rumliegen.
Jetzt hab ich mir den Kopf verbrannt, weil das Ding so heiße Luft blässt… Ich emigriere wieder zum Handtuch
@Andi: Und mir fällt mehr als eine Situation ein, wo mit dem Fön noch mal ganz schnell Wäsche blitztrocknen musste.
Das Ding mit den Nöppeln heißt Diffuser – und ich liebe Diffuser.
Wenn man eine Lockenveranlagung hat, hat man danach Mega-Locken :).
Olafs erster Comment ist sehr geil!!! Und das mit dem frühs schnell noch das Lieblingsshirt trocken föhnen kenn ich nur zu gut!! :)
@Marcel : Hä? Was ist daran geil?
Kann ich so unterschreiben. Bin auch super föhnverwöhnt und schleppe mein Teil überall mit hin.