Sex mit Karasek

24. Februar 2010 · Kein Kommentar

Am Dienstag war Hellmuth Karasek zu Besuch an meiner Uni und hat aus seinem neuen Buch vorgelesen, das, wenn der Eindruck nach drei Ausschnitten nicht täuscht, so etwas wie seine erotische Biografie ist. Die ganze Zeit war ich überrascht, dass er doch viel weniger tüddelig zu sein schien als für gewöhnlich im Fernsehen – dann schmiss er jedoch kurz vor Ende der Veranstaltung noch gleich zwei Gläser hintereinander vom Podium. Aber das war okay, es war sogar gut. Genauso gut wie die Sätze und Gedanken, die er da von sich gegeben hat. Ein paar konnte ich mitschreiben.

Über Emanzipation: “Die Frauen haben die Männer längst überflügelt. Es kann nur noch eine kurze Zeit dauern, bis sie auch gleich bezahlt werden – ich schätze 70 Jahre.”

Über Helene Hegemann: “Diese Literatur ist für mich nicht mehr geschrieben.”

Über Treue: “Treue ist Mangel an Gelegenheit oder einfach Faulheit.”

Über Google Street View: “Das gab es bis zur Industriellen Revolution auf jedem Dorf! Die Nachbarn waren die stärkste Kontrolle.”

Über die Zurückweisung einer Frau: “Dafür war ich dankbar – aber nur einerseits.”

Das Buch heißt übrigens “Ihr tausendfaches Weh und Ach – Was Männer von Frauen wollen” und ist bei Hoffmann und Campe erschienen.


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