20 todsichere Wege sich vorm Lernen zu drücken
- Einen Lernplan erstellen
- Im Internet rumsurfen und sinnlose Dinge ewig recherchieren
- Einer Serie verfallen, zum Beispiel: “Gossip Girl” (wegen der Klamotten), “Sternenfänger” (wegen der Sommergefühle), “Brothers and Sisters” (weil sonst nichts mehr da ist)
- Ganz viel arbeiten
- Sehr aufwendig kochen
- Mal wieder all den Leuten eine E-Mail schreiben, bei denen man ewig nichts von sich hat hören lassen – wegen des ganzen Stresses, versteht sich
- Arzttermine einschieben: halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt, Muttermalcheck und so
- Aufräumen
- Sich beim Essen mit den Eltern verquatschen (dabei darüber jammern, wie viel man noch lernen muss)
- Die allervergammeltsten To-Do-Listen herauskramen und abarbeiten
- Anfangen Sport zu treiben
- Sich endlich erbarmen und der Schwester erklären, wie Gedichtanalyse / Photoshop / Hackfleischbällchen Braten geht
- Die Uni-Bewerbung ausfüllen (das Feld “erwartete Abiturnote” zur Sicherheit freilassen)
- Ein neues Ordnungssystem auf der externen Festplatte einführen
- Früh schlafen gehen, damit man am nächsten Tag dann endlich genug Energie zum Lernen hat
- Den Spiegel mal von vorne bis hinten durchlesen
- Knutschen macht den Kopf frei
- Sich neuerdings für diese abgefilmten Zugfahrten im Fernsehen interessieren
- Zusätzliche Lehrbücher bestellen, ohne die man gar nicht erst anfangen kann (Lieferzeit: 3 Werktage)
- Über weitere Punkte für diese Liste sinnieren
Bis jetzt 9 Kommentare
Flo 7. Februar 2009 um 4:57 Uhr
Ich musste gestern Chinesisch lernen und habe in dieser Zeit a) meinen Desktop aufgeräumt, b) meine Zeitschriften aus einer Kiste geholt und nach Themen sortiert ins Regal gestellt, bin c) endlich mal wieder Karaokesingen gegangen und habe dann doch noch d) bis fünf Uhr morgens gelernt. War nicht so gut, das mit dem fehlenden Schlaf. Achja, was die Serien angeht: Probier’s mal mit “Breaking Bad” :)
Kathi 7. Februar 2009 um 7:28 Uhr
Das ist sehr sympathischer, organisierter Selbstbetrug.
Und wünsche dir viel Spaß beim Abi, und damit meine ich nicht die Prüfungen, sondern eben alles, was so zum Schule beenden dazugehört. Die ganzen Feierlichkeiten, die plötzlche Sentimentalität gegenüber Schulfreunden und Lehrern, die Abizeitung … und sich vor dem Lernen zu drücken ist ebenfalls eine wichtige Erfahrung und bestimmt schon mal eine gute Einstimmung fürs Studium.
Chris 7. Februar 2009 um 10:47 Uhr
Oh ja, das sind wirklich gute Gründe.
Bei mir käme noch hinzu:
- mit seinen Mitbewohnern ewig in der Küche sitzen und über diskussionswürdige Themen reden, sodass man danach eh nicht mehr zum Lernen fähig ist
;)
blacky 7. Februar 2009 um 10:56 Uhr
Es hat schon seinen Grund, warum Studentenwohnheime (und -WGs) kurz vor den Klausuren am aufgeräumtesten sind: “Ich sollte eigentlich lernen, aber ich schiebe XYZ schon sooo lange vor mir her!”
franziska 7. Februar 2009 um 11:55 Uhr
Kommt mir sehr bekannt vor. Ich kannte mich während dieser Lernphasen auch sehr gut bei “Marienhof”, “Verbotene Liebe” und diesen ganzen Samstagsnachmittagsserien aus (Da kam noch “Dawsons Creek”.
Wenn du noch mehr Ablenkung brauchst: “Privileged” ist toll. Und “How I met your Mother”. Und “30 Rock”.
Eva 7. Februar 2009 um 13:55 Uhr
Franzi, in “Privileged” habe ich sogar mal reingeguckt, nachdem ich die Empfehlung in deinem Blog gelesen hatte. Die erste Folge war mir aber viel zu überzogen und Slapstikmäßig – erholt sich der Rest der Staffel davon noch?
Lena 7. Februar 2009 um 23:07 Uhr
Ich finde Black Books toll. Inzwischen kann ich alle Folgen, die ich mir ausgeliehen habe, auswendig. Sind ja auch nur 17. Da muss man eben einige öfter ansehen.
Ansonsten hilft auch: Bloggen. Bloggen, bloggen, bloggen. Je mehr ich lernen muss, desto häufiger blogge ich. Und lese Blogs im Übrigen ;)
Außerdem kann ich natürlich nicht lernen, weil ich ja das Abibuch noch an der und der Stelle organisatorisch ausbauen muss, weil ich essen muss, weil ich echt lang nicht mehr gebadet habe, weil ich neuerdings ja Buch über alle Ausgaben und Einnahmen führen muss – das dauert!, weil ich echt dringender mal wieder richtig lesen muss, das bildet schließlich noch viel mehr.
Ich wünschte, ich müsste für Bio lernen! Aber da bleibt nicht mehr viel übrig. Ich muss mich eher mal an Deutsch setzen. (Meinen Abilernplan hab ich im Übrigen auch schon gemacht. Bald fertige ich einen Plan für jedes einzelne Fach und dann einen für jede einzelne Woche an. Das dauert.)
Liebe Grüße.
Ann-Kathrin 10. Februar 2009 um 11:53 Uhr
Genaus so und nicht anders! Du sprichts mir aus der Seele. Wenn ich noch anführen darf:
Platten und CD’s sowie Bücher in neue Ordnungen bringen (z.B. nach Farben). Mein Untergang. Ich geh jetzt Arbeitsmaterial kopieren.
Lieben Gruß.
Johannes 11. Februar 2009 um 17:28 Uhr
Komischerweise deckt sich dies haargenau mit meinen Plänen… Steht eine Klausur an, so räume ich sogar freiwillig mein Zimmer auf oder finde sogar Zeit meine Ordner neu zu sortieren und abzuheften :P
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