Weltlich(t) oder „Pazifischer Ozean“ hat 5×3+1 Buchstaben

Weltlicht (Foto von Roman)

Abends leuchten mir seit neuestem Afrika und der Atlantische Ozean. Das ist sehr blaues, dumpfes Licht, aber entgegen aller mütterlichen Behauptungen schult schlechte Beleuchtung beim Lesen die Augen und verletzt sie nicht etwa.

Ich sehe mir die Welt an, während wir telefonieren oder ich auf dem Bett herumturne, aber entgegen der Erwartungen wird dadurch mein geographisches Gedächtnis nicht besser. Ich nehme nur manchmal einzelne Dinge genau wahr, Länder, Städte, Flüsse, Meere springen mir ins Auge und ich zähle ihre Buchstaben, in Dreierschritten.

Vor dem Schlafen schalte ich die Welt aus, damit ich auch ja nichts verpasse. Sie dreht sich jetzt nicht mehr, außer, ich möchte mir noch schnell Südamerika anschauen. Sowieso überlege ich in letzter Zeit, ob ich nun Schwedisch oder Spanisch lernen möchte. Im Endeffekt wird es wahrscheinlich das, was eher wieder angeboten wird.

Man muss so eine Welt anfassen, muss mit dem Finger auf ihr herumfahren, dann wird sie auf einmal ganz klein. Was ist besser: die Welt als klein anzusehen, oder als groß?

10 Kommentare

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  1. philipp sagt:

    Den, den, genau den hab ich auch.

  2. Kathi sagt:

    Für mich wird die Welt immer größer, je kleiner, sie abgebildet wird.
    (Ich habe eine riesige Weltkarte an der Wand.)

  3. wollweber sagt:

    [Vor dem Schlafen schalte ich die Welt aus, damit ich auch ja nichts verpasse.] ohhh … das ist mal wunderschön. Ich hatte früher auch mal so einen, allerdings ohne Beleuchtung. In den 70ern hatten wir ja nicht ;-)

  4. Lena. sagt:

    ich mags hier gern. das wollt ich nur mal so sagen.
    und ich glaube, es ist besser, die welt als groß anzusehen, wobei man sie nur, wenn sie klein wäre, wirklich verstehen könnte.

  5. jens sagt:

    eva, du schreibst eindeutig zu wenig auf deinem blog – dafür aber sehr schön :-)

    gruß – jens

  6. Eva sagt:

    Herzlichen Dank für das Lob! Das zu wenig liegt – schon seit Wochen, wie man vielleicht gemerkt hat – an zu wenig Ideen, und die wiederum an zu wenig Zeit. Alle sagen immer, die Jahrgangsstufe 11 sei so ein Lotterjahr, aber das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Uns werden zig Projekte gleichzeitig aufgehalst, sodass ich die Nachmittage nur noch damit verbringe. In all dem Stress bleibt kaum eine ruhige Minute – und gute Ideen kommen einfach nicht mehr. Ich verzweifle! Aber bald kommt ja vielleicht vieder eine ruhigere Phase. Hoffentlich.

  7. Florian sagt:

    ¡Español es un idioma muy importante – es muy hablado en todo el mundo y fácil de comprender, ya verás!

  8. Roman sagt:

    Oh, Florian, mh, Spanisch, mmmh.

  9. Eva sagt:

    Nach knappen fünf Jahren Latein und baldigem Erlangen des Latinums (hoffentlich!) versuche ich mich an einer groben Übersetzung, mit der Bitte um Korrektur: Spanisch ist eine wichtige Sprache für mich – ich spreche es viel und die Welt ist damit wirklich einfacher zu verstehen.
    Na? Na?

  10. Florian sagt:

    Schöne Auslegung (Latein ist ja schon ein guter Ansatz) – ich übersetz’ es einfach mal: “Spanisch ist eine sehr wichtige Sprache – sie wird auf der ganzen Welt gesprochen und ist total einfach zu verstehen, du wirst’s sehen!”
    Leider wird das auf unserer Schule nur als AG angeboten, daher habe ich nur das Grundvokabular und kann mich im Notfall gut verständigen, nach dem Abi muss ich mich mal umschauen, wo ich meine Kenntnisse ausbauen kann. Und dann ist Niederländisch dran, dann Chinesisch geplant, dann kommt eine skandinavische Sprache. Wird mit der Zeit sicherlich schwierig, aber Sprachen sind einfach toll :D

    BTW (hat jetzt nichts damit zu tun, ist aber interessant): Wusstet Ihr, dass es ein Ironiezeichen gibt? So schaut das etwa aus: ؟ [hier musste ein arabisches Fragezeichen dafür herhalten, da es noch kein offizielles Zeichen im Schriftsatz gibt].

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