Lost in Translation. Ein wunderbarer Film, ein geheimnisvoll-rätselhafter, der sich nie ganz erschließt. Wer ihn noch nicht kennt, sollte nicht weiterlesen, sondern erst schauen. Ehrlich. Denn ich habe nicht vor, viel zu beschreiben, was diesen Film ausmacht. Was mich nach wie vor am meisten beschäftigt, ist das Ende. Diese vorletzte? Vorvorletzte? Szene.
Ein unglaublicher, weil verstörender, vielleicht überraschender, vielleicht vorhersehbarer Kuss. Und Worte, die man nicht hört, und die deshalb so verrückt machen und doch ganz ruhig bleiben lassen, weil man spürt, dass es richtig so ist, wie die zwei das machen.
Trotzdem entsteht jedes Mal nach dem gemeinsamen Sehen, fast egal mit wem, die Diskussion um diese Szene. Dann wird unruhig und aufgeregt auf den Sessel gehüpft und die Hände verrenkt, weil man sich selbst nicht helfen kann aus dieser Unwissenheit. Weil man sich nicht damit abfinden kann, es der Fantasie zu überlassen, weil man wissen will.
Beim letzten Mal habe ich versprochen, zu recherchieren. Um dem endlich ein Ende zu machen, indem ich herausfinde – oder eben nicht, weil das Geflüsterte nicht existiert. Wo schaut man nach, wenn man nach solchen Details über einen Film sucht? Natürlich. IMDb. Denn da gibt es alles über jeden Film, wahrscheinlich.
“The kiss between Bill Murray and Scarlett Johansson at the end of the movie was not in the script, but was an “in the moment” ad-lib between the performers.
In the final moments of the film Bill Murray whispers something into Scarlett Johansson’s ear. This moment was improvised, as was the whole scene and it has never been publicly revealed what, if anything, was whispered.”
Ich kann mich mit meiner Fantasie abfinden.



Der Film ist so wunderbar.
PS: Schau’ dir nochmal die Endszene an und achte auf ihre Füße, wie sie sich auf die Zehen stellt. Das sieht putzig aus.
( ) Du, weißt, was “P.S.” bedeutet.
( ) Du benutzt das richtige Apostroph.
( ) Du weißt, wo Apostrophe hingehören.
Glaubst Du, dass es wichtig ist, dass der Film in Japan spielt? Welche Rolle spielt Japan/die Japaner darin?
@Rudi:
Ich hasse solche Frage-Antwortspiele die man meist nur in Newsgroups von den chronischen Klugscheißern oder von frustrierten Linuxern zu sehen bekommt, aber ich werde dir antworten, wie ich die Dinge sehe:
1. Ist das PS ein Nachtrag nach der abschließenden Grußformel. Da ich so eine nicht benutze…
2. Ja. Dass es aussieht wie ein Akzent, liegt wohl an der Schriftart.
3. Apostrophe sind Auslassungszeichen. Und da ich numal das e weggelassen.
Hej! Nicht streiten, bitte. Mensch. Solange ich die Leute verstehe, die hier kommentieren, halte ich es nicht für wichtig, ihre Schreibweisen zu berichtigen. Und wenn, dann kann ich das auch selbst. Ja? Bittedanke.
Und jaaa, ich halte Japan für sehr wichtig für “Lost in Translation”. Kaum ein anderes Volk unterscheidet sich so stark von uns selbst und gibt dem Film so die Chance, uns unendlich viele Dinge entdecken zu lassen und uns zu faszinieren; kaum ein Volk ist gleichzeitig in sich selbst so ähnlich und allgemein, dass Bob und Charlotte sich derart abheben konnten. Die Japaner sind die dritte Hauptrolle.
Der Spiegel sprach treffend von einer Dreieckbeziehung zwischen Bob, Charlotte und Tokio.
(Oder so ähnlich)
Hm. Ja, das denke ich eigentlich auch. Das mit der Dreiecksbeziehung ist eine treffende Formulierung denke ich. Wenn man als Langnase in Japan ist, kann man sehr, sehr viel über sich selbst entdecken und ich finde, das Verhalten von (westlichen) Ausländern in Japan war irre gut wiedergegeben:-) Ich dachte daher auch, die Geschichte kann nur in Japan passieren.
Eine ganze Menge meiner Freunde (mit Japan-Erfahrung) meinten nur nach dem Film, die Geschichte hätte auch in Bangkok oder Teheran spielen können (d.h. ein Land, wo man die Sprache nicht versteht und wo man sich äußerlich schon sehr abhebt). Dann würden sich Bob und Charlotte ja auch abheben….
So gesehen hätte man da natürlich noch viele Völker zur Auswahl stellen können. Aber ich denke doch, das Tokyo um einiges bunter ist als Teheran, oder? Und ich denke, Bangkok fehlte die Westlichkeit Japans. Im Film passt doch alles so, wie es ist. Deshalb, und das soll ja auch ein wenig in meinem Eintrag rauskommen, es so annehmen, wie es ist.
Da ich zu doof bin den Kommentar zum richtigen Beitrag zu posten also nochmal:
“The kiss between Bill Murray and Scarlett Johansson”
Eine Gelegenheit aus “rein professionellen Motiven” – logisch – eine junge knackige Schauspielerin küssen zu können, lässt sich doch kein alster Sack entgehen.
;-D
Klar war Japan wichtig im Film! Es geht ja um Lost in Translation und wo kann man sich als Amerikaner besser “verlieren” als in einer japanischen Ultragroßstadt? (mit ‘ßs’ ??)
Das macht auch klar warum sich Scarlett und Bill einander festhalten.
Ich glaube das ist einer der besten Filmküsse ever!
Ohja.
das ist so romantisch! und ich hoffe ja er flüstert ihr ins ohr,
dass er schnell mal nach borken fährt um eine alte freundin zu besuchen……
Ich hab mal eine Pseudoauflösung dieses Rätsels auf YouTube gesehen, in der undeutliches Geraschel nochmal “deutlich” hervorgehoben und irgendwie interpretiert wird. Leider hab ich den Link nicht mehr, aber es gibt auf jeden Fall Leute, die sich eingehend mit der Frage beschäftigt haben.
Die Interpretationen haben mir persönlich nicht gefallen (deswegen hab ich sie auch wohl schon wieder vergessen) und deswegen bleibe ich dann doch lieber unwissend. Irgendwie musste ich beim ersten Schauen auch nicht wissen, was geflüstert wird- ich fand, dass eben das Unverständliche am Besten zu dieser Szene passte.