Meine Schule ist ganz toll, sie malt das längste Bild der Welt. Zumindest der Anfang hat sogar noch Spaß gemacht: Im Winter wurden wir klassen- und doppelstundenweise, bewaffnet mit unangespitzten 6B-Bleistiften, in große Räume verfrachtet, wo wir uns auf Stoffbahnen legen und von den Mitschülern verumrissen lassen mussten. Das hat Spaß gemacht, weil wir natürlich sehr extravagante Positionen einnahmen und daraus der ein oder andere Lachanfall oder plötzliche Krampf hervorging. Und gekitzelt wurde viel, klar.
Wenn man also kilmeterlange Stoffbahnen mit den Umrissen springender, sitzender, knutschender (Schattenknutschen, versteht sich. Verharr nämlich mal minutenlang beim Knutschen, OHNE dich zu bewegen.), seilspringender, kopfstehender, liegender, geschleift werdender Schüler fertig hat, ist es Sommer. Dann werden die Stoffrollen auf dem Schulhof ausgebreitet und die Schüler bekommen statt Stiften dicke Pinsel und schöne, zum Klecksen quasi aufrufende Farbe in die Hände gedrückt und dürfen sich an den Umrissen auslassen. Nie zuvor mag unsere Schule derart viele gegelte Frisuren gesehen haben wie auf den Stoffbahnen, so schrecklich-kombinierte Anziehsachen und erst recht nicht so unproportionale Menschen.
Heute malten wir wieder, auf dem Schulhof, in der Sonne. Nach vierzig Minuten hatten wir einen Sonnenstich. Die Figuren bekamen nur noch graue Ganzkörperanzüge, und wenn man nach minutemlangen Hocken über dem noch größtenteils weißen Bild mal Farbentauschen oder, noch schlimmer, zur Toilette musste, wurde das zur Tortur: Ich taumelte regelrecht, bis ich die Tür erreicht hatte, rannte, von jeglichem räumlichen Sehvermögen verlassen, gegen den Türrahmen, um mich anschließend nichtmal im Spiegel sehen zu können. Alles war dunkel und flimmerte. Als ich den Lichtschalter betätigte, wurde es noch dunkler – das Licht war bereits eingeschaltet gewesen. Verwirrt malte ich anschließend weiter.
Dank uns wird bald die Schule im Guinessbuch der Rekorde stehen als die Schule, die das längste Bild der Welt gemalt hat. Keiner wird jedoch die unzähligen Sonnenstiche erwähnen, die all die Schüler ertragen mussten und noch müssen werden – soviel also zum Unterricht draußen.


Na dann, schön malen ;)
man könnte das längste bild an der längsten brücke aufhängen…
Oh nein, viel besser: Im Rahmen eine religiösen Schulwoche in wenigen Monaten soll es, in Anwesenheit eines Notars, von der klosterlichen Kirche am einen Ende des Orts bis raus in die Bauernschaften gespannt werden. Wir können auch gespannt sein, ob DAS klappt..
da will ich dabei sein.
Dann komm! :) Es wird wahrscheinlich eine Mordsgaudi und sicher im September sein, für deine Unterrichtsbefreiungsplanungen.
Will dann Bilder sehen, weil für ne anreise ist’s zu weit ;)
-Dani
hihi.. da komm ich auch :D
ich muss dich grad mal bitten, mir zu helfen concerning des blogs.
und zwar spinnt ja, wie du vielleicht mitbekommen hast. myblog zur zeit ziemlich rum und ich wollte fragen ob du mir erklären kannst, wie du das bei dir gemacht hast, mit den kommentierfunktionen und den einzelnen blog-einträgen. vielleicht kannst du mir ja einfach mal ne mail schreiben oder so. fänd ich äußerst nett :)
myblog.de hat ein bissl aufgeräumt (: ja ich komme dann vielleicht (: wann soll das denn sein?
Auja, komm! Am Freitag, dem 16. September. Bildmaterial folgt dann bald mal. Genau wie Post für Frauke ;)