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	<title>hurra! &#187; Kino</title>
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	<description>Das Weblog von Eva Schulz</description>
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		<title>Drei Kurzfilmkritiken (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 16:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[George Clooney]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/21/drei-kurzfilmkritiken-2/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/fantasticmrfox-e1279725279858-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Fantastic Mr. Fox Ach, was f&#252;r ein herrlicher Film! Nicht nur der beste Wes Anderson-Film bisher, sondern wom&#246;glich auch der beste Trickfilm, den ich je gesehen habe – und das liegt nicht nur an der ungew&#246;hnlichen Retro-Optik. Nein, diese Geschichte ist einfach so wunderbar verschroben (gestohlene Schw&#228;nze, Emo-F&#252;chse, Schmetterkrachen&#8230;), voller gut getarnter Extragags und diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/fantasticmrfox-e1279725279858.jpg" alt="Fantastic Mr. Fox" title="Fantastic Mr. Fox" width="210" height="113" class="alignright size-full wp-image-4153" /><font style ="font-size: 16px; font-weight: bold;">Fantastic Mr. Fox</font></p>
<p>Ach, was f&#252;r ein herrlicher Film! Nicht nur der beste Wes Anderson-Film bisher, sondern wom&#246;glich auch der beste Trickfilm, den ich je gesehen habe – und das liegt nicht nur an der ungew&#246;hnlichen Retro-Optik. Nein, diese Geschichte ist einfach so wunderbar verschroben (gestohlene Schw&#228;nze, Emo-F&#252;chse, Schmetterkrachen&#8230;), voller gut getarnter Extragags und diesem Peanuts-artigen Humor, den ich so mag.</p>
<p>Dazu kommen noch die Anderson&#8217;sche Detailverliebtheit und seine &#252;bliche Entourage: Neben Bill Murray, Jason Schwartzman und Owen Wilson (die man allesamt schon aus Vorg&#228;ngerfilmen wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/02/04/the-darjeeling-limited">„The Darjeeling Limited‟</a> kennt) sind dieses Mal auch George Clooney und Meryl Streep als Sprecher mit von der Partie. „Fantastic Mr. Fox‟ ist ein zeitloser Film, der gleicherma&#223;en f&#252;r Kinder und Erwachsene geeignet ist – und ich will unbedingt mehr davon. Oder, um es mit den Worten der Hauptfigur zu sagen: „DER PURE WILDE ANIMALISCHE WAHNSINN!‟</p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/easyvirtue-e1279725174216.jpg" alt="Easy Virtue" title="Easy Virtue" width="210" height="127" class="alignleft size-full wp-image-4151" /><font style ="font-size: 16px; font-weight: bold;">Easy Virtue</font></p>
<p>John (Ben Barnes), Sohn einer alterw&#252;rdigen englischen Adelsfamilie, bringt aus dem Urlaub eine &#220;berraschung mit: Er hat sich mit der freim&#252;tigen amerikanischen Rennfahrerin Larita (Jessica Biehl) verheiratet. W&#228;hrend seinen Vater (Colin Firth) das nicht weiter juckt, sind Mutter (Kristin Scott-Thomas) und Schwestern emp&#246;rt und machen dem neuen Familienmitglied das Leben schwer. Doch die l&#228;sst die Sticheleien nicht auf sich sitzen&#8230;</p>
<p>„Easy Virtue‟ hatte bei mir einen Vertrauensvorschuss, dank Colin Firth und des Settings im England der 20er Jahre. Leider war der auch n&#246;tig, denn der Film ist zwar am&#252;sant, hat allerdings auch seine Macken. Er ist verspielt gefilmt – aber eben manchmal zu verspielt, mit allzu vielen Spiegel- und grafischen Effekten. Und dann wird immer wieder gesungen – aber es ist dann doch zu wenig, um den Film zu einem Musical zu machen. Letztendlich w&#252;rde ich „Easy Virtue‟ nicht auf einen DVD-Abend mit Freunden mitnehmen, aber f&#252;r sonntags zum Kuchen finde ich ihn super.</p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/eclipse-e1279725202716.jpg" alt="Eclipse - Biss zum Abendrot" title="Eclipse - Biss zum Abendrot" width="210" height="139" class="alignright size-full wp-image-4152" /><font style ="font-size: 16px; font-weight: bold;">Eclipse – Biss zum Abendrot</font></p>
<p>Also vorweg: Wir hatten Freikarten. Sonst h&#228;tte ich diesen Film sicher nicht im Kino gesehen. Aber mit lauter kreischenden M&#228;dchen im Saal zu sitzen, ist auch mal ein nettes Erlebnis. Ich kenne die ersten beiden Teile und habe nach jedem gedacht: Hach, wenn dieses ganze Vampirzeugs nicht w&#228;re, w&#228;ren die richtig gut!</p>
<p>Leider gilt das nicht f&#252;r Teil Drei. Der hat n&#228;mlich zu viele L&#228;ngen, zu viel Gelaber und vor allem: zu viele Floskeln. Ein paar davon sind ja ganz lustig („Ich bin eben hei&#223;er als du!‟ &#8211; „Kann er sich kein T-Shirt leisten?‟), aber „Twilight‟ war doch nicht als Kom&#246;die gedacht, oder? Falls doch, haben die Produzenten vor allem bei der Besetzung des Bella-Vaters (Billy Burke) etwas richtig gemacht. Und dass K&#228;mpfe mit Indiemusik anstatt mit theatralischen Orchesterkl&#228;ngen unterlegt werden, finde ich auch ganz gut. Ansonsten besteht hier wohl das gleiche Problem wie bei so vielen anderen Mehrteilern: In der Mitte h&#228;ngen sie durch. So oder so &#8211; ich bin Team Jacob!</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Eleganz der Madame Michel</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 09:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marcel Wichmann]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/07/02/die-eleganz-der-madame-michel/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/dieeleganzdermadamemichel-e1278061965261-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Nie die Katze heraus lassen. Nie die Concierge hineinlassen.‟ „Die Eleganz des Igels‟ ist ein wunderbares Buch von der franz&#246;sischen Autorin Muriel Barbery, das 2007 in Frankreich erschien und kurz drauf auch bei uns zum Bestseller wurde. Und wie das so ist mit international erfolgreichen franz&#246;sischen B&#252;chern: Eine Verfilmung l&#228;sst nicht lange auf sich warten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/dieeleganzdermadamemichel-e1278061965261.jpg" alt="Die Eleganz der Madame Michel" title="Die Eleganz der Madame Michel" width="420" height="280" class="aligncenter size-full wp-image-4076" /><br />
„Nie die Katze heraus lassen. Nie die Concierge hineinlassen.‟</p></blockquote>
<p>„Die Eleganz des Igels‟ ist ein wunderbares Buch von der franz&#246;sischen Autorin Muriel Barbery, das 2007 in Frankreich erschien und kurz drauf auch bei uns zum Bestseller wurde. Und wie das so ist mit international erfolgreichen franz&#246;sischen B&#252;chern: Eine Verfilmung l&#228;sst nicht lange auf sich warten. Im Kino ist es also statt des Igels „Die Eleganz der Madame Michel‟.</p>
<p>René Michel arbeitet als Concierge in einem schicken Pariser Wohnhaus und entspricht – nach eigenen Worten – voll und ganz dem Klischee: „Ich bin Witwe, ziemlich klein, h&#228;sslich und mollig.‟ Tats&#228;chlich verbirgt sich hinter dieser Fassade aber noch eine ganze andere, elegante und belesene Madame Michel. </p>
<p>Das entdeckt zu allererst Paloma, eine junge Bewohnerin des Hauses, die das Leben der Reichen schon mit elf Jahren satt hat und deshalb beschlie&#223;t, sich an ihrem n&#228;chsten Geburtstag umzubringen. Bis dahin bleibt allerdings noch ein bisschen Zeit, die sie sich mit einem pers&#246;nlichen Videotagebuch vertreibt. Sie dokumentiert die Depression ihrer Mutter, die Zickereien ihrer Schwester und den Einzug des neuen Hausbewohners, Monsieur Ozu. Der Japaner sp&#252;rt ebenfalls, dass Madame Michel mehr ist als blo&#223; die „verwilderte‟ Concierge und stellt ihr Leben mit einer Einladung zum Essen auf den Kopf.</p>
<p>Schon bei der Buchvorlage habe ich bedauert, dass Monsieur Ozu im Gegensatz zu Paloma und Madame Michel eine eindimensionale Figur bleibt. Im Film wird diese Nebenrolle, die eigentlich eine Hauptrolle sein sollte, von Togo Igawa allerdings hervorragend ausgef&#252;llt. Genauso gut hat mir  Garance Le Guillermic gefallen, die als Paloma aussieht wie eine Zeichnung von Cornelia Funke: schlaksig, mit riesigen Wuschelhaaren, Brille und immerzu in Ringelpullis.</p>
<p>Der Film braucht einen ziemlich langen Anlauf, ehe er seine typisch franz&#246;sische Poesie entfaltet. Darin erinnert „Die Eleganz der Madame Michel‟ &#252;brigens sehr an eine andere Bestseller-Verfilmung &#8211; „Zusammen ist man weniger allein‟. Genau wie damals gilt auch hier wieder: Der Film ist zwar ganz nett, aber das Buch ist um L&#228;ngen besser. Lesen! (Zum Beispiel im Rahmen des virtuellen Lesezirkels von <a href="http://uarrr.org/2010/07/02/lesezirkel-2-die-eleganz-des-igels">Marcel</a>&#8230;)</p>


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		<title>Keep Surfing</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 20:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/06/17/keep-surfing/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/keepsurfing-420x280-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Mit Angst hab ichs nicht so.‟ Also ich will ja jetzt Surfen lernen. Aber das will ich eigentlich immer, wenn ich gerade einen Surf-Film gesehen habe, sei es „Blue Crush‟ (M&#228;dchenfilm), „Dogtown Boys‟ (Jungsfilm) oder auch blo&#223; „Surfer Girls‟ (Disneyfilm). Bei „Keep Surfing‟ ist das allerdings noch etwas anderes, denn das ist zum ersten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/keepsurfing-420x280.jpg" alt="Keep Surfing" title="Keep Surfing" width="420" height="280" class="aligncenter size-medium wp-image-4028" /><br />
„Mit Angst hab ichs nicht so.‟</p></blockquote>
<p>Also ich will ja jetzt Surfen lernen. Aber das will ich eigentlich immer, wenn ich gerade einen Surf-Film gesehen habe, sei es „Blue Crush‟ (M&#228;dchenfilm), „Dogtown Boys‟ (Jungsfilm) oder auch blo&#223; „Surfer Girls‟ (Disneyfilm).</p>
<p>Bei „Keep Surfing‟ ist das allerdings noch etwas anderes, denn das ist zum ersten Mal eine Dokumentation und die zeigt, dass man zum Surfen l&#228;ngst nicht an irgendeiner wellenumsp&#252;lten K&#252;ste wohnen muss. Der Film erz&#228;hlt Geschichten rund um den <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/10/04/was-ich-nach-5-wochen-ueber-muenchen-gelernt-habe">M&#252;nchner Eisbach</a>, in dem es eine magische stehende Welle gibt, auf der seit Jahrzehnten gesurft wird. Und fast genauso lange hat der Regisseur Bj&#246;rn Richie Lob das gefilmt.</p>
<p>Dieses Thema ins Kino zu bekommen, stelle ich mir nicht leicht vor. Zum Einen, weil es ein absolutes Nischenthema ist, und zum anderen, weil sich dort das &#252;bliche Sportfilmproblem einstellt: dass ein und der selbe Sport f&#252;r den Laien auf Dauer (96 Minuten) langweilig anzuschauen ist. Doch diese Herausforderung meistert „Keep Surfing‟ mit Bravour. Die Bilder sind wunderbar scharf und nah und abwechslungsreich. Es gibt atemberaubende Zeitlupen, in denen jeder Wassertropfen auf der Leinwand glitzert, &#228;sthetische Draufsichten und nostalgische Super 8-Aufnahmen. Das wirkt, kombiniert mit einem ausgefeilten Sounddesign, wie die von den Surfern so gef&#252;rchteten Strudel, wie ein „Tornado unter Wasser‟: Ratzfatz saugt der Film einen auf und l&#228;sst bis zum Schluss nicht mehr los.</p>
<p>Es geht um dieses ganz bestimmte Lebensgef&#252;hl, um pers&#246;nliche Schicksale, um Abenteuer – und dabei immer, immer um die Suche nach der perfekten Welle. Das f&#252;hrt zu so spektakul&#228;ren Aufnahmen wie denen vom Jahrhunderthochwasser 2005, als die Surfer von den M&#252;nchner Br&#252;cken in die offene Isar sprangen, nur f&#252;r ein paar Minuten Nervenkitzel – bis die Polizei sie wieder raus holte.</p>
<p>„Keep Surfing‟ ist ein Film von Surfern f&#252;r Surfer. Als Insider konnte Lob ganz nah an seine Protagonisten herankommen und neben surfenden Kameram&#228;nnern, Informatikern und &#196;rzten auch Meister des Wassersports aus der ganzen Welt gewinnen, die nur der einen Welle wegen zum ber&#252;hmten Eisbach reisen. Dieser Insider-Blick hat den Nachteil, dass die Dramaturgie ein wenig durcheinander ger&#228;t. So erf&#228;hrt der unwissende Zuschauer erst recht sp&#228;t, dass die geheimnisvolle Eisbachwelle blo&#223; dank einer nicht ganz legalen Konstruktion ganzj&#228;hrig steht (und auch ganzj&#228;hrig genutzt wird, wie zum Ende hin gezeigt wird).</p>
<p>Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch, dieser ganz besonderen Surferstimmung. Entspannt und mit einem fr&#246;hlichen Grinsen verl&#228;sst man deshalb das Kino und schielt aus den Augenwinkeln schon auf den n&#228;chsten Fluss, auf der Suche nach der perfekten Welle.</p>
<p><object width="500" height="304"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nfq6THyoRyQ&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nfq6THyoRyQ&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="304"></embed></object></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Chloe</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 20:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/04/26/chloe/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/chloe-420x278-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„I guess I&#8217;ve always been good with words.‟ „„Chloe‟ kommt wie ein billiges Klischee daher.‟ intro „Trotzdem geht bei [Atom Egoyan] der Erotik-Thriller aus denselben Gr&#252;nden an sich selbst zu Grunde wie bei jedem dahergelaufenen St&#252;mper auch.‟ Frankfurter Rundschau „Dass die wahre Beschaffenheit dieses ungl&#252;ckseligen „Dreiers‟ f&#252;r den aufmerksamen Zuh&#246;rer viel zu fr&#252;h enth&#252;llt wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/chloe-420x278.jpg" alt="" title="Chloe" width="420" height="278" class="aligncenter size-medium wp-image-3448" /><br />
„I guess I&#8217;ve always been good with words.‟</p></blockquote>
<p>„„Chloe‟ kommt wie ein billiges Klischee daher.‟ <i>intro</i></p>
<p>„Trotzdem geht bei [Atom Egoyan] der Erotik-Thriller aus denselben Gr&#252;nden an sich selbst zu Grunde wie bei jedem dahergelaufenen St&#252;mper auch.‟ <i>Frankfurter Rundschau</i></p>
<p>„Dass die wahre Beschaffenheit dieses ungl&#252;ckseligen „Dreiers‟ f&#252;r den aufmerksamen Zuh&#246;rer viel zu fr&#252;h enth&#252;llt wird, f&#252;hrt leider fr&#252;h zu Ern&#252;chterung.‟ <i>film-dienst</i></p>
<p>„Vergessen wir das schrecklich banale, auch noch das letzte Geheimnis aufl&#246;sende und dem Regisseur unw&#252;rdige Ende, das klar macht, dass der Meister hier doch nicht ganz auf eigene Rechnung gearbeitet hat.‟ <i>Berliner Zeitung</i></p>
<p>„Leider setzt auch Atom Egoyan, von „Exotica“ bis „Felicia’s Journey“ ein Star-Autorenfilmer der 90er Jahre, immer mehr aufs Bordkino.‟ <i>Tagesspiegel</i></p>
<p>„Diesmal aber knallt [Egoyan] sein Blatt auf den Tisch, als wollte er sich den Weg in den Mainstream notfalls mit nackter Gewalt bahnen.‟ <i>FAZ</i></p>
<p>„Verf&#252;hrerisch inszeniert, aber letztlich abstrus.‟ <i>Die Welt</i></p>
<p>Also <i>ich</i> finde „Chloe‟ ja gut. Der Film ist ein bisschen wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/11/23/elegy/">„Elegy‟</a>, ein bisschen wie „Wahnsinnig verliebt‟ mit Audrey Tatou und in seinem Purismus sogar – und ich h&#228;tte nie gedacht, dass ich das so schnell sagen w&#252;rde – ein winzig kleines bisschen wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2010/04/10/a-single-man/">„A Single Man‟</a>. Aber das k&#246;nnte auch schlicht an Julianne Moore liegen, von der ich seit diesen beiden Rollen ein v&#246;llig anderes Bild habe. Von Amanda Seyfried &#252;brigens auch! Die spielt jetzt die manische Lolita – ein Part, der vor f&#252;nf Jahren noch Scarlett Johansson sicher gewesen w&#228;re.</p>
<p>So viel ganz spontan dazu. Was meint ihr?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>A Single Man</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 09:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/04/10/a-single-man/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/a_single_man_news-420x255-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;If the minority is somehow invisible, the fear is just greater.&#8221; Das Besondere an Tom Fords „A Single Man‟ ist, dass dieser Film wahre Kunst ist, und wahre Kunst ist selten geworden im Kino. Und auch wenn Kunst nicht immer sch&#246;n anzusehen sein muss – diese ist es. Die Musik ist sch&#246;n, die Settings sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/a_single_man_news-420x255.jpg" alt="" title="A Single Man" width="420" height="255" class="aligncenter size-medium wp-image-3420" /><br />
&#8220;If the minority is somehow invisible, the fear is just greater.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Besondere an Tom Fords „A Single Man‟ ist, dass dieser Film wahre Kunst ist, und wahre Kunst ist selten geworden im Kino. Und auch wenn Kunst nicht immer sch&#246;n anzusehen sein muss – diese ist es. Die Musik ist sch&#246;n, die Settings sind sch&#246;n, die Kost&#252;me sind sch&#246;n, die Darsteller sind wundersch&#246;n, die Bilder sind kaum zu beschreiben.</p>
<p>Tats&#228;chlich k&#246;nnte man „A Single Man‟ in jeder einzelnen Sekunde anhalten, das Standbild auf eine Leinwand ziehen und direkt als Tom-Ford-Anzeigenmotiv verwenden. Der war schlie&#223;lich schon Chefdesigner bei Gucci und YSL, ehe er 2003 sein eigenes Label gr&#252;ndete. Keine Frage also, dass Colin Firth in der bisher au&#223;ergew&#246;hnlichsten Rolle seiner Karriere ausschlie&#223;lich Ford-Anz&#252;ge tr&#228;gt. Viel spannender ist aber, was der Regisseur au&#223;erdem aus seinem Hauptdarsteller gemacht hat. Denn Firth war nach Filmen wie „Stolz und Vorurteil‟, „Ernst sein ist alles‟ oder auch „Bridget Jones‟ in erster Linie auf den steifen Briten abonniert, der seine tadellosen Manieren und Moralvorstellungen kaum auch nur f&#252;r einen Moment vernachl&#228;ssigt.</p>
<p>Jetzt sehen wir ihn auf einmal trinkend und rauchend und mit einer unbeachtet in die Stirn fallenden Schmalzlocke, wie er am Tod seines langj&#228;hrigen Lebensgef&#228;hrten zu Grunde geht. Ford blickt hinter die Fassade von Colin alias George, den nichts mehr im Leben h&#228;lt – nicht sein Beruf als Professor, der l&#228;ngst nur noch Routine ist, nicht die Studenten, die ihn verehren, nicht die alte Freundin (eine wunderbar fatale Julianne Moore!), die ihn liebt.</p>
<p>Und das alles in dieser nie zuvor gesehenen, unheimlich dichten &#196;sthetik, die den filmischen Stil der 60er Jahre hervorragend imitiert und durch besondere Perspektiven und eine mutige Lichtgestaltung erg&#228;nzt. So sieht der Zuschauer manches von oben, was jeder andere Kameramann frontal oder seitlich gefilmt h&#228;tte, und durchlebt gemeinsam mit dem Protagonisten den fortw&#228;hrenden Wechsel zwischen – buchst&#228;blich &#8211; grauen und goldenen Zeiten.</p>
<p>Die hervorragende Musik tr&#228;gt dazu bei, dass man diesen Film wohl auch ganz ohne Worte verstehen k&#246;nnte. Die vergleichsweise wenigen, die da gesprochen werden, sind allerdings so pr&#228;zise formuliert, dass man sie auf keinen Fall missen will.</p>
<p>Ach, sowieso: Den ganzen Film will man nicht mehr missen, wenn man ihn einmal gesehen hat. Man erwischt sich dann kurz bei dem dummen Gedanken, dass alle Filme so sein sollten  wie dieser, um sich im n&#228;chsten Moment zu w&#252;nschen, dass es blo&#223; nie einer schaffen m&#246;ge. Deswegen habe ich auch ein bisschen Angst davor, was passiert, wenn Tom Ford nach diesem Riesenerfolg statt neuer Anz&#252;ge einen weiteren Film macht.</p>
<p>Solange warte ich darauf, dass endlich die DVD erscheint, und h&#228;nge sie mir dann vielleicht in einem Rahmen an die Wand. Wie es sich f&#252;r wahre Kunst eben geh&#246;rt.</p>


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		<title>An Education</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 13:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/03/05/an-education/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/aneducation-420x273-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Vermutlich bin ich f&#252;r Sie eine gefallene Frau.&#8221; &#8211; &#8220;Du bist keine Frau.&#8221; Seit Tagen l&#228;uft bei mir nichts anderes mehr als der wunderbare Soundtrack zu &#8220;An Education&#8221;. Er holt die sch&#246;nen Pastellfarben, den funkelnden Schmuck, all den Glamour zur&#252;ck, nach dem die Hauptdarstellerin sich im Film so sehnt – und den sie f&#252;r kurze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/aneducation-420x273.jpg" alt="" title="An Education" width="420" height="273" class="aligncenter size-medium wp-image-3331" /></p>
<p>&#8220;Vermutlich bin ich f&#252;r Sie eine gefallene Frau.&#8221; &#8211; &#8220;Du bist keine Frau.&#8221;</p></blockquote>
<p>Seit Tagen l&#228;uft bei mir nichts anderes mehr als der wunderbare Soundtrack zu &#8220;An Education&#8221;. Er holt die sch&#246;nen Pastellfarben, den funkelnden Schmuck, all den Glamour zur&#252;ck, nach dem die Hauptdarstellerin sich im Film so sehnt – und den sie f&#252;r kurze Zeit auch bekommt.</p>
<p>Es ist Anfang der 60er Jahre. Die 16j&#228;hrige Jenny (Carey Mulligan) und ihre Eltern leben einzig und allein f&#252;r das Ziel, dass sie eines Tages ein Studium in Oxford beginnen kann. Jenny spielt Cello, nur um im Bewerbungsgespr&#228;ch ein Hobby angeben zu k&#246;nnen, muss immer p&#252;nktlich um zehn ins Bett und bekommt zum Geburtstag – autsch &#8211; ein neues Lateinw&#246;rterbuch. Wenn sie der strengen Aufsicht ihres Vaters einmal entrinnen kann, raucht sie filterlose Zigaretten und h&#246;rt franz&#246;sische Musik. Frankreich, das ist ihr gro&#223;er Traum, er steht f&#252;r Freiheit, Genuss, Lebensfreude und ist doch viel zu weit weg von den nass-grauen Londoner Vororten. Bis David auftaucht.</p>
<p>Der charmante Mann mit dem schicken Auto (Peter Sarsgaard) ist locker doppelt so alt wie sie, aber er interessiert sich f&#252;r Kunst, f&#252;r Musik, f&#252;r Frankreich! Um Jenny ist es geschehen. Und zu ihrer &#220;berraschung (und der des Publikums) auch um ihre Eltern: Mit seinen &#252;bertriebenen Komplimenten (&#8220;Du hast mir nicht gesagt, dass du eine Schwester hast, Jenny!&#8221;) und w&#252;sten Geschichten &#252;berredet er sie immer wieder, Jenny &#8220;entf&#252;hren&#8221; zu d&#252;rfen – in verruchte Bars, auf eine Hunderennbahn und schlie&#223;lich nach Paris. Es ist die glitzernde Welt ihrer Tr&#228;ume, und erst sp&#228;t erkennt Jenny, dass in dieser Welt nicht alles so ist, wie es scheint.</p>
<p>Das Drehbuch zu &#8220;An Education&#8221; hat &#8220;High Fidelity&#8221;-Autor Nick Hornby verfasst. Es basiert auf einem autobiografischen Artikel der Journalistin Lynn Barber. Das ist wohl auch der Grund daf&#252;r, dass das Ende des Films eher seicht ausf&#228;llt. Als Zuschauer fragt man sich da wieder einmal, wie Filmemacher mit real-life-Vorlagen umgehen sollten: Ist es besser, wenn sie nah an der Vorlage bleiben und damit ein allzu erwartbares Ende in Kauf nehmen, oder sollten sie, ganz Quentin-Tarantino-m&#228;&#223;ig, ruhig mal die Geschichte verdrehen und sie sch&#246;n dramatisch machen?</p>
<p>Das ist auch schon alles, was ich an diesem Film kritisieren kann, und l&#228;ngst kein Hindernis, ihn mir bald noch ein zweites und drittes Mal anzuschauen. Die Musik, die Ausstattung und erst recht die Schauspieler sind einfach zu gut! Alfred Molina als strenger, ur-moralischer Vater hat hier eine ganz &#228;hnliche Rolle wie in &#8220;Chocolat&#8221;. Und dass man die grandiose Rosamund Pike nicht &#246;fter sieht, kann nur an ihrer makellosen Sch&#246;nheit liegen, mit der sie bereits Keira Knightley in &#8220;Stolz und Vorurteil&#8221; zumindest streckenweise die Show stahl.</p>
<p>Dann ist da nat&#252;rlich Carey Mulligan, die absolut zurecht schon jede Menge Preise f&#252;r ihre Hauptrolle bekommen hat. Und auch, wenn sie den Oscar dieses Jahr vielleicht noch an Gabourey Sidibe (&#8220;Precious&#8221;) abtreten muss, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie selbst einen bekommt. Schade blo&#223;, dass Peter Sarsgaard bei all dem Rummel um die junge Kollegin in den Schatten ger&#228;t &#8211; etwas, das ihm irgendwie st&#228;ndig passiert, obwohl er ein so guter Schauspieler ist.</p>
<p>Jedenfalls: Wer Lust hat auf eine Mischung aus &#8220;Mona Lisas L&#228;cheln&#8221; und dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0oWGD5yYS9g">&#8220;Miss Dior Cherie&#8221;</a>-Spot von Sofia Coppola, sollte diesen Film nicht verpassen.</p>


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		<title>The September Issue</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 12:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2010/01/26/the-september-issue/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/01/september-issue-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Many people said that you&#8217;re an Ice Woman.&#8221; &#8211; &#8220;Well this week is pretty cold, that&#8217;s all I can say.&#8221; &#8220;The September Issue&#8221; wollte ich schon lange sehen, aber irgendwie war immer etwas dazwischen gekommen. Jetzt ergab sich ausgerechnet auf der Berlin Fashion Week endlich die M&#246;glichkeit. Eine kleine Bar in Berlin Mitte zeigte vier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2010/01/september-issue.jpg" alt="" title="september-issue" width="420" height="272" class="aligncenter size-full wp-image-3220" /><br />
&#8220;Many people said that you&#8217;re an Ice Woman.&#8221; &#8211; &#8220;Well this week is pretty cold, that&#8217;s all I can say.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8220;The September Issue&#8221; wollte ich schon lange sehen, aber irgendwie war immer etwas dazwischen gekommen. Jetzt ergab sich ausgerechnet auf der Berlin Fashion Week endlich die M&#246;glichkeit. Eine kleine Bar in Berlin Mitte zeigte vier Tage lang Modefilme von &#8220;Fr&#252;hst&#252;ck bei Tiffany&#8221; &#252;ber &#8220;Br&#252;no&#8221; bis hin zu &#8220;Der Teufel tr&#228;gt Prada&#8221;. Letzterer war die Steilvorlage f&#252;r die Dokumentation von R.J. Cutler. Schlie&#223;lich wollte nach dem Erfolg des Spielfilms alle Welt wissen, ob Anna Wintour wirklich so kalt und biestig ist, wie Meryl Streep sie darstellt.</p>
<p>Tats&#228;chlich ist &#8220;The September Issue&#8221;, der die &#8220;Vogue&#8221;-Chefin bei der Produktion der dicksten und wichtigsten Ausgabe des Jahres 2007 begleitet, auch ganz &#228;hnlich aufgebaut wie der &#8220;Teufel&#8221;. Am Anfang wird zun&#228;chst klargestellt, wie m&#228;chtig diese Frau ist. Wer glaubt, innerhalb einer Moderedaktion herrsche Anarchie oder zumindest eine kreativ-chaotische Demokratie, der irrt. Die &#8220;Vogue&#8221; wird absolutistisch regiert, von einer Frau, der alle h&#246;rig sind: Ihre Redakteure ducken sich und nicken nur, den Designern sagt sie, welche Stoffe sie verwenden sollen, und den H&#228;ndlern schreibt sie die Einkaufszettel. &#8220;Can we say that Anna is the high priest of all of us?&#8221;, fragt der Regisseur einmal eine Redakteurin und bekommt zur Antwort: &#8220;I would say pope.&#8221;</p>
<p>Nachdem die Machtverh&#228;ltnisse ein f&#252;r alle Mal gekl&#228;rt sind, zeigt der Film, wie es den Untertanen damit geht. Als Musterbeispiel muss Grace Coddington herhalten, die Art Directorin, die sich eigentlich nie hatte filmen lassen wollen. Was f&#252;r eine &#220;berraschung, dass ausgerechnet diese schrullige Frau, die mit ihrer roten M&#228;hne und dem humpelnden Gang an eine Hexe erinnert, einmal als Model bei der &#8220;Vogue&#8221; angefangen hat! Nun wird sie einhellig als kreatives Genie beschrieben – und von der Chefin doch immer wieder gepiesakt und &#252;berstimmt. Trotzdem ist sie die einzige, die sich auch mal traut zu widersprechen. (Dumm nur, dass die Wintour niemals auf einen Widerspruch eingeht.)</p>
<p>Gerade, als der Zuschauer sich endg&#252;ltig auf Graces Seite schlagen will, zeigt Anna Wintour doch noch Schw&#228;che, ganz wie in &#8220;Der Teufel tr&#228;gt Prada&#8221;. Es ist ein ungewohnt wackliger Moment. Wintour erz&#228;hlt von ihren Geschwistern, die allesamt so ehrenwerten Berufen nachgehen. Sie berichten &#252;ber Politik, suchen Wohnungen f&#252;r Arme oder helfen Bauern in S&#252;damerika. &#220;ber das, was Anna mache, seien sie, nun ja, &#8220;amused&#8221;. Und dann ist da auch noch ihre Tochter Bree, die lieber Anw&#228;ltin werden will als Redakteurin und die Branche sowieso ziemlich merkw&#252;rdig findet. Dass Anna Wintour ihren Beruf ausgerechnet im engsten, privatesten Kreis verteidigen muss, das &#252;berrascht.</p>
<p>Was dem Film leider fehlt, sind tiefere Einblicke in den Arbeitsalltag der &#8220;Vogue&#8221;-Redaktion. Daf&#252;r war angesichts der beiden Hauptdarstellerinnen wohl einfach kein Platz mehr. Der Zuschauer bekommt ein ziemlich ausf&#252;hrliches Psychogramm von Anna Wintour und kann sich doch keine rechte Meinung bilden. Das allein ist eigentlich schon ein Kunstst&#252;ck.</p>


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		<title>Der wilde Hype um die Kerle</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 17:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/12/15/der-wilde-kerlehype/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/12/where_the_wild_things_are03-420x235-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Von „500 Days of Summer“ bis „Fantastic Mr. Fox“: Der Internet-Hype um (vermeintliche) Indie-Filme ist so gro&#223;, dass sie gar nicht mehr anders k&#246;nnen als zu entt&#228;uschen. Leider ist das auch bei „Where the Wild Things Are“ so.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von „500 Days of Summer“ bis „Fantastic Mr. Fox“: Der Internet-Hype um (vermeintliche) Indie-Filme ist so gro&#223;, dass sie gar nicht mehr anders k&#246;nnen als zu entt&#228;uschen. Leider ist das auch bei „Where the Wild Things Are“ so.</strong></p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/12/where_the_wild_things_are03-420x235.jpg" alt="Where the Wild Things Are" title="Where the Wild Things Are" width="420" height="235" class="aligncenter size-medium wp-image-3133" /></p>
<p>“I&#8217;m still anxiously awaiting the opportunity to see &#8216;Where the Wild Things Are&#8217; &#8211; because I believe Spike has created something endearing, and potentially edgy, and I want to see what he has been able to do with such a beloved children&#8217;s story.” Das schrieb Alex Billington im November 2008 in dem amerikanischen Kinoblog <a href="http://www.firstshowing.net/2008/11/18/spike-jonze-unveils-new-where-the-wild-things-are-photos">firstshowing.net</a>. Wann der Film, von dem er da sprach, erscheinen sollte, stand damals noch nicht mal fest. Tats&#228;chlich dauerte es noch fast ein Jahr.</p>
<p>Trotzdem war der Hype um „Where the Wild Things Are“ schon damals riesig. Immerhin ging es um eines der beliebtesten Kinderb&#252;cher der Welt, das seit jeher gro&#223;en Tumult verursacht hat. Die Geschichte von Maurice Sendak handelt vom kleinen Max, der von seiner Mutter ausgeschimpft wird und sich daraufhin in eine Fantasiewelt fl&#252;chtet. Dort wohnen die wilden Kerle, sieben gro&#223;e, f&#252;rchterliche Monster. Max schafft es, die Kerle zu z&#228;hmen und ihr K&#246;nig zu werden.</p>
<p>Als das Buch 1963 erschien, wurde es stark kritisiert: Die Bilder seien zu gruselig, die Geschichte zu schwach und &#252;berhaupt viel zu wirr. Dennoch bekam der Autor viele Preise, und die au&#223;erordentlich guten Verkaufszahlen sprachen f&#252;r sich.</p>
<p>Die Aufregung war gro&#223;, als 2006 ausgerechnet der Indie-Regiesseur Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Adaption“) mit den Dreharbeiten begann. Wie sollte es ein Buch, das gerade mal zehn S&#228;tze und 40 Seiten lang war, auf Spielfilml&#228;nge bringen? Wie wollte Jonze die fremde Welt der wilden Kerle gestalten, wie sollten sie &#252;berhaupt zum Leben erweckt werden, die Monster mit den „f&#252;rchterlichen Krallen“, die so „f&#252;rchterlich br&#252;llen“?</p>
<p>In Blogs und Foren kursierten fortan die wildesten Ger&#252;chte, die noch zus&#228;tzlich befeuert wurden von schlechten Nachrichten der Produktionsfirma: Das Testpublikum reagierte schlecht, es musste nachgedreht werden, zwischenzeitlich soll Jonze sogar mal gefeuert worden sein.</p>
<p>Dann erschien im vergangenen M&#228;rz – mehr als ein halbes Jahr vor Kinostart &#8211; ein erster Teaser zum Film. Jetzt war klar, dass es einer dieser Indie-Kultstreifen werden w&#252;rde: Er hatte gute Musik, ein selbstgemacht anmutendes Kritzel-Artwork und den Kultstatus der Buchvorlage im R&#252;cken. Der Teaser schwappte durchs Web wie eine gro&#223;e Welle, die immer noch mehr Fahrt aufnimmt. Im August – noch drei Monate bis zur Premiere – kam der richtige Trailer, ein erstes Soundtrack-Schmankerl von Yeah Yeah Yeahs-Frontfrau Karen O erschien bei MySpace, Posterentw&#252;rfe kursierten in der Blogosph&#228;re. Auch der Regisseur selbst fing an zu <a href="http://www.weloveyouso.com">bloggen</a>. Er zeigte Videos von der Produktion und veranstaltete einen „Fan Art Contest“, bei dem es eine „Where the Wild Things Are“-Skateboard-Edition zu gewinnen gab. Die Erwartungen an Jonze und sein neuestes Werk stiegen ins Unermessliche.</p>
<p><strong>Der Trailer zu „Where the Wild Things Are“:</strong><br />
<object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SsZXKLtDb-k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/SsZXKLtDb-k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Als der Film am 16. Oktober endlich in den USA anlief, war es daher schon keine &#220;berraschung mehr, dass er gleich am ersten Wochenende 32,7 Millionen Dollar einspielte. Aber war der Hype gerechtfertigt?<br />
<span id="more-3128"></span><br />
Tats&#228;chlich ist „Where the Wild Things Are“ sehr liebevoll gemacht: Die &#252;bergro&#223;en Puppen m&#246;chte man unbedingt einmal anfassen, einfach um zu wissen, wie sie sich anf&#252;hlen. Und wenn ihre Gesichter sich bewegen, wei&#223; man gar nicht, wo die Puppe aufh&#246;rt und der Computer anf&#228;ngt, so gut sind sie animiert. Auch der erst zw&#246;lf Jahre alte Hauptdarsteller Max Records, dessen Gesicht man schon aus Musikvideos von Death Cab for Cutie und Cake kennt, ist ein wahrer Casting-Coup: Die Geschichte verlangt ihm die komplette Bandbreite an Emotionen ab, und er meistert sie scheinbar ohne Probleme.</p>
<p>Im Gegensatz zu Max sind die Monster nicht gerade Sympathietr&#228;ger. W&#228;hrend das Buch lediglich Mutma&#223;ungen &#252;ber das Wesen der wilden Kerle zul&#228;sst, hat Jonze hier sehr umfangreich dazugedichtet. So sind Carol und Co. einerseits gro&#223; und ungest&#252;m – sie zerst&#246;ren sich gegenseitig ihre H&#228;user, boxen L&#246;cher in Baumst&#228;mme und rei&#223;en einander sogar Gliedma&#223;en aus -, gleichzeitig haben sie aber die gleichen &#196;ngste und Streits, Vorlieben und Abneigungen wie Menschen.</p>
<p>Neben den Charakteren musste nat&#252;rlich auch die Handlung selbst erweitert werden, und das ist wahrscheinlich der Knackpunkt. Jonze und sein Drehbuchautor Dave Eggers haben sich gemeinsam mit Sendak verschiedene „Aktionen“ ausgedacht, zu denen Max seine Kerle anstiftet. Die passieren alle irgendwie hintereinander, ohne aufeinander aufzubauen oder eine richtige Spannung zu erzeugen.</p>
<p>Dazu kommt noch die sehr karge Welt der wilden Kerle, die blo&#223; aus Wald und W&#252;ste besteht. Der einzige Farbtupfer sind hier ein paar bl&#252;hende Kirschb&#228;ume. Das ist keine Welt, in die man sich selbst einmal hineintr&#228;umen will.</p>
<p>Auf Dauer ist das alles zu eint&#246;nig. Man wei&#223; nicht recht, wen man einladen soll, mit ins Kino zu kommen – bei den Freunden liefe man Gefahr, dass sie sich langweilen, und die kleine Cousine bek&#228;me wom&#246;glich Alptr&#228;ume. Als Zuschauer hat man n&#228;mlich st&#228;ndig Angst, dass Max von den Monstern zertrampelt, zerquetscht, zerrissen oder gar aufgefressen werden k&#246;nnte.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man auch etwas mitnehmen aus diesem Film. F&#252;r die einen werden das ausf&#252;hrliche Charakteranalysen der wilden Kerle sein, f&#252;r die anderen die Erkenntnis, dass Kinder oft unbedingt erwachsen sein wollen, w&#228;hrend man sich als Erwachsener manchmal die Kindheit zur&#252;ckw&#252;nscht.</p>
<p>Alles in allem ist „Where the Wild Things Are“ ein ungew&#246;hnlicher, gut gemachter Film, der – dank der ber&#252;hmten Buchvorlage – ein erweitertes Indie-Publikum erreichen wird. Der gro&#223;e Hype, die &#252;bersteigerten Erwartungen im Vorfeld waren aber zu viel.</p>
<p><strong>Der Trailer zu „500 Days of Summer“:</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/PsD0NpFSADM&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de_DE&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/PsD0NpFSADM&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de_DE&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Das Prinzip Hype ist trotzdem l&#228;ngst zur Masche der Filmstudios geworden. Ganz &#228;hnlich lief es beispielsweise mit „500 Days of Summer“, der im vergangenen Oktober in Deutschland startete. Auch hier kursierte schon ein halbes Jahr vor der Premiere ein toller Trailer im Netz. „500 Days of Summer“ schien der perfekte Indie-Film zu sein, mit Indie-Schauspielern, Indie-Musik, Indie-Klamotten. Die Erwartungen schwappten vom Indie-Publikum auf den Mainstream &#252;ber und die Besucherzahlen waren dementsprechend nicht schlecht – doch der Film war auch <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/11/02/500-days-of-summer/">nicht wirklich gut</a>.</p>
<p>Der n&#228;chste Kandidat steht &#252;brigens schon in den Startl&#246;chern: Mit „Fantastic Mr. Fox“ kommt im Mai 2010 ein weiterer vermeintlicher Indie-Kn&#252;ller ins Kino. Wieder ist es eine Kinderbuch-Verfilmung (Roald Dahl), wieder gibt es einen Indie-Regisseur (Wes Anderson), Indie-Schauspieler (Bill Murray, Jason Schwartzman) und Indie-Musik (Jarvis Cocker, The Wellingtons). Wieder ist der Internet-Hype riesig. Aber wer wei&#223;? Vielleicht wird das ja auch einfach mal ein richtig guter Film.</p>
<p class="code"><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/493219">jetzt.de</a>, 15. Dezember 2009</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die besten Kochfilme (in alphabetischer Reihenfolge)</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 16:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bella Martha Hier spielt Bettina Gedeck Martha, eine wirklich gute, aber manische K&#246;chin, die an gar nichts anderes denken kann als an ihren Beruf – ohne jedoch selbst das Essen mal richtig zu genie&#223;en. Sie ist v&#246;llig gefangen in ihrem grauen Alltag, bis zwei Dinge passieren: Marthas Schwester stirbt, woraufhin sie ihre kleine Nichte Lina [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="4">Bella Martha</font><br />
Hier spielt Bettina Gedeck Martha, eine wirklich gute, aber manische K&#246;chin, die an gar nichts anderes denken kann als an ihren Beruf – ohne jedoch selbst das Essen mal richtig zu genie&#223;en. Sie ist v&#246;llig gefangen in ihrem grauen Alltag, bis zwei Dinge passieren: Marthas Schwester stirbt, woraufhin sie ihre kleine Nichte Lina bei sich aufnimmt. Und ihre Chefin stellt einen zweiten Chefkoch ein, einen temperamentvollen Italiener. Die neuen Menschen in ihrem Leben bringen Marthas Leben v&#246;llig aus dem Gleichgewicht und zwingen sie, ihre triste Routine aufzugeben.</p>
<p>Falls ihr diesen Film noch nicht kennt, kennt ihr ihn vielleicht doch schon – unter dem Titel &#8220;Rezept zum Verlieben&#8221;. Das amerikanische Remake mit Catherine Zeta-Jones, Abigail Breslin (!) und Aaron Eckhart ist – mal abgesehen davon, dass Eckhart kein bisschen italienisch aussieht – entsetzlich nah am Original geblieben, nur noch ein gutes St&#252;ck blockbustiger und weichsp&#252;liger. Kann man sich angucken, aber das Original ist ganz bestimmt besser. Ich meine, Martina Gedeck. Hallo?</p>
<p><strong>Bestes Gericht:</strong> Spaghetti mit Tomatenso&#223;e<br />
<strong>&#220;bers Kochen gelernt:</strong> Musik hilft! Und man muss die K&#252;che auch nicht immer sofort sauber machen.</p>
<p><font size="4">Chocolat</font><br />
Hach. Ausgerechnet zur Fastenzeit er&#246;ffnet Juliette Binoche eine Chocolaterie in einem kleinen, sehr katholischen, sehr misstrauischen, sehr urigen Dorf und hat dort mit zahlreichen Skeptikern, insbesondere dem fiesen B&#252;rgermeister (Alfred Molina) zu k&#228;mpfen. Bis Johnny Depp mit seiner Zigeunertreppe kommt und alle von der Schokolade ablenkt. Wie bei &#8220;Bella Martha&#8221; gibt es auch hier ein kleines, s&#252;&#223;es M&#228;dchen, dass zusammen mit einem K&#228;nguruh durch den Film hopst, und noch dazu eine m&#252;rrische Alte (Judi Dench), die am Ende lieb wird.</p>
<p>Der Film besticht durch seine herrliche Szenerie und die wirklich gute Musik. Die l&#228;uft jetzt noch dauernd im Klassikradio, und man wei&#223; immer gleich, woher sie stammt (das ist das gro&#223;e Soundtrackkunstst&#252;ck). Au&#223;erdem hat Johnny Depp zwei tolle Gitarrensongs beigesteuert, die auch nicht ohne sind. Vor allem sind es aber die tollen Charaktere und die starke Besetzung, die das alles zu einer wunderbaren Zartbitter-Filmpraline verschmelzen lassen.</p>
<p><strong>Bestes Gericht:</strong> Hei&#223;e Schokolade mit Chili<br />
<strong>&#220;bers Kochen gelernt:</strong> Schokolade geht zu allem, sogar zum Huhn.</p>
<p><font size="4">Eden</font><br />
In &#8220;Eden&#8221; geht es um Gregor (Josef Ostendorf), einen ber&#252;hmten Koch, der sowohl beruflich als auch privat nichts anderes tut als zu kochen &#8211; und Kellnerinnen zu beobachten. Dabei lernt er Eden (Charlotte Roche) kennen. Die junge Frau kellnert im Kurcafé ihrer Schwiegereltern, wo ihr Mann Xaver (Devid Striesow) den Animateur gibt. Die Beziehung der beiden l&#228;uft nicht mehr so recht, seit sie eine behinderte Tochter bekommen haben. Eden jedenfalls ist in jeder Hinsicht ausgehungert &#8211; kein Wunder, dass sie sich eines Abends &#252;ber Gregors T&#246;pfe hermacht. Seine erotisierende K&#252;che begeistert sie unheimlich. Fortan bewirtet der Meisterkoch sie regelm&#228;&#223;ig, und das macht eigentlich alle gl&#252;cklich. Bis Xaver eifers&#252;chtig wird.</p>
<p>Charlotte Roche hat in diesem Film ihr durchaus beachtliches Schauspieldeb&#252;t gegeben. Trotzdem verstehe ich nicht, warum sie allein das Plakat schm&#252;ckt &#8211; denn Josef Ostendorf ist eindeutig der schauspielerische Held des Films. Es ist gro&#223;artig, wie er diese erst abweisende, unsichere Figur sich allm&#228;glich &#246;ffnen und doch immer wieder zur&#252;ckschrecken l&#228;sst. Dazu kommen eine Geschichte, wie man sie nie zuvor geh&#246;rt oder gesehen hat, und eine Filmmusik, die sich im Laufe der 100 Minuten zu einer wunderbaren Wehmutsmelodie aufl&#228;dt. Diesen Film muss man unbedingt sehen, auch, wenn man danach &#8211; wie Eden &#8211; wom&#246;glich ein paar Tage &#252;berhaupt keinen Hunger mehr hat. Denn an Gregors &#8220;Cucina Erotica&#8221; kommt einfach nichts heran.</p>
<p><strong>Bestes Gericht:</strong> Die Orgasmus-Pralinen von Leonies Geburtstagstorte<br />
<strong>&#220;bers Kochen gelernt:</strong> Genuss entsteht durch Mangel.</p>
<p><font size="4">Julie &#038; Julia</font><br />
Hier werden gleich zwei Kochgeschichten parallel erz&#228;hlt: Julia Child (Meryl Streep), eine unausgeglichene amerikanische Diplomatengattin, entdeckt im Paris der 50er Jahre das Kochen f&#252;r sich. Sie wird ein richtiger Profi und schreibt schlie&#223;lich ein Buch, &#8220;Mastering The Art Of French Cooking&#8221;, das Amerikanerinnen die franz&#246;sische K&#252;che nahebringen soll. Genau das klappt auch 50 Jahre sp&#228;ter noch, als die ebenfalls unausgeglichene junge New Yorkerin Julie Powell (Amy Adams) beschlie&#223;t, Julia Childs 524 Rezepte binnen 356 Tagen nachzukochen. Ihre Erlebnisse dokumentiert sie in einem Weblog, das bald ebenso erfolgreich wird wie das Kochbuch selbst.</p>
<p>Beide Geschichten sind &#252;brigens wahr, und man kann sich kaum entscheiden, welche man lieber mag. (Ich tendiere zu der mit dem Blog. Wegen dem Blog.) Die beiden Hauptdarstellerinnen sind gro&#223;e Klasse: Nie habe ich Meryl Streep so schrullig gesehen, sie ist quasi eine immerzu anges&#228;uselte Mrs. Doubtfire, die noch lustiger wirkt, wenn ihr Filmehemann Stanley Tucci &#8211; einen Kopf kleiner &#8211; neben ihr steht. Und Amy Adams spielt (wie schon in &#8220;Sunshine Cleaning&#8221;) einfach so schrecklich gut die v&#246;llig normale junge Amerikanerin, sie ist so uneitel und echt, dass es einen Heidenspa&#223; macht, ihr beim Bezwingen eines Hummers zuzuschauen oder beim Versauen einer Pastete. So anspruchsvoll wie &#8220;Eden&#8221; ist &#8220;Julie &#038; Julia&#8221; freilich nicht, aber er macht mindestens genauso hungrig. Oder, wie die New York Times schreibt: &#8220;The film is food porn.&#8221;</p>
<p><strong>Bestes Gericht:</strong> Boeuf Bourguignon<br />
<strong>&#220;bers Kochen gelernt:</strong> Man kann gar nicht genug Butter haben.</p>


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		<title>(500) Days of Summer</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 17:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/11/02/500-days-of-summer/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/500days-420x254-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Du bist immer noch mein bester Freund!“ Alle sind gerade im „(500) Days of Summer“-Fieber. Ich war das auch &#8211; bis ich den Film gesehen habe. Er handelt von Tom, der sich in Summer verliebt. Eine Zeit lang l&#228;uft alles ganz toll. Doch Summer glaubt nicht an die Liebe und hat deshalb auch kein Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/500days-420x254.jpg" alt="(500) Days of Summer" title="(500) Days of Summer" width="420" height="254" class="aligncenter size-medium wp-image-2879" /><br />
„Du bist immer noch mein bester Freund!“</p></blockquote>
<p>Alle sind gerade im „(500) Days of Summer“-Fieber. Ich war das auch &#8211; bis ich den Film gesehen habe. Er handelt von Tom, der sich in Summer verliebt. Eine Zeit lang l&#228;uft alles ganz toll. Doch Summer glaubt nicht an die Liebe und hat deshalb auch kein Problem damit, Tom nach ein paar hundert Tagen eiskalt abzuservieren.</p>
<p>Warum ich euch das hier genauso eiskalt auftische, ohne Vorwarnung, obwohl ihr den Film noch gar nicht gesehen habt? Weil man es sowieso schon nach zehn Minuten erf&#228;hrt. Und ich glaube, das ist das Problem. Die ungew&#246;hnliche Struktur des Films besteht aus 500 Tagen, 500 kurzen Kapiteln, die v&#246;llig durcheinander erz&#228;hlt werden. Gerade noch liegt das Paar gl&#252;cklich im Bett, und einen Schnitt sp&#228;ter wird Tom, der als Gru&#223;kartentexter arbeitet, in die Trauerfall-Abteilung versetzt, weil er seit Monaten schlecht drauf ist.</p>
<p>Dabei h&#228;tte es eigentlich ein richtig guter Film werden k&#246;nnen, haben die Macher doch alle Indieregeln befolgt: Es gibt einen gut gemischten Soundtrack, Klamotten, wie man sie sonst nur im Second-Hand-Laden findet, und diese ganz typische Bildsprache. Mit Joseph Gordon-Levitt und Zooey Deschanel wurden au&#223;erdem genau die richtigen Schauspieler besetzt. Solche, die eben nur Insider kennen und diejenigen, die die entsprechenden Blogs und Magazine lesen. Sie ist so, wie Amerikaner sich Nora Tschirner auf Franz&#246;sisch vorstellen, und er ja sowieso der neue Heath Ledger.</p>
<p>Die ganze Handlung ist ebenfalls indieindie, bis ins Detail: Summers Lieblings-Beatle ist ausgerechnet Ringo (!?), und es gibt diese romantischen Szenen, von denen man sich auch vorstellen kann, nein, will, dass sie einem selbst passieren, im echten Leben. Man will auch mal bei Ikea mit dem Liebsten heile Welt spielen oder eine ganze Skyline von ihm auf den Arm gemalt bekommen.</p>
<p>Und obwohl das alles so toll klingt und ist, will der Funke nicht recht &#252;berspringen. Durch das vorweggenommene Ende und das st&#228;ndige Springen zwischen den Gef&#252;hlen stellen sich einfach keine richtigen Emotionen beim Zuschauer ein. Anders als bei Mainstream-Romanzen wie „Message in a Bottle“ oder „Wie ein einziger Tag“ – wo man ja auch von Anfang an wei&#223;, dass sie einfach nicht gut ausgehen k&#246;nnen – bleibt einem hier nicht mal dieser kleine Hoffnungsst&#228;ngel, an den man sich die 95 Minuten lang klammern k&#246;nnte.</p>
<p>Vielleicht bin ich auch einfach zu romantisch veranlagt, wer wei&#223;? Mir blieb jedenfalls der Geschmack eines streng nach Rezept gekochten Indiegerichts auf der Zunge, dem das gewisse Etwas fehlte. Gleichzeitig werde ich wohl auch weiterhin vom frischverliebten Joseph Gordon-Levitt tr&#228;umen und davon, wie f&#252;r ihn das Leben zum Musical wird. Er ist halt der neue Heath Ledger. Oder vielleicht sogar noch schnuckeliger.</p>


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		<title>Away We Go</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 17:58:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/10/18/away-we-go/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/away_we_go_photo_8-420x278-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Burt, sind wir Loser?&#8221; Dass er auch Kom&#246;dien machen k&#246;nnte, die &#228;hnlich gro&#223;artig sind wie die beiden Dramen „American Beauty“ und „Zeiten des Aufruhrs“, h&#228;tte ich ja, ehrlich gesagt, von Sam Mendes gar nicht gedacht. Mit „Away We Go“ beweist er jetzt krachend das Gegenteil, denn dieser Film ist mitten in mein Humorherzzentrum eingeschlagen. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/away_we_go_photo_8-420x278.jpg" alt="Away We Go" title="Away We Go" width="420" height="278" class="aligncenter size-medium wp-image-2804" /><br />
&#8220;Burt, sind wir Loser?&#8221;</p></blockquote>
<p>Dass er auch Kom&#246;dien machen k&#246;nnte, die &#228;hnlich gro&#223;artig sind wie die beiden Dramen „American Beauty“ und „Zeiten des Aufruhrs“, h&#228;tte ich ja, ehrlich gesagt, von Sam Mendes gar nicht gedacht. Mit „Away We Go“ beweist er jetzt krachend das Gegenteil, denn dieser Film ist mitten in mein Humorherzzentrum eingeschlagen.</p>
<p>Es geht um Verona und Burt, dargestellt von den mir bis dato v&#246;llig unbekannten Schauspielern Maya Rudolph und John Krasinski. (So guuut, dass ich bald einen Fanclub gr&#252;nden werde.) Am Anfang sieht es tats&#228;chlich aus, als w&#228;ren die beiden ziemliche Loser: Sie haben komische &#220;ber-Wasser-Halt-Jobs, Fenster aus Pappe und Eltern, die das Wort &#8220;Egoismus&#8221; v&#246;llig neu definieren, indem sie – wo Maya doch gerade schwanger ist! – einfach mal eben nach Belgien auswandern wollen. Jetzt, wo sie nichts mehr Zuhause h&#228;lt, beschlie&#223;en die beiden, im Rahmen einer gro&#223;en Nordamerikareise den besten Ort zum Kindergro&#223;ziehen und Familiesein zu finden. Sie besuchen Freunde und Verwandte in Phoenix, Miami, Montreal und stellen bald fest, dass es nicht den einen Ort gibt, und schon gar nicht die eine Vorstellung von Familie.</p>
<p>Und wer anfangs noch dachte, Verona und Burt seien verr&#252;ckt, wird schnell eines Besseren belehrt – die Leute, die sie da treffen, sind n&#228;mlich noch viel verr&#252;ckter! Der Film, der in Schwung und Optik an &#8220;Little Miss Sunshine&#8221; erinnert, portr&#228;tiert zum Beispiel Veronas schrullige Ex-Chefin mit ihren dicken Kindern, oder Burts Studienfreundin &#8220;LN&#8221;, die zu einer gruseligen Esoteriktante mit unverst&#228;ndlicher Buggyphobie mutiert ist. Dann sind da noch die alten Freunde Tom und Munch, die nur auf den ersten Blick das perfekte Leben zu f&#252;hren scheinen: Munch legt am Ende der Episode einen buchst&#228;blichen Seelenstriptease hin. Damit kommt – v&#246;llig zurecht &#8211; der Nebendarstellerin Melanie Lynskey eine der zwei emotionalsten Szenen zu.</p>
<p>Das alles ist aber eben nicht nur emotional und mitunter dramatisch, sondern vor allem sehr, sehr lustig. Da sind so wunderbar unaufdringliche Running Gags wie Burts gesch&#228;ftliche Telefonate, f&#252;r die er immer seine Stimme verstellt, um ernst genommen zu werden. Oder seine Versuche, die  Herzfrequenz des Babies in Veronas Bauch zu erh&#246;hen, indem er sie regelm&#228;&#223;ig zu Tode erschreckt.</p>
<p>Am Ende, nach vielen tollen Dialogen und viel guter Musik von Singer-Songwriter Alexi Murdoch, steht die Einsicht, dass man sich wohl nicht vornehmen kann, sein Zuhause zu finden – das Zuhause findet seine Bewohner. Oder holt sie ein. Und genau das ist der zweite emotionalste Moment dieses sehr sehenswerten Films.</p>


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		<title>Beim Leben meiner Schwester</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 21:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/08/27/beim-leben-meiner-schwester/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/sisterskeeper-420x184-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Es macht mir nichts, dass meine Krankheit mich zerst&#246;rt, aber sie zerst&#246;rt auch meine Familie.&#8221; Manchmal ist das ja so, da braucht man eine bestimmte Sorte Film. Ich habe zum Beispiel hin und wieder ganz pl&#246;tzlich Lust auf einen typischen Hollywood-Liebesfilm. Dann schaue ich mir &#8220;E-Mail f&#252;r dich&#8221; an oder &#8220;W&#228;hrend du schliefst&#8221; oder &#8220;Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/sisterskeeper-420x184.jpg" alt="Beim Leben meiner Schwester" title="Beim Leben meiner Schwester" width="420" height="184" class="aligncenter size-medium wp-image-2568" /></p>
<p>&#8220;Es macht mir nichts, dass meine Krankheit mich zerst&#246;rt, aber sie zerst&#246;rt auch meine Familie.&#8221;</p></blockquote>
<p>Manchmal ist das ja so, da braucht man eine bestimmte Sorte Film. Ich habe zum Beispiel hin und wieder ganz pl&#246;tzlich Lust auf einen typischen Hollywood-Liebesfilm. Dann schaue ich mir &#8220;E-Mail f&#252;r dich&#8221; an oder &#8220;W&#228;hrend du schliefst&#8221; oder &#8220;Was das Herz begehrt&#8221;. Andere Leute haben das mit traurigen Filmen. Solche, bei denen man die ganzen anderthalb (oder bei dem Genre auch gerne mal zwei oder sogar zweieinhalb) Stunden lang wei&#223;, dass es nicht gut ausgehen kann, und die schon auf dem Weg zu ihrem schrecklichen Ende mit lauter Heulszenen gespickt sind.</p>
<p>Ich sehe sowas ja nicht so gern – aber der Trailer zu &#8220;Beim Leben meiner Schwester&#8221; war einfach zu gut. Au&#223;erdem mag ich Abigail Breslin, die junge Hauptdarstellerin, und wollte wissen, wie Cameron Diaz sich in ihrer ersten Mutterrolle macht.</p>
<p>Wie sich herausstellte, ist &#8220;Beim Leben meiner Schwester&#8221; ein ziemlich guter trauriger Film, wenn man bedenkt, dass er f&#252;rs Mainstreamkino gemacht wurde. Es geht um Familie Fitzgerald, deren &#228;ltere Tochter Kate (sehr toll: Sofia Vassilieva) schon als kleines M&#228;dchen an Leuk&#228;mie erkrankte. Daraufhin entschieden ihre Eltern, k&#252;nstlich ein drittes Kind zu zeugen, um Kate mit Knochenmark, Blut und Zellen versorgen zu k&#246;nnen. Inzwischen ist Anna (genauso toll: Abigail Breslin) ein Teenager, und als sie Kate auch noch eine Niere spenden soll, beschlie&#223;t sie, ihre Eltern auf das Recht an ihrem K&#246;rper zu verklagen.</p>
<p>Hier kommen Alec Baldwin als Staranwalt und Joan Cusack als Richterin ins Spiel, die jedoch Nebenfiguren bleiben sollen. Der Film h&#228;lt sich n&#228;mlich gar nicht lange mit dieser hochkomplizierten moralischen Frage auf (Darf Anna sich einfach weigern, ihrer Schwester zu helfen, und sie so zum Tode verurteilen?), sondern geht dazu &#252;ber, ein sehr amerikanisches Portr&#228;t dieser Familie zu zeichnen.</p>
<p>Was mir so gut gefallen hat, ist, dass dabei nicht das &#252;bliche 08/15-Muster verwendet wurde, sondern Regisseur Nick Cassavetes (der den Heulfilmfans seit &#8220;Wie ein einziger Tag&#8221; ein Begriff sein d&#252;rfte) ein paar sch&#246;ne Ideen eingebracht hat. So wird im Laufe der zahlreichen R&#252;ckblenden, die Kates Krankheitsverlauf schildern, jedes Familienmitglied mal zum Erz&#228;hler und darf die eigene Sicht der Dinge beschreiben. Zudem beschr&#228;nkt sich die Story nicht darauf, blo&#223; das Leben der Familie mit dem Krebs zu zeigen. Obwohl das nat&#252;rlich einen gro&#223;en Teil ausmacht und an r&#252;hrseligen Luftblasen-/Strand-/Glatzenszenen nicht gespart wird, werden auch andere Dinge wie die schulischen Schwierigkeiten des Bruders und die Beziehungsprobleme der Eltern beleuchtet.</p>
<p>Das macht &#8220;Beim Leben meiner Schwester&#8221; zu einem guten Mainstream-Heulfilm, der sich von all den anderen durch seine Vielschichtigkeit, sein &#252;berraschendes Ende und vor allem seine wunderbaren Jungschauspieler abhebt, die ihre &#8220;Mama&#8221; Cameron Diaz locker in den Schatten stellen.</p>


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		<title>Potter und Popcorn</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 09:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen waren wir im Kino, im neuen &#8220;Harry Potter&#8221;. Obwohl Spanisch eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt ist, werden die Filme hier – abgesehen von Kinderfilmen – nicht synchronisiert, sondern laufen im Original mit Untertiteln. F&#252;r mich war das nat&#252;rlich super, weil ich so alles verstanden und noch dazu ein paar Zaubereibegriffe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen waren wir im Kino, im neuen &#8220;Harry Potter&#8221;. Obwohl Spanisch eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt ist, werden die Filme hier – abgesehen von Kinderfilmen – nicht synchronisiert, sondern laufen im Original mit Untertiteln. F&#252;r mich war das nat&#252;rlich super, weil ich so alles verstanden und noch dazu ein paar Zaubereibegriffe gelernt habe.</p>
<p>Kino ist sehr beliebt in Costa Rica, obwohl die Auswahl – zumindest bei den Ketten – sehr beschr&#228;nkt ist. Au&#223;er &#8220;Harry Potter&#8221; und &#8220;La Era del Hielo 3&#8243; l&#228;uft im Moment eigentlich gar nichts. Weil man in den normalen Kinos ewig lang anstehen muss (vor allem mittwochs, wenn es zwei Karten zum Preis von einer gibt), hatte uns meine Gastmutter das &#8220;VIP Kino&#8221; empfohlen, das f&#252;r costaricanische Verh&#228;ltnisse etwas teurer ist.</p>
<p>Als wir das Kino betraten, stieg uns sofort der k&#252;nstlich-s&#252;&#223;e Geruch des Popcorns in die Nase. Mir brannten die Augen, so s&#252;&#223; war die Luft! Meine Gastschwester Anna, ein gro&#223;er Popcornfan, kaufte mutig eine XXL-Portion. Nach einer halben Stunde stellte sie aber fest, dass dieses Popcorn selbst f&#252;r sie viel zu s&#252;&#223; ist.</p>
<p>Das Kino dagegen war tats&#228;chlich ganz VIP-m&#228;&#223;ig: Es gab wunderbar weiche, tiefe Sessel, die sogar eine ausfahrbare Fu&#223;ablage hatten, und wer wollte (?!), konnte sich noch mehr Popcorn direkt zum Platz bringen lassen. Es war so gem&#252;tlich, dass ich dort auch h&#228;tte einschlafen k&#246;nnen, w&#228;re der Film nicht so gut gewesen.</p>
<p>Ich mag die &#8220;Harry Potter&#8221;-Filme, weil sie mich wirklich gut unterhalten: Sie sind lustig und spannend, und ich freue mich immer &#252;ber all die fantasievollen Ideen aus der Zauberwelt. Die kenne ich n&#228;mlich meistens gar nicht, weil ich die letzten B&#252;cher nicht mehr gelesen habe. Genau deshalb spare ich mir nun auch jede tiefer gehende Kritik – da m&#252;sst ihr meine Gastgeschwister fragen, die kennen sich besser aus!</p>
<p>Von dem &#8220;VIP-Kino&#8221; war Anna jedenfalls so begeistert, dass sie jetzt ungeduldig auf den Start des n&#228;chsten untertitelten Blockbusters wartet, um nochmal hinzugehen. Dann allerdings ohne Popcorn.</p>


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		<title>State of Play</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 20:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/06/24/state-of-play/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/06/stateofplay1-426x283-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Machen wir uns gerade strafbar?&#8221; &#8211; &#8220;Nein, das nennt man Spitzenjournalismus.&#8221; In Hamburg habe ich einen Workshop bei Spiegel-Redakteur J&#252;rgen Dahlkamp besucht, der uns erz&#228;hlt hat, wie investigativer Journalismus geht. Das klang zwar reizvoll, aber nicht gerade spannend. Eher nach ziemlich viel Aktendurchsicht, Telefoniererei und langen Wartezeiten. Ein ganz anderes Bild entwirft da &#8220;State of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/06/stateofplay1-426x283.jpg" alt="State of Play" title="State of Play" width="426" height="283" class="aligncenter size-medium wp-image-2317" /></p>
<p>&#8220;Machen wir uns gerade strafbar?&#8221; &#8211; &#8220;Nein, das nennt man Spitzenjournalismus.&#8221;</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/06/22/was-macht-man-als-online-redaktion-eigentlich-mit-zweckgebundenem-preisgeld/">Hamburg</a> habe ich einen Workshop bei Spiegel-Redakteur J&#252;rgen Dahlkamp besucht, der uns erz&#228;hlt hat, wie investigativer Journalismus geht. Das klang zwar reizvoll, aber nicht gerade spannend. Eher nach ziemlich viel Aktendurchsicht, Telefoniererei und langen Wartezeiten. Ein ganz anderes Bild entwirft da &#8220;State of Play&#8221;, ein toller Thriller, der zwei Washingtoner Journalisten beim Aufdecken eines politischen Komplotts begleitet.</p>
<p>Alles f&#228;ngt mit zwei Morden an: Der eine, in einem Hinterhof, weckt das Interesse des Journalisten Cal McAffrey (Russell Crowe). Mit seinem Bauchansatz, den ungepflegten Haaren und seiner cool-dreisten Art entspricht er ganz dem &#252;blichen Klischee des verlotterten Reporters. Der andere Mord geschieht an der jungen Assistentin des Kongressabgeordneten Stephen Collins (wunderbar glatt: Ben Affleck), die gerade mit Ermittlungen gegen einen gro&#223;en Konzern besch&#228;ftigt war. Wie sich bald herausstellt, hatte sie auch noch eine Aff&#228;re mit ihrem Chef – genau der richtige Stoff f&#252;r das Politblog von Della Frye (Rachel McAdams), Cals junger Kollegin aus dem Online-Ressort des &#8220;Washington Globe&#8221;.</p>
<p>Als klar wird, dass die beiden Morde irgendwie zusammenh&#228;ngen, treffen Print- und Onlinejournalismus aufeinander. Dieses Thema hat Regisseur Kevin Macdonald ganz bewusst gesetzt. Ihm ging es um die Frage, wie die Zukunft des Journalismus aussieht – und sein Film regt tats&#228;chlich zum Nachdenken an. Doch nicht nur die Kluft zwischen Print und Online wird thematisiert (zum ersten Mal werden hier &#252;brigens Web- statt Titelseiten abgefilmt, um die neuesten Schlagzeilen zu zeigen), sondern auch das Massensterben der amerikanischen Zeitungen. Helen Mirren verk&#246;rpert dieses Dilemma ganz wunderbar als toughe Chefredakteurin, die hin- und hergerissen ist zwischen Auflage und Qualit&#228;t.</p>
<p>Selten schafft es ein Thriller, neben seiner eigentlichen Handlung ein solches Thema anzugehen – noch dazu so ausf&#252;hrlich. Doch damit nicht genug. Weitere Fragen, die bis zum Ende offen bleiben, drehen sich um Krieg: Wer profitiert von den Unruhen in Afrika? Wer finanziert sie? Und wieso stoppt das niemand?</p>
<p>Neben dem Szenenbild, das vor allem die Atmosph&#228;re in der Globe-Redaktion sehr gut vermittelt, sind auch ie Schauspieler in &#8220;State of Play&#8221; durch die Bank toll. Sie schaffen es auffallend schnell, das Beziehungsgeflecht der Charaktere untereinander zu verdeutlichen: Die Skepsis der jungen Bloggerin gegen&#252;ber dem alten Hasen, dessen Hassliebe zu seiner Chefin und nicht zuletzt seine vielen Flirts mit Informanten, Kommissaren, Pathologinnen, die dem Zuschauer ein anerkennendes Grinsen entlocken.</p>
<p>Am fragw&#252;rdigsten ist aber wohl Cals Freundschaft mit dem Abgeordneten, &#252;ber den er nun berichten muss. Die beiden haben sich als Studenten ein Zimmer geteilt und auch die Frau des Politikers ist dem Reporter nicht gerade egal. Da wird so manch boulevardeske Schlagzeile unterdr&#252;ckt, und der Zuschauer fragt sich: Macht er das nun f&#252;r das Renommee seines Freundes oder f&#252;r das seiner Zeitung?</p>
<p>Bei alldem k&#246;nnte man jetzt denken, die Spannung komme hier viel zu kurz, aber das Gegenteil ist der Fall. Das Tempo des Films ist genau richtig, und die Spannung zieht sich durch kluge (auch gut synchronisierte!) Dialoge, dr&#252;ckende Verfolgungsszenen und gut gesetzte Actionsequenzen. Deshalb kann ich &#8220;State of Play&#8221; auch ganz uneingeschr&#228;nkt empfehlen – selbst, wenn investigativer Journalismus in Wahrheit wom&#246;glich viel weniger abenteuerlich ist.</p>


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		<title>Duplicity</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 21:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/05/28/duplicity/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/05/duplicity-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Du vertraust mir doch auch nicht!&#8221; Was nun folgt, ist eine Warnung: Tut es nicht so wie ich. Fallt nicht auf den wirklich verhei&#223;ungsvollen Trailer zu &#8220;Duplicity&#8221;, dem neuen Film von Tony Gilroy, herein. Dieser Mann hat die &#8220;Bourne&#8221;-Triolgie gedreht und vor einiger Zeit auch &#8220;Armageddon&#8221;. Da verzeiht man ihm einen Schnitzer wie &#8220;Michael Clayton&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/05/duplicity.jpg" alt="Duplicity" title="Duplicity" width="426" height="237" class="aligncenter size-full wp-image-1814" /></p>
<p>&#8220;Du vertraust mir doch auch nicht!&#8221;</p></blockquote>
<p>Was nun folgt, ist eine Warnung: Tut es nicht so wie ich. Fallt nicht auf den wirklich verhei&#223;ungsvollen Trailer zu &#8220;Duplicity&#8221;, dem neuen Film von Tony Gilroy, herein. Dieser Mann hat die &#8220;Bourne&#8221;-Triolgie gedreht und vor einiger Zeit auch &#8220;Armageddon&#8221;. Da verzeiht man ihm einen Schnitzer wie <a href="http://www.hurra-blog.de/2008/10/06/drei-kurzfilmkritiken/">&#8220;Michael Clayton&#8221;</a>, ja, man vergisst ihn sogleich und kommt schon gar nicht auf die Idee, misstrauisch zu werden gegen&#252;ber dem Nachfolgewerk.</p>
<p>Der Trailer jedenfalls suggeriert eine wunderbare Thrillerkom&#246;die á la &#8220;Mr. &#038; Mrs. Smith&#8221; – zwei Spione aus gegnerischen Lagern, die sich miteinander verb&#252;nden, um in Liebe (und Ruhe und Reichtum) zusammen zu leben – was will man denn mehr? Zumal Julia Roberts und Clive Owen schon in &#8220;Closer&#8221; ein spannungsreiches Paar abgegeben haben.</p>
<p>Wir packten also unsere sieben Sachen, und dann nichts wie los ins Kino. Kaum sa&#223;en wir da jedoch drin, war es, als ob man mit voller Wucht gegen eine Scheibe rennt. Die Anfangssequenz ist ein Sinnbild f&#252;r den Rest des Films: Viiiiieeeeel zu laaaaangsaaaam pr&#252;geln sich da zwei Personen, die nicht die Hauptdarsteller sind und diesen doch die Show rauben werden.</p>
<p>Paul Giamatti und Tom Wilkinson verk&#246;rpern die Chefs zweier konkurrierender Kosmetikunternehmen, f&#252;r deren Spionageabteilungen Claire (Roberts) und Ray (Owen) arbeiten. Letztere warten auf den gro&#223;en Kn&#252;ller, die neueste Erfindung, das innovative Produkt, dessen Formel sie stehlen und zu Geld machen k&#246;nnen. An dieser Stelle wird das &#8220;Mr. &#038; Mrs. Smith&#8221;-Konzept erweitert um einen satirischen Aspekt, der gen&#252;sslich in alle Richtungen ausgew&#228;lzt wird.</p>
<p>Das w&#228;re ja nicht schlecht, wenn daf&#252;r nicht die Spannung verloren ginge. Stattdessen steht Verwirrung auf dem Programm, und zwar nicht zu knapp: Weder die st&#228;ndigen Zeitspr&#252;nge und Ortswechsel noch die nervigen Split Screens schaffen es, den Film in Fahrt zu bringen. Das alles (und die viel zu langsame Kameraf&#252;hrung im Kontrast dazu) ver&#228;rgert nur, weil man doch auf eine leichte Kom&#246;die gehofft hatte und nicht auf einen Film, bei dem man Buch f&#252;hren muss &#252;ber die Verwicklungen und Hinterlisten der Hauptfiguren. Von dem entt&#228;uschenden, v&#246;llig falschen Ende will ich gar nicht erst anfangen.</p>
<p>Spart euch also &#8220;Duplicity&#8221; und schaut euch lieber mal wieder Angelina und Brad an &#8211; da wei&#223; man, was man hat.</p>


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		<title>Vicky Cristina Barcelona</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 20:01:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/04/14/vicky-cristina-barcelona/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/vickycristinabarcelona-426x319-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Nur unerf&#252;llte Liebe kann romantisch sein.“ In „Vicky Cristina Barcelona“ macht Woody Allen mal ein paar Dinge anders. Das f&#228;llt schon beim Vorspann auf, der zwar im &#252;blichen Wei&#223; auf Schwarz den Film er&#246;ffnet, aber statt mit klassischer diesmal mit flotter spanischer Musik daherkommt. Der tolle Mix aus urigen Gitarrenkl&#228;ngen und luftig-leichten Tanzst&#252;cken pr&#228;gt diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/vickycristinabarcelona-426x319.jpg" alt="Vicky Cristina Barcelona" title="Vicky Cristina Barcelona" width="426" height="319" class="aligncenter size-medium wp-image-1578" /></p>
<p>„Nur unerf&#252;llte Liebe kann romantisch sein.“</p></blockquote>
<p>In „Vicky Cristina Barcelona“ macht Woody Allen mal ein paar Dinge anders. Das f&#228;llt schon beim Vorspann auf, der zwar im &#252;blichen Wei&#223; auf Schwarz den Film er&#246;ffnet, aber statt mit klassischer diesmal mit flotter spanischer Musik daherkommt. Der tolle Mix aus urigen Gitarrenkl&#228;ngen und luftig-leichten Tanzst&#252;cken pr&#228;gt diesen Film ganz besonders und ist sicher einer der besten Allen-Soundtracks seit langem.</p>
<p>Kaum hat man sich dar&#252;ber gefreut, kommt schon die n&#228;chste Neuerung: Ein Erz&#228;hler – der sich im Verlauf des Films allerdings als v&#246;llig &#252;berfl&#252;ssig erweisen wird &#8211; f&#252;hrt die Hauptfiguren ein. Die Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall aus <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/03/05/frostnixon/">Frost/Nixon</a>!) und Cristina (Scarlett Johansson!) kommen nach Barcelona, um bei einem befreundeten Ehepaar den Sommer zu verbringen. Bei einer Vernissage lernen sie den K&#252;nstler Juan Antonio (Javier Bardem!) kennen, der sie spontan zu einem Liebeswochenende nach Oviedo einl&#228;dt. W&#228;hrend die frisch verlobte Vicky die Einladung entr&#252;stet zur&#252;ckweisen will, ist Cristina gleich hingerissen von der offenen, verwegenen Art des Malers. Am Schluss fahren beide mit – und verfallen ihm auch beide (hintereinander).</p>
<p>Schon in dieser ersten halben Stunde macht der Film vor allem eins: Lust auf Spanien. Wenn das Trio Oviedos Kunstsch&#228;tze besichtigt, die Freundinnen durch Barcelonas Gassen streifen und Vicky abends ganz entr&#252;ckt der Gitarrenmusik lauscht, will man sofort auch dahin und diesen aufregenden Sommer miterleben.</p>
<p>Cristina zieht bald zu Juan Antonio, um dann von der R&#252;ckkehr seiner Ex-Frau &#252;berrascht zu werden. Die temperamentvolle Maria Elena (Penélope Cruz!) hat versucht sich das Leben zu nehmen, und muss jetzt von Juan Antonio gesund gepflegt werden. F&#252;r Cristina eine verzwickte Situation: Schnell begreift sie, dass die beiden K&#252;nstler noch immer eine gro&#223;e Leidenschaft f&#252;reinander verbindet.</p>
<p>Es stellt sich heraus, dass Juan Antonio und Maria Elena nicht mit- und nicht ohne einander k&#246;nnen. Cristina wird zur „fehlenden Zutat“ &#8211; und die Paar- zur Dreierbeziehung, in der jeder mal mit jedem schl&#228;ft. Tats&#228;chlich hat Woody Allen es aber hinbekommen, das Ganze zu keiner Zeit anr&#252;chig oder albern wirken zu lassen. Stattdessen vermischt sich die k&#252;hle Sommerbrise Barcelonas mit einer prickelnden Erotik, die von den beiden so un&#228;hnlichen Powerfrauen Johansson und Cruz befeuert wird. Letztere f&#252;llt ihre aufbrausend-hei&#223;bl&#252;tige Rolle dabei so gro&#223;artig aus, dass man manchmal sogar lachen muss, so s&#252;&#223; ist ihre Wut. Den Oscar f&#252;r die beste Nebendarstellerin gabs also v&#246;llig verdient.</p>
<p>Und dann w&#228;re da noch Rebecca Hall. Ihre &#8211; &#252;brigens herrlich sarkastische &#8211; Figur wird von ihrem New Yorker Verlobten &#252;berrascht, der sich in den Kopf gesetzt hat, sie spontan in Spanien zu heiraten. Das Wiedersehen mit ihm f&#228;llt jedoch verhalten aus, da Vicky seit dem Ausrutscher mit Juan Antonio von einem schlechten Gewissen und Zweifeln an ihrer Liebe f&#252;r Doug gequ&#228;lt wird.</p>
<p>&#220;berraschend f&#252;r einen Woody Allen-Film ist auch das Ende, das an dieser Stelle aber ja wohl kaum verraten werden darf. Der Zuschauer wei&#223; jedenfalls schon: Die n&#228;chste Reise geht nach Barcelona.</p>


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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 16:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/03/05/frostnixon/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/03/frostnixon-496x330-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;When the President does it, that means it&#8217;s not illegal.&#8221; Das Tolle an „Frost/Nixon“ ist, dass man nicht mal viel &#252;ber Watergate wissen muss, um diesen Film wirklich packend und gut zu finden. Denn tats&#228;chlich geht es nicht vordergr&#252;ndig um die politische Aff&#228;re, die den Pr&#228;sidenten 1974 zum R&#252;cktritt zwang. Dar&#252;ber sind wahrscheinlich auch genug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/03/frostnixon-496x330.jpg" alt="Frost/Nixon" title="Frost/Nixon" width="426" class="aligncenter size-medium wp-image-1377" /></p>
<p>&#8220;When the President does it, that means it&#8217;s not illegal.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Tolle an „Frost/Nixon“ ist, dass man nicht mal viel &#252;ber Watergate wissen muss, um diesen Film wirklich packend und gut zu finden. Denn tats&#228;chlich geht es nicht vordergr&#252;ndig um die politische Aff&#228;re, die den Pr&#228;sidenten 1974 zum R&#252;cktritt zwang. Dar&#252;ber sind wahrscheinlich auch genug Filme gedreht worden. Stattdessen geht es darum, mit ihr aufzur&#228;umen.</p>
<p>Initiator ist der Fernsehmann David Frost (Michael Sheen), den man eigentlich eher als Entertainer bezeichnen w&#252;rde statt als Journalisten. Kein Wunder also, dass kein amerikanischer Sender seine Angebote f&#252;r die Rechte an den Interviews ernst nimmt. Frost muss die zwei Millionen Dollar teure Produktion aus eigener Tasche bezahlen und vergisst &#252;ber das ganze Investorenumwerben fast v&#246;llig, sich auf die vier Interviewtage vorzubereiten.</p>
<p>So ist der ehemalige Pr&#228;sident Richard Nixon (Frank Langella) gleich von Beginn an im Vorteil und raubt Frost und seinem Team mit reichlich langen Antworten wertvolle Zeit. Das Team besteht &#252;brigens aus tollen Schauspielern wie Matthew Macfayden (Mr. Darcy aus „Stolz und Vorurteil“ – aber pl&#246;tzlich blond!) oder Oliver Platt (der noch viel mehr Nebenrollen in allen Filmen spielen soll). Sie sorgen mit ihren spitzfindigen Spr&#252;chen f&#252;r Abwechslung, w&#228;hrend die wunderbare Rebecca Hall als Frosts Freundin den Glamour in den Film bringt.</p>
<p>Der Zuschauer indes fiebert mit und sch&#228;mt sich fremd, f&#252;r Frost, der wochenlang gro&#223;e T&#246;ne gespuckt hatte und nun nichts bieten kann au&#223;er eines ziemlich penetranten Grinsens. (Dieses Grinsen kennen wir &#252;brigens schon aus „Die Queen“, wo Michael Sheen Prime Minister Tony Blair verk&#246;rperte.)</p>
<p>Das ist umso schlimmer, weil der Zuschauer selbst zwischen den St&#252;hlen sitzt. Denn w&#228;hrend politisch gesehen eigentlich klar sein sollte, auf wessen Seite man steht, werden aus charakterlicher Sicht die Karten neu gemischt. Frank Langella stellt Nixon n&#228;mlich keineswegs als eiskalten Politiker dar. Ihm geht es genau wie dem Journalisten um die eigene Rehabilitation. Von Anfang an ist aber klar, dass die nur einer von beiden bekommen kann.</p>
<p>Dabei &#252;berrascht, wie gut es Regisseur Ron Howard gelingt, diese Geschichte, die eigentlich nur aus Dialog besteht, spannend wie einen Actionfilm zu gestalten. Die Wortgefechte erinnern an Schach, das auch nur eine Metapher f&#252;r Krieg ist. Nicht umsonst betont Nixon immer wieder, dass hier „mit harten Bandagen“ gek&#228;mpft werde. Am Ende, und das darf man ja ruhig verraten, werden seine schw&#228;cher sein. Der Zuschauer verl&#228;sst den Kinosaal mit einer derart gro&#223;en Zufriedenheit, dass sie wahrscheinlich nur noch von David Frost selbst &#252;bertroffen werden k&#246;nnte.</p>


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		<title>Er steht einfach nicht auf dich</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 20:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2009/02/16/er-steht-einfach-nicht-auf-dich/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/erstehteinfachnichtaufdich-426x283-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Du bist nicht die Ausnahme, du bist die Regel!&#8221; Die Grundidee von „Er steht einfach nicht auf dich“ ist ja eigentlich nicht schlecht. Die haben sich wahrscheinlich gedacht: Machen wir doch mal wieder so einen richtig sch&#246;nen Liebesfilm, am besten mit tollen Schauspielern. Scarlett Johansson zum Beispiel, oder Jennifer Connelly. Tja, und das wars dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/erstehteinfachnichtaufdich-426x283.jpg" alt="Er steht einfach nicht auf dich" title="Er steht einfach nicht auf dich" width="426" height="283" class="aligncenter size-medium wp-image-1318" /></p>
<p>&#8220;Du bist nicht die Ausnahme, du bist die Regel!&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Grundidee von „Er steht einfach nicht auf dich“ ist ja eigentlich nicht schlecht. Die haben sich wahrscheinlich gedacht: Machen wir doch mal wieder so einen richtig sch&#246;nen Liebesfilm, am besten mit tollen Schauspielern. Scarlett Johansson zum Beispiel, oder Jennifer Connelly. Tja, und das wars dann auch schon mit den guten Ideen.</p>
<p>Dann fingen sie n&#228;mlich an, Fehler zu machen, die wir schon aus anderen Liebesfilmen mit tollen Schauspielern kennen. Nehmen wir doch nur mal „Tats&#228;chlich… Liebe“: Die Fehler, die bei diesem Film gemacht wurden, wiederholen sich hier fast 1 zu 1. Man hat den ohnehin schon merkw&#252;rdigen Originaltitel einfach plump ins Deutsche &#252;bersetzt. Man hat versucht, zu viele Protagonisten durch zu viele Geschichten zu verbinden. Aber hey, wenigstens hat man das Ganze damals nicht auch noch in dumme Kapitel eingeteilt!</p>
<p>Und im Gegensatz zu „Tats&#228;chlich… Liebe“, der mit Hugh Grant und Colin Firth gleich zwei schnuckelige Typen aufweisen konnte (ganz zu schweigen von Liam Neeson und Mr. Snape), hat dieser Film von der m&#228;nnlichen Seite aus rein gar nichts zu bieten. Au&#223;er nat&#252;rlich man steht auf Ben Affleck.</p>
<p>Leider wird auch die weibliche Seite durch Fehlbesetzungen wie Jennifer Aniston, die einfach nicht aus ihrer „Friends“-Rolle herauskommt, wieder neutralisiert. Scarlett Johansson teilt &#252;brigens das Schicksal von Frau Aniston, zumindest was diesen Film anbelangt. Ihre Figur erinnert stark an die forsche Lola aus „Match Point“ – nur oberfl&#228;chlicher.</p>
<p>Achja, und dann ist da nat&#252;rlich noch der Plot. Er hangelt sich an Gigi (Ginnifer Goodwin) entlang, die sich immer wieder in Typen verguckt, die rein gar nichts von ihr wissen wollen. Als Erz&#228;hlerin geht sie eigentlich den ganzen Film &#252;ber der Frage nach, woran es blo&#223; liegt, dass man mitunter zur&#252;ckgewiesen wird. Leider findet sie aber keine Antworten.</p>
<p>Die einzelnen Episoden, die sich um das Liebesleben von ihr, ihren Bekannten und den Bekannten ihrer Bekannten drehen, sind dabei allesamt viel zu schlicht und vorhersehbar. So h&#228;tte man den Erz&#228;hlstrang um Mary (Drew Barrymore), die eine Single-Redakteurin bei einem Schwulenmagazin verk&#246;rpert und ausschlie&#223;lich per Web 2.0 flirtet, sicher viel lustiger und nerdiger gestalten k&#246;nnen.</p>
<p>Alles in allem finden sich vielleicht drei wirkliche Lacher, zwei vielversprechende (aber falsch umgesetzte) Ideen und null wahre S&#228;tze in diesem Film, der auf dem Beziehungsratgeber der beiden „Sex and the City“-Autoren Greg Behrendt und Liz Tucchilo basiert. Wenn die Macher dann statt einer Schlussszene f&#252;nf aneinanderklatschen und selbst im Abspann noch nicht zum Ende kommen k&#246;nnen, fragt man sich, warum man eigentlich die Kinokarte gekauft hat.</p>


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		<title>Tintenherz</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 18:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/12/22/tintenherz/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/funke7_bm_berlin_ba_387101g-426x284-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Ich bevorzuge Geschichten, die so vern&#252;nftig sind, auf den Seiten zu bleiben, wo sie hingeh&#246;ren.&#8221; Auf Tintenherz habe ich mich sozusagen &#228;ngstlich gefreut. Gefreut deshalb, weil Cornelia Funke die Autorin meiner Kindheit ist. Ich habe bestimmt 15 B&#252;cher von ihr im Regal und jedes wirklich verschlungen. &#196;ngstlich, weil die Verfilmung ihres bisher gr&#246;&#223;ten und aufwendigsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/funke7_bm_berlin_ba_387101g-426x284.jpg" alt="Tintenherz" title="Tintenherz" width="426" height="284" class="aligncenter size-medium wp-image-1101" /></p>
<p>&#8220;Ich bevorzuge Geschichten, die so vern&#252;nftig sind, auf den Seiten zu bleiben, wo sie hingeh&#246;ren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf Tintenherz habe ich mich sozusagen &#228;ngstlich gefreut. Gefreut deshalb, weil Cornelia Funke die Autorin meiner Kindheit ist. Ich habe bestimmt 15 B&#252;cher von ihr im Regal und jedes wirklich verschlungen. &#196;ngstlich, weil die Verfilmung ihres bisher gr&#246;&#223;ten und aufwendigsten Werkes im Vorfeld vielfach kritisiert wurde: Die Darsteller seien entweder zu alt oder zu jung, zu viele Dinge seien ausgelassen worden, das Ende fatal ver&#228;ndert.</p>
<p>Ich glaube, die meisten dieser Kritiker geh&#246;ren zu der Sorte, die Literaturverfilmungen grunds&#228;tzlich nicht so gut haben kann. Vor allem, wenn es sich, wie bei „Tintenherz“, um eine Ode an die B&#252;cher handelt: Da kann der Hauptdarsteller das, wovon jeder Leser eines gutes Buches tr&#228;umt &#8211; die Geschichten Wirklichkeit werden lassen. Als er jedoch einen Schuft aus einer Fantasiewelt herausliest, nimmt das Ganze eine dunkle Wendung. Ein Stoff, der wie gemacht ist f&#252;r die Leinwand!</p>
<p>Zumal Cornelia Funke uns doch in den letzten Jahren mehrmals gezeigt hat, wie gut ihre Werke im Kino funktionieren: Die Verfilmungen von den „Wilden H&#252;hnern“, vom „Herrn der Diebe“ und insbesondere „Mississippi“ waren allesamt sehr gelungen und f&#252;r Kinder sicher ebenso ansprechend wie die B&#252;cher.</p>
<p>Bei „Tintenherz“ ist es nun nicht viel anders, mit dem Unterschied vielleicht, dass hier erstmals wahre Hollywood-Gr&#246;&#223;en zum Einsatz kommen: Brendan Fraser gibt einen herrlichen Mo – kein Wunder, ist er doch gut mit der Autorin befreundet, die ihn schon beim Schreiben der Figur vor Augen hatte. Und dann Helen Mirren, bei der ich mich gefragt habe, warum ich eigentlich beim Lesen nicht selbst auf sie gekommen bin. Sie passt so perfekt in diese Rolle, ihre schnippische Art, ihr Gang, sogar die spitze Nase entsprechen genau der Elinor, die ich mir immer vorgestellt habe.</p>
<p>Und dann nat&#252;rlich Paul Bettany, der den innerlich zerrissenen Charakter von Staubfinger wirklich gut darstellt. Den Mann mag ich ja sowieso, obwohl er der erste und bislang einzige Schauspieler ist, durch den ich im Kino vor Schreck einen Wadenkrampf bekam (als er als M&#246;nch in „Sakrileg“ kurz nach der Pause so von der Seite reinspringt (das hat er dann in „Wimbledon“ wieder gutgemacht)).</p>
<p>Die Kritik, dass gerade die Kinder, Meggie und Farid, &#228;lter sind als im Buch, mag zutreffen – ist aber nicht von Belang, denn der Film funktioniert auch mit einer 14- oder 15j&#228;hrigen Meggie (Eliza Hope Bennett) sehr gut. Bei Farid (Rafi Gavron) dagegen war ich ein bisschen entt&#228;uscht, der schien nun wirklich viel zu alt.</p>
<p>Ansonsten kommen aber tats&#228;chlich alle guten Personen in „Tintenherz“ genauso r&#252;ber, wie ich sie im Kopf hatte – ganz im Gegensatz zu den b&#246;sen. Vielleicht liegt das daran, dass Beschreibungen von B&#246;sewichten (insbesondere, wenn sie einer Fabelwelt entspringen) der Fantasie einen viel gr&#246;&#223;eren Spielraum lassen. Mir pers&#246;nlich waren die Schurken im Film alle noch nicht fies und ruppig genug. Gruselig war es aber trotzdem!</p>
<p>Das liegt sicher auch an den wunderbaren Kulissen. Auf der einen Seite sind da die gem&#252;tlichen B&#252;cherm&#228;rkte in italienischen D&#246;rfern, &#252;ber die Meggie mit ihrem Vater streift, und das einladende gro&#223;e Haus von Elinor, das nicht weniger B&#252;cher aufweist und direkt am Meer gelegen ist. Auf der anderen Seite die finstere, verlotterte Festung von Chef-B&#246;sewicht Capricorn, der dort mit einer missratenen Armee sein Unwesen treibt. Ich glaube, Cornelia Funke hatte ihren Spa&#223; an diesen so liebevoll gestalteten, detaillierten Sets. Vielleicht war es sogar ein bisschen so, als ob man sie in ihre eigene Welt versetzt h&#228;tte. Denn genau darum geht es ja in „Tintenherz“: Dass B&#252;cher wirklich werden und man an den Geschichten teilnehmen kann. </p>
<p>So ist der Film auf jeden Fall etwas f&#252;r alle Leseratten, aber auch f&#252;r Fantasten und Abenteurer, die an einem langweiligen Winterabend mal wieder etwas erleben wollen. Ich jedenfalls hoffe, dass die Trilogie auch im Kino vervollst&#228;ndigt wird und es nicht blo&#223; bei diesem ersten Teil bleibt. Und vielleicht kann man ja beim n&#228;chsten Mal auch das Ende von der Vorlage &#252;bernehmen.</p>


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		<title>Elegy</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 09:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/11/23/elegy/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/11/elegy-426x270-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Die gr&#246;&#223;te &#220;berraschung im Leben eines Mannes ist das Alter.“ In einem sehr europ&#228;isch wirkenden New York lebt David Kepesh (Ben Kingsley), kahlk&#246;pfiger Professor und Teil der st&#228;dtischen Bildungselite. In Fernsehsendungen spricht er &#252;ber Literatur, in der Uni wird er von seinen Studentinnen angehimmelt – und nutzt das auch aus. Doch vor einiger Zeit hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/11/elegy-426x270.jpg" alt="" title="Elegy" width="426" height="270" class="aligncenter size-medium wp-image-1011" /></p>
<p>„Die gr&#246;&#223;te &#220;berraschung im Leben eines Mannes ist das Alter.“</p></blockquote>
<p>In einem sehr europ&#228;isch wirkenden New York lebt David Kepesh (Ben Kingsley), kahlk&#246;pfiger Professor und Teil der st&#228;dtischen Bildungselite. In Fernsehsendungen spricht er &#252;ber Literatur, in der Uni wird er von seinen Studentinnen angehimmelt – und nutzt das auch aus. Doch vor einiger Zeit hat man neben seinem B&#252;ro ein Schild mit der Notrufnummer f&#252;r sexuell bel&#228;stigte Frauen aufgeh&#228;ngt. Seitdem l&#228;uft es nicht mehr so gut. Zum Gl&#252;ck hat er noch diese andere regelm&#228;&#223;ige Aff&#228;re, gespielt von Patricia Clarkson, die weder durch Verpflichtungen noch durch Erwartungen die hei&#223; geliebte Unabh&#228;ngigkeit des alternden Mannes einschr&#228;nkt.</p>
<p>Doch dann lernt er die kubanischst&#228;mmige Studentin Consuela (Penelope Cruz) kennen und verf&#228;llt ihr v&#246;llig. Am liebsten w&#252;rde er sie besitzen, h&#228;tte er sie ganz f&#252;r sich. Aber diese sehr kluge und elegante Frau wei&#223;, was sie will – und auch, was sie nicht will. So liest sie ihm die Leviten, als er sie, von Eifersucht getrieben, verfolgt. Sp&#228;ter wendet sich das Blatt: Nun will sie eine ernste Beziehung und gibt ihm schlie&#223;lich den Laufpass, weil er sich nach &#252;ber einem Jahr noch immer weigert, ihre Eltern kennenzulernen. Das st&#252;rzt Kepesh in eine tiefe Krise.</p>
<p>Besonders interessant ist, dass dieser Film, der auf dem Roman „Das sterbende Tier“ von Philip Roth basiert, von einer Frau realisiert wurde. Regisseurin Isabel Coixet, selbst erst 48, beobachtet den alten Macho aus weiblicher Perspektive – was die Zuschauerinnen neben mir &#246;fters entsetzt schnaufen lie&#223;. Doch dieses Schnaufen wurde mit der Zeit weniger, bis ich nach einer halben Stunde gar nichts mehr h&#246;rte. Denn durch die Begegnung mit Consuela zeigen sich neue Charakterz&#252;ge Kepeshs, die ihn wenn auch nicht sympathisch, dann doch zumindest menschlicher erscheinen lassen.</p>
<p>So w&#252;rde man sicher zehnmal lieber mit Dennis Hopper befreundet sein, der den besten Freund der Hauptfigur spielt. Er ist einer von den wenigen Menschen, die den Professor sein Leben lang begleiten. Auch darum geht es in „Elegy“, dessen Handlung sich &#252;ber mehrere Jahre erstreckt. Der Film beschreibt sehr genau das engere soziale Netz des Professors. Da w&#228;re, neben dem besten Freund und der Daueraff&#228;re, noch sein Sohn (Peter Sarsgaard), mit dem ihn eine Hass-Liebe verbindet. Zum Schluss wird er durch die Gespr&#228;che mit ihm zu einer neuen Erkenntnis kommen. Leider ist es dann schon fast zu sp&#228;t.</p>
<p>In einer Vorlesung am Anfang des Films erkl&#228;rt Kepesh seinen Studenten, dass ein Buch nicht mehr dasselbe sein wird, wenn man es nach zehn Jahren noch einmal liest. Das trifft bestimmt auch auf diesen Film zu. Da ist so oft die Rede von Ehe, langen Beziehungen (und kurzen), vom Altern und Verg&#228;nglichkeit, dass man, wenn man mehr Erfahrungen mit diesen Dingen gemacht hat, sicher noch viel mehr aus dem Stoff herausziehen kann. Vielleicht erkennt man sich dann sogar in der Figur David Kepesh wieder.</p>
<p>Gerade deswegen bin ich so gespannt auf den Tag, an dem ich diesen sehr ruhigen, sehr guten Film noch einmal sehen werde. Ich freue mich jetzt schon auf die erneuten ausf&#252;hrlichen Charakterisierungen, die durchweg guten Schauspieler und die leise Musik – und auf die vielen neuen Dinge, die ich dann an „Elegy“ entdecken werde.</p>


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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 20:28:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/10/29/burn-after-reading/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/burnafterreading-426x285-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Ein Alkoholproblem? Du bist Mormone, verdammte Schei&#223;e! Im Vergleich zu dir hat jeder ein Alkoholproblem!&#8221; Zu Burn After Reading kann ich einfach nicht viel schreiben. Ich habe die Geschichte bis heute nicht ganz geblickt. Gibt es &#252;berhaupt eine? Normalerweise sollte das die erste Voraussetzung f&#252;r einen Film sein. Ich glaube, bei diesem war es das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/burnafterreading-426x285.jpg" alt="" title="Burn After Reading" width="426" height="285" class="aligncenter size-medium wp-image-931" /></p>
<p>&#8220;Ein Alkoholproblem? Du bist Mormone, verdammte Schei&#223;e! Im Vergleich zu dir hat jeder ein Alkoholproblem!&#8221;</p></blockquote>
<p>Zu Burn After Reading kann ich einfach nicht viel schreiben. Ich habe die Geschichte bis heute nicht ganz geblickt. Gibt es &#252;berhaupt eine? Normalerweise sollte das die erste Voraussetzung f&#252;r einen Film sein. Ich glaube, bei diesem war es das nicht.</p>
<p>Es ging wohl viel mehr um f&#252;nf gro&#223;artige Schauspieler: George Clooney. Brad Pitt. Tilda Swinton. Frances McDormand. John Malkovich. Schon ein einzelner dieser Namen zieht die Leute wie ein Magnet in die Lichtspielh&#228;user &#8211; wom&#246;glich ist das eines der Dinge, &#252;ber die sich mit diesem Film lustig gemacht werden soll. Sowieso wird sich &#252;ber grunds&#228;tzlich alles lustig gemacht, ich finde gar keinen Anfang, das aufzuz&#228;hlen.</p>
<p>Jedenfalls ist dann da eine Fitnesstrainerin mit schwabbeligen Oberarmen, ein Fitnesstrainer mit merkw&#252;rdiger Frisur, ein Typ mit Sucht nach Sex, ein anderer Typ, der vom Geheimdienst gefeuert wurde, und durch ein paar dumme, wirklich dumme Zuf&#228;lle kreuzen sich die Wege dieser Leute. Das f&#252;hrt zu einem gro&#223;en Gag-Feuerwerk, aus dem ganz besonders Brad Pitt hervorsticht. Er ist einfach grandios doof &#8211; was jedoch dazu f&#252;hrt, dass er den Film fr&#252;hzeitig verlassen muss.</p>
<p>Die anderen vier toben sich &#8211; gemeinsam mit tollen Nebendarstellern wie Richard Jenkins und J.K. Simmons (dem Papa von Juno) &#8211; weiter auf der gro&#223;en &#8220;Burn After Reading&#8221;-Spielwiese aus. Irgendwo habe ich gelesen, dass George Clooney den Coen-Br&#252;dern geschworen hat, dies sei das letzte Mal, dass er f&#252;r sie einen Schwachkopf gebe. Auch wenn er genug hat, kostet er das noch einmal voll aus.</p>
<p>Zu Beginn des Films hatte die Kamera aus dem Weltall heraus auf einen Flecken Erde gezoomt. Ganz am Ende zoomt sie aus genau diesem Ort wieder heraus. Der Film endet, wo er aufh&#246;rt, und der Zuschauer sitzt da und sieht den Abspann, im Kopf eine Verwirrung a la &#8220;Was lernen wir daraus?&#8221;. Doch selbst dar&#252;ber haben sich die Coen-Br&#252;der ja kurz zuvor schon lustig gemacht. In einer der letzten Szenen hat n&#228;mlich der Boss der CIA seinen Angestellten genau das gleiche gefragt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Drei Kurzfilmkritiken</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 20:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[George Clooney]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Natalie Portman]]></category>
		<category><![CDATA[Scarlett Johansson]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/10/06/drei-kurzfilmkritiken/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/michaelclayton-210x140-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>Um wenigstens einen Neujahrsvorsatz einzuhalten muss ich noch unbedingt das Kinokritik-Regal auf den neusten Stand bringen. Drei Filme sind da n&#228;mlich noch gar nicht drin. Merkw&#252;rdigerweise sind das alles welche, die ich als nicht so herausragend empfunden habe – deshalb mach ichs kurz: Michael Clayton Hier erinnere ich mich sogar viel mehr an die Umst&#228;nde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um wenigstens einen <a href="http://www.hurra-blog.de/?p=370">Neujahrsvorsatz</a> einzuhalten muss ich noch unbedingt das Kinokritik-Regal auf den neusten Stand bringen. Drei Filme sind da n&#228;mlich noch gar nicht drin. Merkw&#252;rdigerweise sind das alles welche, die ich als nicht so herausragend empfunden habe – deshalb mach ichs kurz:</p>
<p><strong>Michael Clayton</strong></p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/michaelclayton-210x140.jpg" alt="" title="Michael Clayton" width="210" height="140" class="alignright size-medium wp-image-861" />Hier erinnere ich mich sogar viel mehr an die Umst&#228;nde, unter denen ich den Film gesehen habe, als an den Film selbst. Es ging um irgendeinen verlotterten Anwalt (George Clooney) der was mit einer Frau (Tilda Swinton) zu tun hat, die nachher ordentlich auf die Nase f&#228;llt. Das war nicht wirklich spannend oder aufw&#252;hlend – wohl ein Grund daf&#252;r, dass ich den Rest vergessen habe.</p>
<p>Der Hauptgrund wird aber sein, dass mir den ganzen Film &#252;ber so schrecklich kalt war. Zusammen mit <a href="http://www.elephantwalks.com">Roman</a> und <a href="http://www.christowski.de/blog">Christoph</a> sa&#223; ich n&#228;mlich im Freiluftkino in Berlin Friedrichshain. Sehr sch&#246;n da, wirklich! Aber eben auch sehr kalt. Frierend knabberten wir an hartem t&#252;rkischen Geb&#228;ck.</p>
<p><strong>Die Schwester der K&#246;nigin</strong></p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/dieschwesterderkoenigin-210x139.jpg" alt="" title="Die Schwester der K&#246;nigin" width="210" height="139" class="alignleft size-medium wp-image-862" />DER war wiederum sehr spannend! Und mit Scarlett Johansson UND Natalie Portman! Die beiden haben toll gespielt und toll ausgesehen und dem Zuschauer einmal mehr bewusst gemacht, wie schwer es die Frauen im Mittelalter hatten. Die m&#228;nnliche Hauptrolle empfand ich mit Eric Bana als irgendwie zu schwach besetzt, wahrscheinlich wirkt aber fast jeder neben diesen beiden grandiosen Schauspielerinnen ziemlich blass.</p>
<p>Achja, worum geht’s? Im 16. Jahrhundert k&#228;mpfen zwei Schwestern um die Zuneigung des englischen K&#246;nigs Heinrich VIII. und gehen dabei ziemlich intrigant vor. Am Ende stirbt jemand. Oder alle? Habe ich vergessen.</p>
<p><strong>Dir Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia</strong></p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/prinzkaspianvonnarnia-210x140.jpg" alt="" title="Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia" width="210" height="140" class="alignright size-medium wp-image-863" />Nachdem ich den ersten Teil nur auf DVD gesehen hatte, nahm ich mir vor, die beiden restlichen Teile der Trilogie im Kino zu sehen. Das lohnt sich auch ob spektakul&#228;rer Naturaufnahmen und sch&#246;ner animierter Fabelwesen. Was mich am meisten an den Verfilmungen beeindruckt, sind die wunderbaren Jungschauspieler, die man alle so schnell liebgewinnt.</p>
<p>Dieser Teil hatte f&#252;r mein Gef&#252;hl allerdings ein paar Schlachten zu viel. Trotzdem werde ich auch den dritten wieder auf einer gro&#223;en Leinwand sehen – und wenn es nur ist, um sagen zu k&#246;nnen, dass ich doch mal eine komplette Trilogie gesehen habe.</p>


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		<title>Br&#252;gge sehen… und sterben?</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 11:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/09/12/bruegge-sehen-und-sterben/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/09/brueggesehenundsterben-426x282-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Eine Uzi? Ich bin doch kein Gangsterrapper. Ich m&#246;chte eine normale Waffe f&#252;r einen normalen Menschen.&#8221; Was man bei einem Film, der &#8220;Br&#252;gge sehen&#8230; und sterben?&#8221; hei&#223;t, erwarten kann – darauf gibt es unz&#228;hlige Antworten. Es k&#246;nnte die tragische Geschichte einer letzten Reise ein, bevor die Hauptfigur stirbt, oder eine Klassenfahrtskom&#246;die, oder ein Horroschocker. Oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/09/brueggesehenundsterben-426x282.jpg" alt="" title="Br&#252;gge sehen... und sterben?" width="426" height="282" class="aligncenter size-medium wp-image-741" /></p>
<p>&#8220;Eine Uzi? Ich bin doch kein Gangsterrapper. Ich m&#246;chte eine normale Waffe f&#252;r einen normalen Menschen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was man bei einem Film, der &#8220;Br&#252;gge sehen&#8230; und sterben?&#8221; hei&#223;t, erwarten kann – darauf gibt es unz&#228;hlige Antworten. Es k&#246;nnte die tragische Geschichte einer letzten Reise ein, bevor die Hauptfigur stirbt, oder eine Klassenfahrtskom&#246;die, oder ein Horroschocker. Oder eben ein schmissiger Gangsterfilm.</p>
<p>Wer vor dem Anschauen des Langfilmdeb&#252;ts von Trotzdem-schon-Oscargewinner Martin McDonagh etwas mehr wissen m&#246;chte, f&#252;r den kommt hier ein kurzer Abriss der Geschichte: Die beiden Auftragskiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) werden von ihrem Boss Harry (unfassbar b&#246;se: Ralph Fiennes) nach Br&#252;gge geschickt. Das ist nicht gerade eine Metropole, wenn es um Auftragsmorde geht. Eigentlich ist Br&#252;gge in keinem Bezug eine Metropole. Was sie dort sollen, wissen die beiden jedenfalls nicht, und so versucht der &#228;ltere Ken den &#8220;kleinen&#8221; Ray zu ein bisschen Touristengetue zu &#252;berreden.</p>
<p>Bei ihrer Stadtbesichtigung lernen sie neben einer attraktiven jungen Frau mit Nazi-Ex-Freund auch noch eine ziemlich dicke amerikanische Familie kennen und einen Gnom, der gef&#228;lligst Zwerg genannt werden will. Schauspieler Jordan Rentice spielt diese Rolle als eine biestige Parodie seiner selbst.</p>
<p>Dann schlie&#223;lich kommt der lang erwartete Auftrag – und der ist eine gro&#223;e &#220;berraschung.</p>
<p>Der Film lebt zum Einen von seinen Hauptfiguren: Farrell und Gleeson geben ein wunderbar gegens&#228;tzliches Paar ab, sie sind wie Dick und Doof. W&#228;hrend man dem liebensw&#252;rdigen Ken, der seinen Partner wie einen Sohn behandelt, gar nicht abnehmen m&#246;chte, dass er ein kaltbl&#252;tiger Killer ist, wirkt Ray gr&#246;&#223;tenteils wie ein quengelndes Kind, das genervt ist von &#8220;diesem Schei&#223;-Br&#252;gge&#8221;, dem Warten, den Touristen, von einfach allem.</p>
<p>Und dann ist es nat&#252;rlich auch diese verschrobene Geschichte, die eine keimende Liebe und eine unausgesprochene Freundschaft, ein schlimmes Trauma und eine aufregende Verfolgungsjagd zu einem gro&#223;en Paket verschn&#252;rt. Das Ganze ist jeweils lustig, spannend, sogar traurig – und spielt ausgerechnet in Br&#252;gge.</p>
<p>Die Stadt wird im Film herrlich auf die Schippe genommen. Trotzdem will man gleich seine Tasche packen und hinfahren. Auch, wenn man dort wom&#246;glich schon nach zwei Tagen ebenso gro&#223;e Langeweile empfinden wird wie Ray. Auch, wenn dort die vom Pferdeberuhigungsmittel berauschten <s>Gnome</s> Zwerge nicht zur&#252;ckgr&#252;&#223;en. Ja, selbst dann, wenn man riskieren muss, dort einem eiskalten Profikiller zu begegnen.</p>


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		<title>Be Kind Rewind</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 14:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Michel Gondry]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/08/15/be-kind-rewind/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/08/bekindrewind-420x281-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>„Nicht ich habe das Kraftwerk manipuliert. Das Kraftwerk hat mich manipuliert!“ Dass Michel Gondry ein gro&#223;er, vielleicht der gr&#246;&#223;te aller Bastler ist, wissen wir sp&#228;testens seit „Science of Sleep“. Mit „Be Kind Rewind“ (dessen deutschen Titel man sich mal wieder getrost h&#228;tte sparen k&#246;nnen) &#252;bertrifft er sich jedoch noch einmal selbst. Es geht um den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/08/bekindrewind-420x281.jpg" alt="" title="Be Kind Rewind" width="420" height="281" class="aligncenter size-medium wp-image-644" /></p>
<p>„Nicht ich habe das Kraftwerk manipuliert. Das Kraftwerk hat mich manipuliert!“</p></blockquote>
<p>Dass Michel Gondry ein gro&#223;er, vielleicht der gr&#246;&#223;te aller Bastler ist, wissen wir sp&#228;testens seit „Science of Sleep“. Mit „Be Kind Rewind“ (dessen deutschen Titel man sich mal wieder getrost h&#228;tte sparen k&#246;nnen) &#252;bertrifft er sich jedoch noch einmal selbst.</p>
<p>Es geht um den schnuffeligen Mike (Mos Def!), dem von seinem Chef f&#252;r einige Tage die Verantwortung f&#252;r die mehr schlecht als recht laufende Videothek &#252;bertragen wird. Das Ungl&#252;ck kommt in Form von Mikes Freund Jerry, gespielt von Jack Black, welcher mich hier nach „School of Rock“ wieder in meinem Verdacht best&#228;tigt, dass er eigentlich nur sich selbst spielen kann, oder? Wie auch immer, nach einem misslungenen Anschlag auf ein Elektrizit&#228;tswerk ist Jerry magnetisch und l&#246;scht alle Kassetten in der Videothek. Aus der Not heraus beschlie&#223;en die beiden, Kultfilme wie „Ghost Busters“ oder „Rush Hour 2“ einfach nachzudrehen – und sind damit &#252;berraschend erfolgreich.</p>
<p>Dieses Mal ist es nicht blo&#223; die schlichtweg &#252;berbordende Kreativit&#228;t Michel Gondrys, die den Zuschauer so begeistert, sondern auch der vielschichtige Humor, in den er das alles verpackt. Hier wird ein Gag nach dem anderen abgefeuert, sei es durch Dialoge, Mimik oder einfach das Bild. Lange nicht mehr habe ich so &#252;ber einen Film gelacht.</p>
<p>Dazu tragen aber auch die Hauptfiguren bei. Die zwei sind, das muss man wohl so sagen, sicher nicht die hellsten Kerzen im Leuchter. Aber das ist es auch, was sie so liebenswert macht – und was sie mit den &#252;brigen Charakteren gemein haben. Gondry schafft eine Nachbarschaft, die zu skurril ist, als dass sie Wirklichkeit sein k&#246;nnte, und dennoch w&#252;nscht man sich von Herzen, dort einzuziehen.</p>
<p>Und erst die Filme! Um sich Zeit f&#252;r ihre selbstgedrehten Videos zu verschaffen, erkl&#228;ren Mike und Jerry der Kundschaft, diese m&#252;ssten erst aus Schweden importiert werden. Die „geschwedeten“ Versionen sind – nach dem grandiosen Erstling „Ghost Busters geschwedet“ – derma&#223;en erfolgreich, dass die Jungs in Zugzwang kommen. Alle wollen jetzt ihre Do-It-Yourself-Filme sehen. Die beiden suchen sich Verst&#228;rkung in Form der s&#252;&#223;en Alma (Melanie Diaz) und drehen fortan einen Kultstreifen nach dem anderen. Frei nach dem Motto „ihr wollt es, wir drehen es!“ schaffen sie es sogar, den „K&#246;nig der L&#246;wen“ – einen Zeichentrickfilm! &#8211; neu zu verfilmen. Der bunte Trubel wird durch lange Kamerafahrten zusammengefasst, die einem wie Wimmelbilder aus dem Kinderzimmer das Gef&#252;hl geben, nie alles sehen zu k&#246;nnen, was da an Witz und Ideenreichtum drinsteckt.</p>
<p>Schlussendlich ist es auch diese besondere Gondrymachart, die den Film ausmacht: „Be Kind Rewind“ ist zu keinem Zeitpunkt ein typisch glanzvoller, gro&#223; t&#246;nender Hollywood-Blockbuster, nicht einmal dann, wenn Sigourney Weaver einen garstigen Gastauftritt hinlegt. Vielmehr hat man am Ende das Gef&#252;hl, einen komplett „geschwedeten“ Film gesehen zu haben. Der ist so inspirierend und begl&#252;ckend wie „Science of Sleep“ – nur eben noch schneller, spannender, bunter und lustiger.</p>


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		<title>So ist Paris</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2008/07/29/so-ist-paris/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 17:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.hurra-blog.de/2008/07/29/so-ist-paris/><img src=http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/08/soistparis-420x279-85x85.jpg class=imgtfe hspace=10 align=left width=100  border=0></a>&#8220;Wir sagen ihnen, dass ich bald sterbe. Dann k&#246;nnen sie sich wenigstens freuen, wenn ich es nicht tue.&#8221; Mitten im Sommer l&#228;uft ein neuer Film, der mitten im Winter spielt. Da kostet es noch mehr &#220;berwindung, sich trotz des guten Wetters ins dunkle Kino zur&#252;ckzuziehen – aber f&#252;r „So ist Paris“ lohnt es sich. Regisseur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2008/08/soistparis-420x279.jpg" alt="" title="So ist Paris" width="420" height="279" class="aligncenter size-medium wp-image-608" /></p>
<p>&#8220;Wir sagen ihnen, dass ich bald sterbe. Dann k&#246;nnen sie sich wenigstens freuen, wenn ich es nicht tue.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mitten im Sommer l&#228;uft ein neuer Film, der mitten im Winter spielt. Da kostet es noch mehr &#220;berwindung, sich trotz des guten Wetters ins dunkle Kino zur&#252;ckzuziehen – aber f&#252;r „So ist Paris“ lohnt es sich.</p>
<p>Regisseur Cédric Klapisch, der vorher „L’Auberge Espagnole“ gemacht hat, erz&#228;hlt in diesem Film zum Beispiel die Geschichte des schwerkranken Pierre (Romain Duris) und seiner Schwester (Juliette Binoche). Die verliebt sich in einen Marktverk&#228;ufer, der wiederum eine gute Freundin verliert. Dann w&#228;re da noch die Geschichte des Architekten (François Cluzet), der einen Bruder (Fabrice Luchini) hat, der Professor ist und sich in seine Studentin verliebt (die wunderh&#252;bsche Melanie Laurent). Sowieso sind ziemlich viele M&#228;nner in diesem Film in Laetitia verliebt. Ach, und da sind noch so viele andere Geschichten!</p>
<p>Das Tolle ist, dass zu keiner Zeit versucht wird, sie alle miteinander zu verbinden. Die Episoden stehen f&#252;r sich allein, h&#228;ngen insgeheim aber doch zusammen – nur eben nicht so gezwungen wie in anderen Episodenfilmen à la „Tats&#228;chlich Liebe“.</p>
<p>&#220;berhaupt wirkt hier gar nichts gezwungen. Selbst die &#252;berraschendste Wendung wird nicht zu dramatisch hochgepuscht, trotz melancholischer Stellen muss man doch nie weinen. Im Gegenteil: Es gibt wunderbar lustige Szenen und geht mitunter sehr beschwingt zu. Hervorzuheben w&#228;re beispielsweise Juliette Binoches grandioser Strip vor ihrem Marktverk&#228;ufer. So wenig gek&#252;nstelt, so gem&#252;tlich hat man so etwas noch nie gesehen. Zu alledem tr&#228;gt auch der tolle und &#228;u&#223;erst bunte Soundtrack bei.</p>
<p>Alles in allem handelt es sich also keineswegs um einen verfilmten Liebesbrief an Paris, mit den &#252;blichen Bildern vom Eiffelturm, Baguettes und Champs Elysees, wie man es wegen des Titels erwarten k&#246;nnte. Klapisch hat sich diesen Klischees vielmehr genau von der anderen Seite angen&#228;hert. Er blickt nicht durch die Touristen- sondern durch die Einwohnerbrille: F&#252;r die echten Pariser ist der Eiffelturm nun mal immer weit weg. Er spielt eine Nebenrolle in ihrem Leben, ist eine Zierde, die sie von ihrem Balkon aus blau blinken sehen. Die Baguettes werden sogar beinahe ironisiert, durch die versnobte, ihre Angestellten qu&#228;lende Besitzerin der Patisserie.</p>
<p>Die Botschaft des Films ist dann aber doch wieder typisch franz&#246;sisch: Im Leben geht es darum, die kleinen Dinge sch&#228;tzen zu lernen, zu sehen, wie gl&#252;cklich man eigentlich ist. Nach 130 Minuten hat sich das dem Zuschauer tats&#228;chlich eingepr&#228;gt. Er verl&#228;sst das Kino mit offeneren Augen, hochmotiviert, die vielen sch&#246;nen Dinge in der Welt zu entdecken. Und das geht im Sommer ja sowieso viel besser.</p>


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