Alle Einträge mit dem Tag gutes Gefühl

Heute ist euer Glückstag!

Heute ist ein besonderer Tag. Für manch einen mit Grund, für andere einfach so, und wieder andere wissen vielleicht noch gar nicht davon. Wenn ihr mitmachen wollt, hier mein Vorschlag: Nutzt diesen Freitag, den 17. September, um endlich mal wieder einen Liebesbrief zu schreiben. Wie lang ist der letzte her? Eine Woche, einen Monat, Jahre womöglich? Das ist egal, jeder Zeitraum ist zu lang. Es gibt immer jemanden, der gerade einen Liebesbrief verdient: Sei es euer Freund oder eure Freundin, eure Eltern, Geschwister, beste Freunde oder der Pförtner morgens am Empfang. Schreibt einen Brief, eine Karte, ein Memo, was auch immer. Ab in die Post damit – und ganz bald schon ist jemand sehr glücklich.

Jein

Wir bekommen eine halbe Stunde eher frei. Die Busse kommen noch lange nicht. Ich will meine Ruhe zum Lesen und die Gemütlichkeit eines alten Sofas, also gehe ich ins O-Cafe, wo während des laufenden Nachmittagsunterrichts niemand ist außer Ramona und Lotte aus dem gleichen Kurs. Ihre Nachnamen beginnen beide mit B, deshalb haben sie in dieser Woche O-Cafe-Dienst für unsere Stufe. Sie spülen. Es ist ziemlich dunkel, deshalb fällt mir Anna Maria nicht sofort auf, die da sitzt, von ihrem Nachhilfeschüler versetzt, einen Apfel isst und auf das Treffen der Theater AG wartet.

Ich schalte das Licht an und setze mich auf meine Lieblingscouch, die Grüne, deren Polster mit der Zeit immer nach vorne wegrutschen. Julian kommt rein, macht die Musikanlage an und verschwindet wieder. „Jein“ von fettes Brot. Wie gut es passt.

Vor mir die beiden blauen, harten Sofas und das quadratische Fenster, durch das man nur unfreundliche grüne Büsche und komische Kletterpflanzen sieht, weil das Cafe auf Kellerebene liegt. Ramona fängt an zu fegen, Lotte sammelt einzelne Zeitungsseiten – FAZ und Bild – ein und beginnt, die Stühle hochzustellen. Jein. Sollte ich helfen, ich weiß, ich sollte, auch wenn mein Nachname mit S anfängt, ich sollte, ich würde, aber nicht jetzt, nicht in diesem Moment, es ist einer von diesen Momenten. Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein. Ich muss das jetzt aufschreiben.

Gedankensprünge V

Wenn ich im Dunkeln fahr, sprüht mein Fahrrad Funken.

Sommerregen

Ein weißer Blitz teilt den Himmel entzwei, der sich verdunkelt und bitterlich weint.
Diese Runtergekommenheit des Landes im Sommergewitter.

„Und wir erleben im Regen, wessen Wege es sind,
Wenn wir schicksalsergeben uns im Tal begegnen,
Um Tränen zu zählen im Rinnsal des Lebens.”
Thomas D.

Wenn das nächste Mal das tiefe Grollen aufzieht, dumpf hinüberschwillt in unsere Richtung, werde ich barfuß auf die Straße laufen und mich tanzend am heißen Teer verbrennen bis erste Tropfen auf meine Arme fallen – wie Brailleschrift. Dann ziehe ich das Band aus dem Haar und stelle mich in ein Straßental und warte bis sich eine Pfütze bildet, die meine Füße kühlt. Und dann springe ich und alles fliegt, die Haare, die Arme, der Rock, und die Tropfen, aber in die andere Richtung. Und wenn all das Wasser kommt, dann fliege mit mir, spring mit mir, tanz mit mir.

Gedankensprünge III

Eine Straße voller Seifenblasen, das wäre nichts für die Nase, aber viel für die Augen. Wo immer du gehst macht es leise plopp.