Ich wünschte, ich hätte die Worte. Die, die sich in meinem Kopf jagen und um den Verstand bringen. Oder welche, die sich wie Pflaster auf deine Wunden legen. Aber sie fehlen. Zum ersten Mal seit langer Zeit.
Du warst so oft krank, irgend etwas war in deinem Kopf oder deinem Bauch, und während dein Stuhl neben mir leer war, war mein Bauch voller Sorge. Den Stuhl konnte ich notdürftig füllen mit einem Rucksack, ein paar Büchern, aber der Bauch blieb leer wegen all der fehlenden Antworten. Natürlich musstest du sie nicht geben, und das musst du noch immer nicht und nie. Ich war wohl oft zu scheu zu fragen, war das ein Fehler?
Vielleicht willst du nicht reden und nicht denken. Vielleicht willst du Zerstreuung und Ablenkung. Vielleicht doch andersrum.
Zugegeben, ich kann mich kaum hineinversetzen in dich in dieser Lage. Aber ich wünschte, ich könnte irgendwas für dich tun und dafür, dass es dir gut geht. Du sollst wissen, dass du mir ein wertvoller Freund bist. Als neulich die Kurslisten herauskamen und ich unsere beiden verglich, freute ich mich schon darauf, in Erdkunde und Musik vielleicht neben dir zu sitzen und das letzte Jahr weiterzuleben mit dir. Du sollst wissen, dass ich immer für dich da war und bin.
Wenn ich irgend etwas tun kann für dich, gib mir ein Zeichen.
Eva
Lass dich fallen, wir fangen dich auf.
Gib uns nur die Chance dazu.
Neulich diesem Projekt beigesteuert, weil es doch noch raus musste, irgendwie.



Kommentiert
anna*: tolle reihe, echt spannend!
anna*: berührend. und das meine ich nicht pathetisch, aber ich weiß mich gerade nicht besser auszudrücken als “das berührt meine seele”.
Auceza: Huhu!!! Habe vor Kurzem Deine Website im Netz entdeckt und finde sie sehr gut. :) Ich hoffe, dass Du noch viele Interviews machst und fleißig...
Nathalie: Ich drücke mich immer vom lernen mit lesen.. I love lesen Und ich liebe einen jungen aus der 6. Klasse