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	<title>hurra! &#187; blödes Gefühl</title>
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	<description>Das Weblog von Eva Schulz</description>
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		<title>Umzug! Auf der Stelle!</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2007 17:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blödes Gefühl]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal muss man sich einfach UNBEDINGT und absolut JETZT sofort UMZIEHEN. Dabei ist egal, wie das Wetter drau&#223;en ist und ob man gut aussieht. Man ist schlie&#223;lich allein, frei und will sich an seiner Stimmung laben! Drei Beispielsituationen. 1. Alles f&#252;hlt sich schon so nach Bett an Es kann an einem freien Tag sein, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal muss man sich einfach UNBEDINGT und absolut JETZT sofort UMZIEHEN. Dabei ist egal, wie das Wetter drau&#223;en ist und ob man gut aussieht. Man ist schlie&#223;lich allein, frei und will sich an seiner Stimmung laben! Drei Beispielsituationen.</p>
<p><b>1. Alles f&#252;hlt sich schon so nach Bett an</b><br />
Es kann an einem freien Tag sein, an dem das lange Zuhauserumh&#228;ngen irgendwie unerwartet kommt. Oder an einem Tag, der einfach mies l&#228;uft und nichts Gutes mehr verspricht. Oder, wenn der Traum von gestern noch nichts ausgetr&#228;umt ist. Es ist auf jeden Fall vor 22 Uhr. Dann bekommt man pl&#246;tzlich gro&#223;e Lust darauf, einfach wieder ins Bett zu gehen, egal, ob man das erst vor zehn, f&#252;nf oder zwei Stunden verlassen hat. Man schl&#252;pft in den Schlafanzug, der so herrlich gem&#252;tlich ist, und kann aber doch noch nicht richtig schlafen. Und au&#223;erdem hat man noch gar nicht zu Abend gegessen (ist ja auch noch nicht Zeit dazu). Also zieht man sich ein zweites Paar Socken und einen zu gro&#223;en Pullover &#252;ber alles andere dr&#252;ber und lungert ein wenig herum. Schaut einen Film, isst ein M&#252;sli, bl&#228;ttert in Magazinen. Alles ganz nebenbei. (Man lebt ein paar Stunden lang nur nebenbei.) Bis man wirklich so aussieht, als geh&#246;re man ins Bett. Dann ist es auch endlich Zeit.<br />
<i>Die CD dazu</i>: José González &#8211; Veneer</p>
<p><b>2. Alles f&#252;hlt sich gerade so ausgesprochen gut an</b><br />
Das kann nach ganz gro&#223;en Ereignissen sein. Oder nach Kleinigkeiten, die einem so passieren: ein toller Brief oder erfolgreicher Tag im Job, ein fr&#246;hliches Gespr&#228;ch, eine Blume. An jedem anderen Tag w&#252;rde man dann l&#228;cheln. Aber manchmal muss man nicht nur l&#228;cheln, sondern lachen und springen. Dann passen die Sachen, die man noch vor <i>dem</i> Ereignis anhatte, einfach nicht mehr. Festkleidung ist angesagt! Festkleidung k&#246;nnen das Lieblings-T-Shirt und die Winterstiefel ebenso sein wie der formelle Hosenanzug. Hauptsache, sie unterstreichen die Stimmung noch. Dann tanzt man eine Runde darin. Und wenn man abends alles wieder auszieht, kommt noch einmal das dicke Gef&#252;hl und vielleicht hat man sogar ein neues <a href="http://wechselhaft.myblog.de/wechselhaft/art/103046276/" target=“blank“>significant</a> <a href="http://www.hurra-blog.de/2007/01/10/55-photograph-a-significant-outfit/">outfit</a>.<br />
<i>Die CD dazu:</i> I’m From Barcelona – Let Me Introduce My Friends</p>
<p><b>3. Alles f&#252;hlt sich jetzt nach dieser Hose an</b><br />
Ganz pl&#246;tzlich kommt dieses Gef&#252;hl. Vielleicht steht man vor dem Spiegel und findet irgendetwas bl&#246;d. Oder man entdeckt diese eine Hose (es kann nat&#252;rlich auch ein Shirt, Kleid, G&#252;rtel sein) im Schrank wieder, versteckt unter einem Haufen anderer Klamotten. Vielleicht kommt sie auch einfach auf einmal in den Kopf. Auf jeden Fall muss man das Ding unbedingt gleich anziehen, nur, um mal wieder zu sp&#252;ren, wie sich das so anf&#252;hlt. Um mal wieder zu sehen, wie sch&#246;n die Beine darin ausschauen. Um noch mal diese h&#252;bschen Kn&#246;pfe zu kn&#246;pfen. Mir ist gerade die trendy enge Jeans eingefallen, die ich mir in M&#252;nchen gekauft haben. Tats&#228;chlich, weil da alle eine trugen und sie in diesen Tagen so M&#252;nchen war. Nachher habe ich sie, ehrlich gesagt, nur noch ein, zwei Mal getragen. Sieht nicht so schick aus, finde ich. Und ist auch irgendwie nicht mein Ding. Aber jetzt im Moment h&#228;tte ich sie gerne mal wieder an. Doch. Wo ist die eigentlich. Schrank? Gib mir meine M&#252;nchenhose!<br />
<i>Die CD dazu:</i> Tomte – Buchstaben &#252;ber der Stadt</p>
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		<title>Telefontiraden (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 16:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war noch nie eine gro&#223;e Freundin des Telefons, au&#223;er vielleicht in dieser Phase, die jeder mit 14 hat, und in der man einfach stundenlang telefoniert. Ich mag es nicht, wenn ich jemand Fremdes anrufen muss, um eine Auskunft einzuholen oder einen Termin zu machen oder einen Auftrag zu erteilen. Dann lege ich mir meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war noch nie eine gro&#223;e Freundin des Telefons, au&#223;er vielleicht in dieser Phase, die jeder mit 14 hat, und in der man einfach stundenlang telefoniert. Ich mag es nicht, wenn ich jemand Fremdes anrufen muss, um eine Auskunft einzuholen oder einen Termin zu machen oder einen Auftrag zu erteilen. Dann lege ich mir meine ersten S&#228;tze fest, aber sobald es eine R&#252;ckfrage gibt, muss ich mir neue &#252;berlegen und habe Angst, Buchstaben oder W&#246;rter oder Satzglieder zu vertauschen oder den Faden zu verlieren oder abzuschweifen und dann steh ich da, mit dem H&#246;rer in der Hand, und bin so gar nicht schlagfertig. Ich mag es nicht, wenn man ein Gespr&#228;ch beenden muss oder will und das aber nicht unh&#246;flich tun m&#246;chte. (Am schlimmsten sind dann diese Leute, die pl&#246;tzlich sagen: „Duuu, ich muss jetzt wirklich&#8230;“) Ich mag es nicht, wenn ich angerufen werde, obwohl ich gar nicht angerufen werden will. Wenn ich gerade irgendwas sehr Sch&#246;nes mache, in dem ich voll aufgehe, und im Moment sehr zufrieden bin ohne einen Anruf, und dann ruft auf einmal meine Mutter von unten: „Eva, es ist f&#252;r dich!“</p>
<p>Das ist nat&#252;rlich nicht immer so. Ich freue mich zum Beispiel sehr, wenn du als Leser mich jetzt gleich anrufst. Aber ich f&#252;hle mich auch oft nicht so toll beim Telefonieren, weil ich finde, dass ich nicht gut darin bin. Es f&#252;hlt sich unwohl an, wenn du dann irgendwann nichts sagst und gleich der Gedanke in meinen Kopf springt: Jetzt musst du was sagen! Sag was! Frag was! Ach&#8230; Telefonieren ist wie Glatteis f&#252;r mich.</p>
<p>Au&#223;erdem, finde ich, gibt es ganz gro&#223;artige Alternativen. Der Brief ist die Nummer Eins! Briefe sind wunderbar, sie erfreuen einen wie kaum eine andere Kommunikationsm&#246;glichkeit, wenn sie denn kommen, und man muss nie sofort zur&#252;ckschreiben, man muss sie nicht mal sofort aufmachen (wer das kann, ist allerdings ein sehr, sehr &#8230; entspannter Mensch). Und: Man muss sie erst beantworten, wenn man Lust, Zeit, die Mu&#223;e dazu hat.</p>
<p>Manchmal sogar noch besser: Die E-Mail. F&#252;r sie gilt das Gleiche, aber sie bietet zus&#228;tzlich die M&#246;glichkeit, einfach &#252;berhaupt nicht zu antworten – und dabei nicht einmal unh&#246;flich zu sein. Man sagt einfach: „Oh, bei mir ist gar nichts angekommen!? Da gab es wohl ein Problem mit den Serverkapazit&#228;ten.“ oder „Hups! Die Mail hat wahrscheinlich mein Spamfilter geschluckt!“ oder „Wie? Du hast meine Antwort gar nicht gekriegt??“ Ich finde das gro&#223;artig – auch, wenn ich es nat&#252;rlich nicht oft tue. (Eigentlich nur bei verpassten Deadlines oder in ganz, ganz harten Sonderf&#228;llen.)</p>
<p>Eine weitere Alternative, und ich h&#228;tte nie gedacht, dass ich das einmal schreibe, ist vielleicht das Handy. Aus dem simplen Grund, weil man es einfach abschalten kann. Das geht mit dem Haustelefon zwar auch, aber es macht keiner. Ein Handy erm&#246;glicht zwar eine noch grenzenlosere Erreichbarkeit, aber zugleich eine v&#246;llige Unerreichbarkeit, und das ist doch auch was. Aber Handys, die sind sowieso so ein Ding, dem man vielleicht noch eine ganze weitere Telefontirade widmen m&#252;sste. Irgendwann mal – aber nicht jetzt, jetzt muss ich aufh&#246;ren. Das Telefon klingelt.</p>
<p align="right"><em>Teil 1 steht <a href="http://www.hurra-blog.de/2007/04/16/telefontiraden-1/">hier</a>.</em></p>


<p>Ähnliche Beiträge:<ol><li><a href='http://www.hurra-blog.de/2007/04/16/telefontiraden-1/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Telefontiraden (1)'>Telefontiraden (1)</a></li>
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		<title>Telefontiraden (1)</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2007/04/16/telefontiraden-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2007 13:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Haus, in dem ich wohne, hat seit nicht allzu langer Zeit drei bewohnbare Stockwerke (plus Keller). Es hat deshalb eine ausgekl&#252;gelte Telefonanlage n&#246;tig. W&#228;re diese nicht vorhanden, w&#252;rden wir st&#228;ndig nach dem H&#246;rer suchen, wenn es klingelt oder wenn wir dringend jemanden anrufen wollen. Zum Beispiel die Haut&#228;rztin oder das Geburtstagskind – oder Papa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Haus, in dem ich wohne, hat seit nicht allzu langer Zeit drei bewohnbare Stockwerke (plus Keller). Es hat deshalb eine ausgekl&#252;gelte Telefonanlage n&#246;tig. W&#228;re diese nicht vorhanden, w&#252;rden wir st&#228;ndig nach dem H&#246;rer suchen, wenn es klingelt oder wenn wir dringend jemanden anrufen wollen. Zum Beispiel die Haut&#228;rztin oder das Geburtstagskind – oder Papa im zweiten Stock&#8230;</p>
<p>F&#252;nf Telefone sind auf das Haus verteilt. Sie haben alle den gleichen Klingelton, aber nicht die gleiche Reaktionsgeschwindigkeit. Wenn jemand anruft, f&#228;ngt es daher nicht &#252;berall gleichzeitig an zu klingeln, sondern f&#252;nfmal im Abstand jeweils weniger Sekunden. Es entsteht quasi ein Klingeltonkanon, aber kein komponistisch korrekter. (Ich musste mal einen Kanon komponieren. Das ist der Hammer. Telefone sind dazu ganz bestimmt nicht in der Lage. Nicht mal ich bin das. Allein die Quartspr&#252;nge!) Das Klingeltongedudel ist schr&#228;g, schrill, schrecklich.</p>
<p>Neulich klingelte es wieder einmal los. Wir sa&#223;en drau&#223;en im Garten, wo wir gerade gegessen hatten. Im Garten haben wir (noch) kein Telefon. Drinnen im Haus begann es zu dudeln. Zuerst in der K&#252;che. Dann oben im Flur. Dann das Schnurtelefon im Wohnzimmer. Dann das Kabellose ganz oben. (Das F&#252;nfte h&#246;rten wir nicht, es lag unter einem Haufen Kissen im Schlafzimmer meiner Eltern.) Wir sa&#223;en drau&#223;en und genossen die Sonne und schauten uns gegenseitig an. Mein Vater mit vorwurfsvollem Blick. Da k&#246;nnten doch jetzt wirklich mal die Kinder gehen, nur schnell aufstehen und rein und ans Telefon. Irgendjemand musste gehen.</p>
<p>Und das ist das Problem!, stellte ich fest, genau in diesem Moment. Das ist eine gesellschaftliche und fast schon moralische Krux: IMMER RANGEHEN M&#220;SSEN. Wenn das Telefon klingelt, geht man ran. So lautet die eiserne Regel. Niemand, der das nicht verinnerlicht h&#228;tte. Das Telefon klingelt, w&#228;hrend wir gerade einen schrecklich spannenden Film schauen – rangehen! Das Telefon klingelt, als wir gerade aus der Dusche kommen – rangehen! Das Telefon klingelt, wenn wir gerade knutschen – hmm, okay.. Aber man versteht, was ich meine, oder? F&#252;r diesen Umstand f&#228;llt mir keine andere Begr&#252;ndung ein als die scheinbar urmenschlische Angst, etwas zu verpassen. Bei meiner <a href="http://www.hurra-blog.de/2006/03/16/mamas-unfallsucht/">Mutter</a> ist diese Angst sogar so ausgepr&#228;gt, dass sie beim Nachhausekommen zuerst zum H&#246;rer greift und in der Anrufliste nachschaut, wessen Anrufe wegen des leeren Hauses unerh&#246;rt blieben. Wenn es etwas Wichtiges war, sage ich dann immer, wird er oder sie schon noch mal anrufen. Oder auf den Anrufbeantworter sprechen.</p>
<p align="right"><em>Teil 2 steht <a href="http://www.hurra-blog.de/2007/04/18/telefontiraden-2/">hier</a>.</em></p>


<p>Ähnliche Beiträge:<ol><li><a href='http://www.hurra-blog.de/2007/04/18/telefontiraden-2/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Telefontiraden (2)'>Telefontiraden (2)</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alle wollen aneinander vorbei. (Anna L&#246;we.)</title>
		<link>http://www.hurra-blog.de/2007/03/15/alle-wollen-aneinander-vorbei-anna-lowe/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2007 16:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute wurde ich Zeugin einer sehr zweifelhaften Veranstaltung. Ich kam durch die Dreht&#252;r unseres neuen Einkaufscenters (&#252;brigens: Chuck Norris kann eine Dreht&#252;r zuschlagen!). Ehrlich gesagt, ist das gar nicht so neu, es ist bestimmt schon vor zwei Jahren komplett renoviert worden, aber noch immer gerate ich in einen Zustand v&#246;lliger Verwirrung, sobald ich es betreten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurde ich Zeugin einer sehr zweifelhaften Veranstaltung. Ich kam durch die Dreht&#252;r unseres neuen Einkaufscenters (&#252;brigens: Chuck Norris kann eine Dreht&#252;r zuschlagen!). Ehrlich gesagt, ist das gar nicht so neu, es ist bestimmt schon vor zwei Jahren komplett renoviert worden, aber noch immer gerate ich in einen Zustand v&#246;lliger Verwirrung, sobald ich es betreten habe. Da sind so viele Ecken und Gassen! Ich wei&#223;, welche Gesch&#228;fte es innen drin gibt – unter anderem diesen bestimmten Laden, der in meiner Stadt als einziger DVDs verkauft, und der deshalb mein eigentliches Ziel war -, aber niemals, wo sie dort sind. Ich geisterte durch die G&#228;nge und stie&#223; nach einigen falschen Runden tats&#228;chlich und endlich auf besagtes Gesch&#228;ft! Allerdings war kein Durchkommen m&#246;glich.</p>
<p>Denn direkt davor hatte sich ein geschniegelter Vertreter des Center-Managements nebst dumpf dreinschauendem Assistenten auf einem beinahe pomp&#246;sen Stand postiert. Vor ihn Unmengen junger Familien, die mit ihren umherspringenden Spr&#246;sslingen und sperrigen Kinderwagen ein Durchdringen der Menge unm&#246;glich machen. Ich war genau rechtzeitig gekommen zur „gro&#223;en Preisverleihung“, wie der Schnickelfritz lauthals verk&#252;ndete, zur „Verk&#252;ndung des Kindes des Jahres“.</p>
<p>Zuerst dachte ich, ich h&#246;re nicht recht, aber tats&#228;chlich hat ein Ableger dieser sonst so amerikanischen Veranstaltungen jetzt auch in meiner kleinen Stadt Einzug gehalten. Hunderte stolze M&#252;tter und V&#228;ter hatten ihre Kinder von einem Fotografen ablichten k&#246;nnen und danach „die M&#246;glichkeit gehabt, die Bilder in unterschiedlichsten Ausf&#252;hrungen zu kaufen!“ Die Besucher des Einkaufscenters hatten daraufhin wochenlang die M&#246;glichkeit, das h&#252;bscheste, s&#252;&#223;este, entz&#252;ckendste Kind zum „Kind des Jahres“ zu w&#228;hlen. Die unglaubliche <s>Trag</s>Reichweite dieses Namens vermochte der Moderator dem Publikum nicht so recht zu vermitteln. In Wirklichkeit sind es ja auch nur wenige Kilometer, n&#228;mlich bis zum n&#228;chsten Einkaufscenter. Entsprechend wenig kochte die Stimmung, wenn Herr Schnickelfritz immer wieder fragte: „Sind wir denn alle gut draaaaauf?“</p>
<p>Alle wollten nur endlich die riesige Vergr&#246;&#223;erung des Portraits ihrer Kinder bei ihm abholen, die den zehn Bestplatzierten winkte. Nat&#252;rlich konnten nicht alle gewinnen. Aber Justin und Tamara waren unter den Gl&#252;cklichen, die zus&#228;tzlich noch ein umfassendes Seifenblasenset mit nach Hause nehmen durften. Letzteres war der einzige Punkt, in dem ich sie beneidete. Es &#252;berwog jedoch das Unverst&#228;ndnis daf&#252;r, wie jemand sein mitunter wenige Monate altes Kind f&#252;r eine „offizielle“ Bewertung durch vollkommen fremde Menschen freigeben konnte. Am schlimmsten fand ich, dass unter den Gewinnerkindern auch ein sechsj&#228;hriges M&#228;dchen war. Sie war mit Abstand die &#196;lteste, und auch sicher die einzige (ihrer Generation) die halbwegs mitbekam, dass sie aufgrund ihres Aussehens, ihres L&#228;chelns oder Blicks, gemocht und gefeiert wurde. Das sind die falschesten Werte, die man einem jungen M&#228;dchen nahe bringen kann. </p>
<p>Zumal es dem Schnickelfritzen da vorn &#252;berhaupt um etwas ganz Anderes ging. Ihn interessierten keine gl&#252;cklichen Kindergesichter, keine stolzen M&#252;tter und nicht einmal die ausbleibende Freude des Publikums. Sein insgeheim wichtigster Satz war einfach: „Und bleiben Sie doch gleich hier stehen, bitte, dann k&#246;nnen wir noch ein sch&#246;nes Foto f&#252;r die Presse machen!“</p>
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		<title>Ich habe Angst vor Beerdigungen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Sep 2006 14:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich, als jemand gestorben war, bat meine Mutter mich mehrmals, sie zu der Beerdigung zu begleiten. Aber ich weigerte mich, ohne Angabe bestimmter Gr&#252;nde. Mein Bauch wollte nicht. Ich mochte diese verstorbene Person und es tat mir wirklich Leid, dass sie tot war. Aber niemals w&#252;rde ich zu dieser, zu einer Beerdigung gehen. Ich mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, als jemand gestorben war, bat meine Mutter mich mehrmals, sie zu der Beerdigung zu begleiten. Aber ich weigerte mich, ohne Angabe bestimmter Gr&#252;nde. Mein Bauch wollte nicht. Ich mochte diese verstorbene Person und es tat mir wirklich Leid, dass sie tot war. Aber niemals w&#252;rde ich zu dieser, zu einer Beerdigung gehen.</p>
<p>Ich mag die Idee nicht von diesem programmierten Traurigsein um 10.30 oder 11.00 oder 14.00 oder wann auch immer so etwas stattfindet. Wenn alle sich treffen um gemeinsam einer Person zu gedenken, dann klingt das noch ganz sch&#246;n, keine Frage. Aber wenn zuvor &#252;berlegt werden muss, was man anzieht, wenn der Besuch der Messe nebenbei als gesellschaftlich wichtig angesehen wird und es eine Zeremonie ist wie bei jedem anderen Verstorbenen, dann st&#246;&#223;t mich das ab. Das Schlimmste ist dieses Kaffeetrinken im Anschluss. Eben noch waren alle schrecklich traurig, aber jetzt wird geschwatzt, werden Schnittchen gegessen. Schnittchen! Allein dieses Wort! Es klingt so alt und schlapp und farblos.</p>
<p>Warum muss man im Falle eines Todes in Gesellschaft erinnern und f&#252;hlen, ist das nicht viel besser, wenn man es allein tut? Auf eigene Weise und ohne vorgegebenen Zeitraum, ohne dass jemand dazwischenpredigt und ohne denken zu m&#252;ssen, &#8220;ist es schlimm, wenn ich jetzt weine?&#8221; Oder eben auch: &#8220;Ist es schlimm, wenn ich jetzt nicht weine?&#8221;</p>
<p>Mag sein, dass ich irgendwann mal jemanden feiere, nachdem er gestorben ist. Aber sicher nicht in der Kirche, sicher nicht in schwarz. Und sicher nicht mit Schnittchen.</p>
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		<title>Einwegbrief</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 19:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blödes Gefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich w&#252;nschte, ich h&#228;tte die Worte. Die, die sich in meinem Kopf jagen und um den Verstand bringen. Oder welche, die sich wie Pflaster auf deine Wunden legen. Aber sie fehlen. Zum ersten Mal seit langer Zeit. Du warst so oft krank, irgend etwas war in deinem Kopf oder deinem Bauch, und w&#228;hrend dein Stuhl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;nschte, ich h&#228;tte die Worte. Die, die sich in meinem Kopf jagen und um den Verstand bringen. Oder welche, die sich wie Pflaster auf deine Wunden legen. Aber sie fehlen. Zum ersten Mal seit langer Zeit. </p>
<p>Du warst so oft krank, irgend etwas war in deinem Kopf oder deinem Bauch, und w&#228;hrend dein Stuhl neben mir leer war, war mein Bauch voller Sorge. Den Stuhl konnte ich notd&#252;rftig f&#252;llen mit einem Rucksack, ein paar B&#252;chern, aber der Bauch blieb leer wegen all der fehlenden Antworten. Nat&#252;rlich musstest du sie nicht geben, und das musst du noch immer nicht und nie. Ich war wohl oft zu scheu zu fragen, war das ein Fehler?</p>
<p>Vielleicht willst du nicht reden und nicht denken. Vielleicht willst du Zerstreuung und Ablenkung. Vielleicht doch andersrum.</p>
<p>Zugegeben, ich kann mich kaum hineinversetzen in dich in dieser Lage. Aber ich w&#252;nschte, ich k&#246;nnte irgendwas f&#252;r dich tun und daf&#252;r, dass es dir gut geht. Du sollst wissen, dass du mir ein wertvoller Freund bist. Als neulich die Kurslisten herauskamen und ich unsere beiden verglich, freute ich mich schon darauf, in Erdkunde und Musik vielleicht neben dir zu sitzen und das letzte Jahr weiterzuleben mit dir. Du sollst wissen, dass ich immer f&#252;r dich da war und bin.</p>
<p>Wenn ich irgend etwas tun kann f&#252;r dich, gib mir ein Zeichen.</p>
<p>Eva</p>
<p>Lass dich fallen, wir fangen dich auf.<br />
Gib uns nur die Chance dazu.</p>
<p><em>Neulich diesem <a href="http://www.casparsscenery.com/einwegbriefe" target="_blank">Projekt</a> beigesteuert, weil es doch noch raus musste, irgendwie.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenig Sympathie</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jul 2006 15:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blödes Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sonderzug nach Paderborn setze ich mich einem hageren Mittvierziger mit unglaublich langen Beinen gegen&#252;ber und esse mein St&#252;ck Pizza. Neben ihm liegen Kr&#252;cken. Er blickt mich eindringlich an und zieht dann mehrere Wirtschaftsb&#252;cher aus seinem Rucksack und eins &#252;ber den Bau irgendeiner Br&#252;cke. Immer wieder schaut er mich an, ich versuche es mit Grinsen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sonderzug nach Paderborn setze ich mich einem hageren Mittvierziger mit unglaublich langen Beinen gegen&#252;ber und esse mein St&#252;ck Pizza. Neben ihm liegen Kr&#252;cken. Er blickt mich eindringlich an und zieht dann mehrere Wirtschaftsb&#252;cher aus seinem Rucksack und eins &#252;ber den Bau irgendeiner Br&#252;cke. Immer wieder schaut er mich an, ich versuche es mit Grinsen, bekomme aber keine Reaktion. Ich glaube so etwas wie Verachtung aus seinen Blicken zu lesenund frage mich, was ich getan habe. Muss ich mich jetzt f&#252;rchten? Er guckt. Ist doch auch egal. Ich esse. Da kramt er noch einmal in seinem Rucksack und holt einen Apfel heraus, der mehr gelb ist als rot. Nach den ersten gro&#223;en Bissen sagt er: &#8220;Das sieht ja sehr gesund aus.&#8221; &#8211; &#8220;Ihres auch&#8221;, sage ich und er erz&#228;hlt, dass er fr&#252;her nie &#252;berbackenen K&#228;se mochte und heute Tiefk&#252;hlpizzas hasst. Ich erw&#228;hne meine Schwester, die von ihrer Margherita immer s&#228;mtlichen Belag herunterschiebt. Er fragt mich, ob ich in D&#252;sseldorf studiere und wo ich herkomme. Er bekommt ausweichende Antworten und ich bin froh, dass er nicht ebenfalls in Essen den Zug verl&#228;sst. Beim Aussteigen sto&#223;e ich versehentlich zwei Mal gegen seine Beine.</p>
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		<title>Mamas Unfallsucht</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Mar 2006 15:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blödes Gefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ein schwerer Unfall hat sich in der Nacht zum Mittwoch auf der A 44 ereignet. Kurz nach ein Uhr fuhr ein 50-j&#228;hrige Trucker aus Bremen seinen Lkw in Richtung Wuppertal..“ Pscht! Sei mal ruhig! Mach das mal lauter! Meine Mutter m&#246;chte das h&#246;ren! Wann immer das Lokalradio von „tragischen Unf&#228;llen“ berichtet, in der Zeitung zerkn&#252;llte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ein schwerer Unfall hat sich in der Nacht zum Mittwoch auf der A 44 ereignet. Kurz nach ein Uhr fuhr ein 50-j&#228;hrige Trucker aus Bremen seinen Lkw in Richtung Wuppertal..“</p>
<p>Pscht! Sei mal ruhig! Mach das mal lauter! Meine Mutter m&#246;chte das h&#246;ren! Wann immer das Lokalradio von „tragischen Unf&#228;llen“ berichtet, in der Zeitung zerkn&#252;llte Autos abgebildet sind, darf sie das nicht verpassen. Manchmal liest sie vor, oder erz&#228;hlt davon, und dann hat sie die Daten ganz genau im Kopf. Welche Stra&#223;e und wie lang war sie gesperrt, wie viele Autos, wie viele Tote, wer hat Teilschuld und was war &#252;berhaupt die Ursache. Ich verstehe das nicht. </p>
<p>Bei Crashs und schwer Verletzten versucht man doch eher, wegzuh&#246;ren, oder? Um sich die Laune nicht verderben zu lassen, um nicht noch mehr Angst vorm Autofahren zu bekommen, um nicht an all die Schicksale denken zu m&#252;ssen. Denn wobei hilft es schlie&#223;lich, was bringt es, &#252;ber solche Dinge genau Bescheid zu wissen? Warum wird &#252;berhaupt so ausf&#252;hrlich dar&#252;ber berichtet? Nachher sagen sie alle doch blo&#223; wieder: „Hast du schon geh&#246;rt?? Schrecklich, schreck-lich!“ Und k&#246;nnen nichts r&#252;ckg&#228;ngig machen, nichts dagegen tun.</p>
<p>Letztlich ist es wohl wieder mal einer dieser Instinkte, Reflexe, aber ich glaube, er ist nicht so sehr verbreitet, so verh&#228;rtet wie.. na ja. Wie der Wegspring- oder Bremsreflex zum Beispiel, den hoffentlich jeder Verkehrsteilnehmer hat, wenn die Gefahr besteht einen von diesen Unf&#228;llen zu bauen, auf die meine Mama so steht.</p>
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		<title>Ein Tag im Schlafanzug macht mich depressiv</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Mar 2006 18:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blödes Gefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tag hat f&#252;r mich keinen Sinn. Also gehe ich nach dem Fr&#252;hst&#252;ck gar nicht erst duschen (die Zeit bis genau zum Fr&#252;hst&#252;ck bleibt man nat&#252;rlich im Bett liegen, und zwar so lange, bis die Familie schon gesammelt am Tisch sitzt, wenn man herunterkommt. Au&#223;er, es gibt einen irgendwie gearteten guten Grund, ganz fr&#252;h aufzustehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tag hat f&#252;r mich keinen Sinn. </p>
<p>Also gehe ich nach dem Fr&#252;hst&#252;ck gar nicht erst duschen (die Zeit bis genau zum Fr&#252;hst&#252;ck bleibt man nat&#252;rlich im Bett liegen, und zwar so lange, bis die Familie schon gesammelt am Tisch sitzt, wenn man herunterkommt. Au&#223;er, es gibt einen irgendwie gearteten guten Grund, ganz fr&#252;h aufzustehen, so etwas macht einen Sonntag dann besonders und mich gl&#252;cklich), sondern lottere so rum. Und wenn es schon so losgeht, dann werde ich h&#246;chstwahrscheinlich den ganzen Tag lang nicht herauskommen aus dem Schlafanzug.</p>
<p>Einen ganzen Tag im Schlafanzug zu verbringen macht mich depressiv. Also verbringe ich den Tag im Schlafanzug und demotiviert, und h&#228;nge nur so auf irgendwelchen Sesseln, an Tischen und auf Sofas. Liege auf dem Boden rum und versuche Ordnung zu schaffen in meinem Kopf, indem M&#246;glichkeiten herumwirbeln, Dinge, die ich tun k&#246;nnte, aber nicht tun will. </p>
<p>Ich versuche Frust zu f&#252;ttern mit selbstgemachten Schokocrossies, auf die nach der Produktion kein Hunger mehr ist, und finde keinen Gefallen an Filmen, selbst, wenn sie noch so toll sein sollen. Und ich schreibe merkw&#252;rdige Texte jeglicher Sinnfreiheit, die nachher nur noch da sein werden, um das Gef&#252;hl eines ebenso sinnfreien Sonntags einmal umrissen zu wissen.</p>
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		<title>Rosa</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2005 18:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Zimmer mit seinen rosa W&#228;nden, den wei&#223;en Holz-M&#246;beln. Mit all den Fotos, dem Schmuck, den gerade zehn B&#252;chern. Mit der Labellosammlung, den Boutique-Taschen an der Wand, der Lichterkette und dem Selbstgestalten-Kalender &#252;ber dem Schreibtisch. Der Rosendecke im wei&#223;en Edelstahlbett, den Kerzen, Dosen, Schubladen. Mit all den Schminkutensilien, den vielen Tablettenschachteln auf dem Nachttisch, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Zimmer mit seinen rosa W&#228;nden, den wei&#223;en Holz-M&#246;beln. Mit all den Fotos, dem Schmuck, den gerade zehn B&#252;chern. Mit der Labellosammlung, den Boutique-Taschen an der Wand, der Lichterkette und dem Selbstgestalten-Kalender &#252;ber dem Schreibtisch. Der Rosendecke im wei&#223;en Edelstahlbett, den Kerzen, Dosen, Schubladen. Mit all den Schminkutensilien, den vielen Tablettenschachteln auf dem Nachttisch, dem CD-Player voller Kuschelrock und J.Lo. Dieses Zimmer ist sehr toll, sicher genau ihr Geschmack. Ich stehe vor dem riesig vergr&#246;&#223;erten Foto von ihr und ihren Freundinnen, denke, sie lebt hier, hier ist es gem&#252;tlich f&#252;r sie, und komme mir in diesem Moment nicht nur total fremd, sondern auch furchtbar falsch vor.</p>
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		<title>Hey! Schauspieler!</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2005 17:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schlimm, wenn ihr euch sinnlos betrinkt. Es ist schlimm, wenn ihr euch pr&#252;gelt und wenn ihr euch verletzt. Es ist schlimm, wenn ihr euch in den Kopf schie&#223;t oder ins Knie. Wenn ihr Drogen nehmt und v&#246;llig durchdreht. Wenn ihr voller Angst seid. Wenn ihr umherhetzt. Wenn ihr kreischt. Wenn ihr euch t&#228;towieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schlimm, wenn ihr euch sinnlos betrinkt. Es ist schlimm, wenn ihr euch pr&#252;gelt und wenn ihr euch verletzt. Es ist schlimm, wenn ihr euch in den Kopf schie&#223;t oder ins Knie. Wenn ihr Drogen nehmt und v&#246;llig durchdreht. Wenn ihr voller Angst seid. Wenn ihr umherhetzt. Wenn ihr kreischt. Wenn ihr euch t&#228;towieren lasst oder euch auf eigene Faust pierct. Wenn ihr verzweifelt seid. Wenn ihr euch erbrecht, wenn ihr schreckliche Verletzungen habt. Wenn ihr tot seid. Aber wenn ihr euch schlitzt, die Arme aufschlitzt, das ist am schlimmsten. Dann muss ich wegschalten.</p>
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