Darum gings: Partys sollten früher anfangen.
Die Befürchtung: Alle finden das total kindisch, spießig und naiv und ich werde nie wieder auch nur zu einer WG-Party eingeladen.
Das kam aus Berlin: “Total kindisch, spießig und naiv!”
Das kam aus Friedrichshafen: “Voll cool, das habe ich auch schon immer gedacht!” (♥)
Lieblingsleserbrief (von meinem Prof): “Parties sind nicht gut, wenn Sie früher beginnen, das ist ja das Problem, weil in Ihrer überangepassten Generation der Alkohol noch zentraler geworden ist, bis man überhaupt locker – also mal ein anderer als seine Inszenierung – werden kann. Das dauert Zeit – übrigens vor allem in Friedrichshafen. [...] Die Acid Parties der späten 1980er waren alkoholfrei (wohl allerdings nicht ganz drogenfrei) [...] in den wirklich coolen Clubs Londons gab es nur Obst und Fruchtsäfte und man begann um 6.00 Uhr, und da könnten Sie für ein kurzes Set auch Spanisch reinlegen.”
Einladungen habe ich zum Glück auch noch bekommen:

Und dann? Dann kam die nächste Party. Und was für ein Wunder: Alle waren pünktlich! Um zehn Uhr war es proppevoll und jeder hüpfte und sprang und lachte und freute sich. Ob das nun an meiner Kolumne lag oder daran, dass das Ganze auf einem Bodenseedampfer stattfand, der um 22 Uhr ablegte… egal.
Frage, die bleibt: Ist wirklich der Alkohol schuld?


Großartige Idee, die Kolumne über die Kolumne!
Ich hab die neue ZEIT-Campus-Ausgabe sofort nach deiner Kolumne durchsucht – nennt man das klassische Konditionierung? (Und ich freu mich schon auf Anschwimmen-Bilder aus Friedrichshafen. :-) )
Nachfrage zur verbleibenden Frage: Woran soll wirklich der Alkohol schuld sein? Anstelle der Anfangszeit benennt dein leserbriefschreibender Prof doch diese deine “überangepasste Generation” in Interaktion mit Partyort (London vs. Friedrichshafen) und -droge als Problem.