Fantastic Mr. Fox
Ach, was für ein herrlicher Film! Nicht nur der beste Wes Anderson-Film bisher, sondern womöglich auch der beste Trickfilm, den ich je gesehen habe – und das liegt nicht nur an der ungewöhnlichen Retro-Optik. Nein, diese Geschichte ist einfach so wunderbar verschroben (gestohlene Schwänze, Emo-Füchse, Schmetterkrachen…), voller gut getarnter Extragags und diesem Peanuts-artigen Humor, den ich so mag.
Dazu kommen noch die Anderson’sche Detailverliebtheit und seine übliche Entourage: Neben Bill Murray, Jason Schwartzman und Owen Wilson (die man allesamt schon aus Vorgängerfilmen wie „The Darjeeling Limited‟ kennt) sind dieses Mal auch George Clooney und Meryl Streep als Sprecher mit von der Partie. „Fantastic Mr. Fox‟ ist ein zeitloser Film, der gleichermaßen für Kinder und Erwachsene geeignet ist – und ich will unbedingt mehr davon. Oder, um es mit den Worten der Hauptfigur zu sagen: „DER PURE WILDE ANIMALISCHE WAHNSINN!‟
Easy Virtue
John (Ben Barnes), Sohn einer alterwürdigen englischen Adelsfamilie, bringt aus dem Urlaub eine Überraschung mit: Er hat sich mit der freimütigen amerikanischen Rennfahrerin Larita (Jessica Biehl) verheiratet. Während seinen Vater (Colin Firth) das nicht weiter juckt, sind Mutter (Kristin Scott-Thomas) und Schwestern empört und machen dem neuen Familienmitglied das Leben schwer. Doch die lässt die Sticheleien nicht auf sich sitzen…
„Easy Virtue‟ hatte bei mir einen Vertrauensvorschuss, dank Colin Firth und des Settings im England der 20er Jahre. Leider war der auch nötig, denn der Film ist zwar amüsant, hat allerdings auch seine Macken. Er ist verspielt gefilmt – aber eben manchmal zu verspielt, mit allzu vielen Spiegel- und grafischen Effekten. Und dann wird immer wieder gesungen – aber es ist dann doch zu wenig, um den Film zu einem Musical zu machen. Letztendlich würde ich „Easy Virtue‟ nicht auf einen DVD-Abend mit Freunden mitnehmen, aber für sonntags zum Kuchen finde ich ihn super.
Eclipse – Biss zum Abendrot
Also vorweg: Wir hatten Freikarten. Sonst hätte ich diesen Film sicher nicht im Kino gesehen. Aber mit lauter kreischenden Mädchen im Saal zu sitzen, ist auch mal ein nettes Erlebnis. Ich kenne die ersten beiden Teile und habe nach jedem gedacht: Hach, wenn dieses ganze Vampirzeugs nicht wäre, wären die richtig gut!
Leider gilt das nicht für Teil Drei. Der hat nämlich zu viele Längen, zu viel Gelaber und vor allem: zu viele Floskeln. Ein paar davon sind ja ganz lustig („Ich bin eben heißer als du!‟ – „Kann er sich kein T-Shirt leisten?‟), aber „Twilight‟ war doch nicht als Komödie gedacht, oder? Falls doch, haben die Produzenten vor allem bei der Besetzung des Bella-Vaters (Billy Burke) etwas richtig gemacht. Und dass Kämpfe mit Indiemusik anstatt mit theatralischen Orchesterklängen unterlegt werden, finde ich auch ganz gut. Ansonsten besteht hier wohl das gleiche Problem wie bei so vielen anderen Mehrteilern: In der Mitte hängen sie durch. So oder so – ich bin Team Jacob!


fantastic mr. fox ist wirklich herrlich! vor allem clooneys stimme passt perfekt.