Wenn es dieser Tage vor meinem Fenster immer so stürmisch und verschneit vorgeht, denke ich an den letzten Sommer in London, als an Schnee gar nicht zu denken war. Wir nahmen dort freiwillig die langsamen Doppeldeckerbusse, weil es in der Tube so stickig war, und Roman überredete mich nach ein paar Tagen, Sandalen zu kaufen.
Wir ließen uns durch die Stadt treiben, bestaunten die Food Hall von Harrods und die kurzen Freiluft-Vorstellungen vorm National Theatre. Wir entdeckten Pubs mit verwunschenen Gärten (“Windsor Castle” in Notting Hill) und standen uns im Globe Theatre – bei einer sehr guten Aufführung übrigens – die Beine in den Bauch. Wir bestaunten die Kunst in der Modern Tate, dem V&A Museum und der Saatchi Gallery und berieten eine Ecke weiter mit den Gürtel-Designern von Elliot Rhodes, wo sie am besten ihren ersten deutschen Shop eröffnen sollten (Hamburg!). Wir shoppten die Oxford Street rauf und runter, denn es war Ausverkauf, überall.
Im Postman’s Park, mitten im Bankenviertel, wurden wir still und andächtig angesichts der Gedenktafeln, die, ganz viktorianisch-morbide, an die Menschen erinnern sollten, die ihr Leben für andere gaben: “Mary Rogers, Stewardess of the Stella, March 30 1899, self sacrificed by giving up her life belt and voluntarily going down in the sinking ship.”
Und früher oder später landeten wir immer wieder in einem der vielen, vielen Londoner Parks. Das waren die besten Momente. Aber dazu bald mehr.



Eva, danke. Ich will Sommer. Grummel.