„Diesen Text sollte keiner lesen. Vollkommen unnütz.“*

22. Januar 2010 · 2 Kommentare

Eigentlich sollte heute ein guter Tag sein. Schließlich bin ich bei Roman, und in Berlin, gleichzeitig! Aber dann habe ich herausgefunden, dass meine neue Waage zuhause eine elende Lügnerin ist. Tagelang hatte ich mir eingeredet, dass man durchaus zwei Kilo abnehmen kann, indem man in der Uni einfach sehr angestrengt mitdenkt. Heute dann hat mir Romans WG-Waage das grausame Gegenteil bewiesen. Das war nicht gerade ein guter Start in den Tag.

Anschließend habe ich den Fehler gemacht in die Stadt zu gehen und mich unter das grandios aufgehübschte Fashion Week-Volk zu mischen. Das sind solche Leute, bei denen würde meine Waage daheim gar nicht erst angehen, wenn die da draufsteigen! Genau diese Leute benutzen bestimmt auch alle Handcremes in der S-Bahn, wie Christoph es in seinem Blog beschreibt.

Mit seinem Eintrag hat er mir ein ganz schlechtes Gewissen gemacht, weil ich doch seit diesem Winter auch zu den Eincremerinnen gehöre. (Allerdings nicht in der Bahn! (Und grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit, Christoph, versprochen!)) Ich hab mir damals eine ganz kleine Tube Handcreme „mit Sheanutter“ gekauft, nicht ahnend, dass Sheabutter sozusagen das Aloe Vera der Nullerjahre ist. Nun habe ich die Befürchtung, dass Handcremes den gleichen Effekt haben wie Lippenpflegestifte: Sie sorgen dafür, dass die Hände (oder Lippen) nach einer gewissen Glättezeit wieder rau werden und man die Produkte so immer und immer wieder benutzen muss. Meine früher so wunderbar weichen Hände haben auf einmal eine konstante leichte Rauheit, die einfach nicht mehr verschwindet. Ich bin in den Handcreme-Teufelskreis geraten! Was soll ich tun?

*sagt Roman. Er findet, ich sei kein Digital Native, sondern ein Digital Naive**, zu meinen, sowas bloggen zu müssen.
** Sein Buch „Digital Naives – wie unsere Generation den Planeten virtuell vor die Wand fährt“ erscheint in Kürze.


Diese Einträge könnten dich auch interessieren

    Bisher gibt es keine verwandten Einträge.


    Bis jetzt 2 Kommentare

    • Christoph 23. Januar 2010 um 10:53 Uhr

      Eva, generell ist diese Cremerei löblich und nützlich. Nur dieses penetrante Gecreme in der Bahn reibt mich so auf. (;

      *Ich finde solche Texte gut. Sie sind ein bisschen wie die Texte, die du früher gebloggt hast, und eine schöne Ergänzung zur deinen journalistischen Texten sind sie auch. Blogs für kleine, private Gedankensprünge zu nutzen ist schon wieder so oldschool, dass es cool ist.

    • Daniel 29. Januar 2010 um 20:08 Uhr

      Dass ich mir im Bus die Hände eincreme, grenzt schon fast an eine zwanghafte Handlung. Es ist dort aber auch recht öde und die Fahrt ist lang (20 Minuten), da muss man sich schon “ausgefallene” Beschäftigungen suchen, um die Langeweile gekonnt zu bekämpfen. Zudem riecht die Handcreme sehr gut und ersetzt in der Not auch mal ein Mittagessen.

    Schenk mir deine Worte

    Trackback URL