
Ich mag ja Geschäfte, die richtig gutes Essen verkaufen. Italienische Feinkosthändler, opulente Markthallen, sowas. Durch diese Orte zu schlendern finde ich toll: die Farben, die Gerüche und der Gedanke daran, dass die Menschen, die hier einkaufen, gutes Essen wertschätzen. Dabei geht es mir gar nicht darum, möglichst viel selbst zu probieren – einiges mag ich ja nichtmal. Aber es gefällt mir, die Leute beim Einkaufen zu beobachten, wie sie von schwergewichtigen Metzgern oder uralten Käseverkäuferinnen beraten werden, die dann alles ganz gewissenhaft abwiegen und anschließend den Preis – etwas weniger gewissenhaft – ab- oder aufrunden.

Ein bisschen so läuft es auch in der Aroma Kaffeebar in der Münchner Pestalozzistraße. Hier gibt es zwei Theken: eine für Frühstück, “flotte Nudelgerichte” und erlesenen Kaffee, und eine weitere für Brot und Baguettes. An Letzterer kann ich mich in der Regel nicht satt sehen – und erst recht nicht entscheiden. Deshalb sage ich den netten Herren dahinter, was ich gern hätte (zum Beispiel ein schön dunkles Brot mit einer guten, pikanten Salami), und lasse mich dann überraschen. Beim letzten Mal kam dabei ein Mandel-Karotten-Brot mit Fenchelsalami, Tomaten und Salat heraus. Es war köstlich.

Wer den Blick doch einmal von dem liebevoll angerichteten Speisen abwenden kann, hat auch sonst viel zu schauen und staunen: In einer Ecke stehen alte Küchengeräte, es gibt jede Menge Magazine zum Schmökern und nicht zuletzt auch zwei Regalwände voller verrücktem Krimskrams, den man genauso kaufen kann wie einzelne Smarties-Döschen oder die tollen selbstgebackenen Cookies.








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Bis jetzt 1 Kommentar
Sylvia 14. Dezember 2009 um 23:04 Uhr
Was für ein schöner Tip! Bin wie immer begeistert, und freue mich drauf, bei meinem nächsten München-Besuch vorbeizuschauen. Schade, dass Du nicht mehr lange in München bist…
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