Archiv für März, 2009

Führerscheintagebuch

Oh Mann. Der Führerschein. Er liegt vor mir wie ein Prüfungsthema, für das man sich überhaupt nicht interessiert, oder ein schmutziges Bad, das eigentlich dringend mal wieder geputzt werden müsste. In beiden Fällen hat man absolut keine Lust, anzufangen. Die Motivation fehlt völlig, die Zeit ist einem viel zu schade und das Ziel noch lange nicht in Sicht. Und als wäre das nicht schlimm genug, ist da keiner, der einen mitzieht, der sagt: „Na komm schon, es ist doch eigentlich gar nicht so schlimm, du tust es für dich!“ Keiner, den es freuen würde, wenn man sich endlich an die Arbeit machte, keiner, für den man die Verantwortung trägt.

Seit einem Jahr braust nun schon ein kleines Engelchen im flotten Retro-Mini Cooper auf meiner rechten Schulter herum und ruft: „Los, los, melde dich jetzt an in der Fahrschule! Einmal angefangen, geht das ganz flott, und am Ende flitzt du tatsächlich alleine über die Autobahn!“ Doch gegenüber, auf der linken Schulter, fuhr stets ganz lässig das Teufelchen auf seinem Hollandrad und warf ein „Das hat doch noch Zeiiiiiit“ dazwischen oder ein „Wofür brauchst du schon ein Auto?“

Die ganze Zeit über haben mich weder das Engelchen noch all meine Mitschüler und Freunde in ihrer Führerscheinhysterie wirklich interessiert. Dabei war die Fahrschule in den letzten zehn, zwölf Monaten nun wirklich das Thema Nummer Eins. Ich begreife immer noch nicht, dass sich bloß, weil wir ein Jahr älter wurden, plötzlich alles nur noch um fehlerhafte Bögen, Nachtfahrten und praktische Prüfungen drehte. Zumal das, was ich mitbekam, größtenteils Gequengel und Gemecker war: Die Theoriestunden, so SCHRECKLICH langweilig, und die Mitschüler, so FURCHTBAR unterbelichtet, und der Fahrlehrer, so UNGEHEUER witzlos!

Was diese Dinge für sie alle erträglich machte, war schlichtweg der Reiz des Autofahrens, der noch dazu die vermeintlich letzte große Hürde zur nicht nur theoretischen, sondern auch praktischen Volljährigkeit darstellt. Volljährig wäre ich auch gerne, ja – aber muss ich dazu unbedingt hinter dem Steuer sitzen? Autofahren reizt mich kein bisschen.

Ich liebe mein Fahrrad, egal, ob der Vorderreifen mal wieder platt oder das Schutzblech kaputt ist. Es leistet mir wunderbare Dienste, ich komme pünktlich und sicher überall an. Für längere Strecken setze ich mich immer wieder gern in den Zug, oder eben das Auto – aber dann auf den Beifahrersitz. Ich sehe mir Landschaften und Städte an statt Schildern und GPS-Bildschirm, ich höre Hörbuch statt Stauschau und ziehe „DB mobil“ jederzeit der „auto motor und sport“ vor.

Dennoch: Allmählich muss ich anfangen. Denn wenn nicht jetzt, wann dann? Es ist wie mit der Prüfung, die auf jeden Fall benotet wird, oder dem Bad, das ungeputzt irgendwann seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Den Führschein macht ja nicht umsonst alle Welt abends nach der Schule und nicht mittendrin in Ausbildung oder Studium. Irgendwann ist es zu spät und dann werde ich das womöglich eventuell vielleicht bereuen. Und ganz ehrlich, momentan sehe ich in meiner baldigen Fahrschulanmeldung keinen anderen Grund, als dieser Reue vorzubeugen. Aber: Jetzt mache ich ernst. Ich bin fest entschlossen, nächste Woche da aufzukreuzen. Meine erste Theoriestunde hinter mich zu bringen und die anderen dreizehn dann superschnell runterzureißen. Ich werde ratz-fatz die Theorieprüfung in der Tasche haben und holterdiepolter auch die praktische. Ihr könnt alle gar nicht so schnell gucken, wie ich an euch vorbeirase. In einem grünen Mini Cooper!

19. August 2007

Heute habe ich ihn dann endlich gekriegt.

Noch 4 Wochen

Heute mal in schwarz-weiß. Was ist besser?

#2: Schuhtick

Codierte Slogans

Unter Dirks Gezwitscher habe ich dieses tolle Buchstabenkeyboard entdeckt, mit dem man eine kleine Ewigkeit herumspielen kann. Am Ende kommt dann zum Beispiel ein verschlüsselter Slogan – so viel sei verraten – raus. Ihr hört ihn einmal schnell, wegen der Musikalität, und dann nochmal langsam, zum Mitschreiben.

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Angucken, Rumspielen, Nachmachen hier.

Noch 5 Wochen