Burn After Reading

“Ein Alkoholproblem? Du bist Mormone, verdammte Scheiße! Im Vergleich zu dir hat jeder ein Alkoholproblem!”

Zu Burn After Reading kann ich einfach nicht viel schreiben. Ich habe die Geschichte bis heute nicht ganz geblickt. Gibt es überhaupt eine? Normalerweise sollte das die erste Voraussetzung für einen Film sein. Ich glaube, bei diesem war es das nicht.

Es ging wohl viel mehr um fünf großartige Schauspieler: George Clooney. Brad Pitt. Tilda Swinton. Frances McDormand. John Malkovich. Schon ein einzelner dieser Namen zieht die Leute wie ein Magnet in die Lichtspielhäuser – womöglich ist das eines der Dinge, über die sich mit diesem Film lustig gemacht werden soll. Sowieso wird sich über grundsätzlich alles lustig gemacht, ich finde gar keinen Anfang, das aufzuzählen.

Jedenfalls ist dann da eine Fitnesstrainerin mit schwabbeligen Oberarmen, ein Fitnesstrainer mit merkwürdiger Frisur, ein Typ mit Sucht nach Sex, ein anderer Typ, der vom Geheimdienst gefeuert wurde, und durch ein paar dumme, wirklich dumme Zufälle kreuzen sich die Wege dieser Leute. Das führt zu einem großen Gag-Feuerwerk, aus dem ganz besonders Brad Pitt hervorsticht. Er ist einfach grandios doof – was jedoch dazu führt, dass er den Film frühzeitig verlassen muss.

Die anderen vier toben sich – gemeinsam mit tollen Nebendarstellern wie Richard Jenkins und J.K. Simmons (dem Papa von Juno) – weiter auf der großen “Burn After Reading”-Spielwiese aus. Irgendwo habe ich gelesen, dass George Clooney den Coen-Brüdern geschworen hat, dies sei das letzte Mal, dass er für sie einen Schwachkopf gebe. Auch wenn er genug hat, kostet er das noch einmal voll aus.

Zu Beginn des Films hatte die Kamera aus dem Weltall heraus auf einen Flecken Erde gezoomt. Ganz am Ende zoomt sie aus genau diesem Ort wieder heraus. Der Film endet, wo er aufhört, und der Zuschauer sitzt da und sieht den Abspann, im Kopf eine Verwirrung a la “Was lernen wir daraus?”. Doch selbst darüber haben sich die Coen-Brüder ja kurz zuvor schon lustig gemacht. In einer der letzten Szenen hat nämlich der Boss der CIA seinen Angestellten genau das gleiche gefragt.

4 Kommentare

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  1. Shahla sagt:

    Also das hört sich doch mal nach einem sehr lustigen Film an, oder?

  2. marcel sagt:

    ich fand den film schlecht. ich habe sogar eine story entdeckt, und sie war flach und überflüssig. die witze waren (mit einstelligen ausnahmen) total mies, und ich weiß nicht, wie man den film wirklich gut finden kann.

    rocknroll.

  3. Yannick sagt:

    Ich fand ihn super witzig. Nur der Anfang war mir etwas zu lang bis alle Personen und so erklärt waren…

  4. Nico sagt:

    Ich hab ihn mir damals in Englisch angeschaut, und fand ihn richtig richtig lustig!

    Echt genial gewesen. Aber über den Sinn haben wir auch ewig nachgegrübelt und sind zu keinem Ergebnis gekommen.

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