Am zweiten Tag beginnt das Schiff dann doch noch zu schwanken. Vielleicht liegt das aber auch an der kurzen Festlandphase in Oslo. Wir sehen diese berühmte Skischanze, von der ich gar nicht wusste, dass es sie gibt (Holmenkollen – ist das die Schanze selbst oder der Ort?), echte Wikingerschiffe und Dreharbeiten mit Pudel. Die Führerin trägt Gummistiefel und Boris Reitschuster, Russland-Korrespondent des Focus und einer der Referenten, erzählt im Bus russische Witze.
Und dann kommen wir zurück und die Fähre schaukelt. Ich bin wohl anfällig für Seekrankheit, denn der Schwindel lässt so schnell nicht mehr nach. Das Programm lenkt davon jedoch ganz gut ab. Tatsächlich fällt es viel leichter als gedacht, eineinhalb Tage lang fast nur zuzuhören. Dazu tragen zum Einen die spannenden Geschichten bei, die Leute wie Christoph Maria Fröder aus dem Nahen Osten erzählen. Und zum Anderen die schönen roten Plüschsessel und die lustigen Leute, mit denen man über MacBooks, Baden-Baden und natürlich Journalismus diskutieren kann. (Einen ausführlichen Bericht hierzu gibt es in etwa einer Woche.)
Der einzige Wermutstropfen nach zwei Tagen youth media convention zwischen Kiel und Oslo: Einen echten Norwegerpulli habe ich noch immer nicht.


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