“Eine Uzi? Ich bin doch kein Gangsterrapper. Ich möchte eine normale Waffe für einen normalen Menschen.”
Was man bei einem Film, der “Brügge sehen… und sterben?” heißt, erwarten kann – darauf gibt es unzählige Antworten. Es könnte die tragische Geschichte einer letzten Reise ein, bevor die Hauptfigur stirbt, oder eine Klassenfahrtskomödie, oder ein Horroschocker. Oder eben ein schmissiger Gangsterfilm.
Wer vor dem Anschauen des Langfilmdebüts von Trotzdem-schon-Oscargewinner Martin McDonagh etwas mehr wissen möchte, für den kommt hier ein kurzer Abriss der Geschichte: Die beiden Auftragskiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) werden von ihrem Boss Harry (unfassbar böse: Ralph Fiennes) nach Brügge geschickt. Das ist nicht gerade eine Metropole, wenn es um Auftragsmorde geht. Eigentlich ist Brügge in keinem Bezug eine Metropole. Was sie dort sollen, wissen die beiden jedenfalls nicht, und so versucht der ältere Ken den “kleinen” Ray zu ein bisschen Touristengetue zu überreden.
Bei ihrer Stadtbesichtigung lernen sie neben einer attraktiven jungen Frau mit Nazi-Ex-Freund auch noch eine ziemlich dicke amerikanische Familie kennen und einen Gnom, der gefälligst Zwerg genannt werden will. Schauspieler Jordan Rentice spielt diese Rolle als eine biestige Parodie seiner selbst.
Dann schließlich kommt der lang erwartete Auftrag – und der ist eine große Überraschung.
Der Film lebt zum Einen von seinen Hauptfiguren: Farrell und Gleeson geben ein wunderbar gegensätzliches Paar ab, sie sind wie Dick und Doof. Während man dem liebenswürdigen Ken, der seinen Partner wie einen Sohn behandelt, gar nicht abnehmen möchte, dass er ein kaltblütiger Killer ist, wirkt Ray größtenteils wie ein quengelndes Kind, das genervt ist von “diesem Scheiß-Brügge”, dem Warten, den Touristen, von einfach allem.
Und dann ist es natürlich auch diese verschrobene Geschichte, die eine keimende Liebe und eine unausgesprochene Freundschaft, ein schlimmes Trauma und eine aufregende Verfolgungsjagd zu einem großen Paket verschnürt. Das Ganze ist jeweils lustig, spannend, sogar traurig – und spielt ausgerechnet in Brügge.
Die Stadt wird im Film herrlich auf die Schippe genommen. Trotzdem will man gleich seine Tasche packen und hinfahren. Auch, wenn man dort womöglich schon nach zwei Tagen ebenso große Langeweile empfinden wird wie Ray. Auch, wenn dort die vom Pferdeberuhigungsmittel berauschten Gnome Zwerge nicht zurückgrüßen. Ja, selbst dann, wenn man riskieren muss, dort einem eiskalten Profikiller zu begegnen.




geiler film! hab mich schief gelacht…
McDonagh ist einfach grandios.
den will ich mir seit vier tagen abends ansehen, aber immer kommt was dazwischen. :/
übrigens: ich finde es verstörend, dass du ein mädchen bist, gut aussiehst und blogst! :O
was natürlich nicht schlecht ist.
den wollte ich mir seit vier tagens abends ansehen, aber irgendwie hatte ich bisher nie wirklich zeit.
ich wollte in nächster zeit auch dringend mal alle star wars filme sehen. ich kenn nämlich nicht einen. u_u
eben war der erste kommentar nicht da. jetzt schreibe ich schon einen dritten. lösch einfach willkürlich irgendwelche.
Also ich seh auch nur zwei..? Und das mit “Star Wars” geht mir auch so – ich hab noch keinen gesehen, und das, obwohl da Natalie Portman mitspielt!
der dritte ist in deiner moderationsschleife gelandet. ^^
der titel hat mich immer ein wenig abgeschreckt, aber vielleicht ja doch mal anschauen.