Dies mit einem herzlichen Gruß an Kathrin, der ich meine Haare inzwischen seit einer halben Ewigkeit anvertrauen kann: Warum ich so gern zum Friseur gehe.
- Man wird schön gemacht.
- Mit Pony darf man ganz oft umsonst zum Friseur.
- Instyle lesen! Das ist die optimale Friseurzeitschrift: wenig Text, viele Bilder. Das bedeutet, dass man sie schon nach einer Runde Spitzenschneiden durchgelesen hat und ohne Unterbrechung des Leseflusses das Heft und/oder den Kopf höher und tiefer halten kann, wenn die Friseurin das will. Gemeinsam mit ihr kann man dann aufwendige Roter-Teppich-Frisuren analysieren und auf jeder Seite das schönste Kleid aussuchen.
- Kathrin bestätigt mir, dass meine Haarfarbe nicht “orange” heißt und auch nicht “rot”, sondern “rotgold”.
- Wir planen meine Frisur für den Abiball.
- Man kriegt Haarspangen geschenkt.
- Und Proben von Volumenspray, das nach Weintrauben duftet.
- Die Dauerwellenomis erzählen immer so lustige Sachen, wenn sie unter der Trockenhaube sitzen.
- Wenn ich nur zum Ponyschneiden da bin, darf ich nachher noch dableiben, bis ich InStyle durchgelesen habe.
- Ponyschneiden ist auch die einzige Möglichkeit, bei der man sich über Haare auf den Zähnen beschweren kann, ohne schief angeschaut zu werden.
- Anschließend fühlt man sich meistens toll – außer man hat eine ganz neue Frisur bekommen, dann setzt dieses Gefühl hoffentlich nach ein paar Stunden ein.


Wenn ich das morgen erzähle, wird es mir niemand glauben, aber: Ich hatte heute meine erste Fahrstunde – bei Papa! Er rief mich an und sagte, “Eva, ich weiß jetzt einen Platz, wo wir das machen können”, und dann gings los. Auf einem großen Firmenparkplatz bin ich, nachdem das mit dem Zündschlüssel endlich geklappt hatte, zuerst einmal immer Geraden gefahren. Dann haben wir am Ende des Geländes die Plätze getauscht, Papa hat das Auto schnell gedreht, und wieder von vorne. Am Anfang fühlte es sich zugegebenermaßen eher an wie ein Autoscooter als ein richtiger Wagen, und Papa griff ab und zu leise zur Handbremse. Die hat er aber nie gebraucht. Und dann hatte ich den Dreh raus, und von da an hieß es nicht mehr “Geraden fahren”, sondern: “Achten fahren!”
Kommentiert
Amelie: So wahr, das brachte mich gerade zum lachen :)
Claudia: Wie bedeutungslos wären manche Menschen ohne Facebook… (:-/
Roman: Den Nagel auf den Kopf getroffen. Danke dafür, liebe Eva.
Marc vm: Dann schiess mal los :)