
Die Pariser U-Bahn verkehrt auf einem sehr gut ausgearbeiteten Liniennetz, das kann man nicht anders sagen. Kein einziges Mal haben wir erlebt, dass eine Bahn zu spät kam – und das liegt daran, dass jede Linie an den entsprechenden Stationen für beide Richtungen ihren eigenen Gleis hat. Das ist sehr komfortabel, auf der anderen Seite entsteht mitunter jedoch Verwirrung, wenn man umsteigen möchte – denn die verschiedenen Gleise liegen keinesfalls alle nebeneinander und in Sichtweite, sondern gern auch mal schräg übereinander. Verbunden sind sie durch zahlreiche verwinkelte Gänge und Treppen. In Stationen wie Charles des Gaulle Etoile oder Les Halles ist man dann schon mal fünf Minuten vom einen zum anderen Gleis unterwegs. Aber ich mochte es, denn unten ist es niemals stickig, sondern immer angenehm kühl. Nicht zu vergessen sind natürlich die herrlichen Metroschilder, die überirdisch auf die Eingänge hinweisen. Wir freuten uns die ganze Zeit darüber, das wohl keine andere so große Stadt sich trauen würde, mit einer solchen Schriftart auszuschildern.
Top 3 Parisfilme
1. Die fabelhafte Welt der Amelie
2. Paris je t’aime
3. Before Sunset
(4. Zusammen ist man weniger allein?)
Versailles
Das Schloss wollte ich unbedingt besuchen, diesen magischen Ort, durch dessen Gänge tatsächlich Marie Antoinette – und Kirsten Dunst – geschritten sind (noch ein Drehort…). Es war toll, den Spiegelsaal und die vielen prachtvollen Räume und Gemälde zu sehen. Durch die Fenster erhaschte man die ganze Zeit einen Blick auf diesen herrlichen Garten, auf den ich mich am meisten freute. Wie sich nach unseren Rundgängen durch die Gebäude herausstellte, konnten wir ihn mit unseren Tickets aber gar nicht betreten. Das wars mit den bunten Blümchen und dem Petit Trianon! So verließ ich den Hof enttäuscht.
Louvre
Was ist eigentlich größer, der Louvre oder Versailles? Freitag abends, ab 18 Uhr 45, ist der Eintritt für junge Menschen (unter 26) frei und man muss noch nicht einmal großartig anstehen. Das Dumme ist aber: Zu dieser Zeit, also nach einem ganzen Tag in Paris, tun einem die Füße dermaßen weh, dass die vielen Treppen und langen Gänge des Louvre eine wahre Herausforderung darstellen. Wir sahen uns den Ansturm auf die Mona Lisa an und die Krone von Louis XV, und wir wollten unbedingt noch Vermeers Werke sehen. Doch auf dem Weg dorthin verliefen wir uns und gaben schließlich auf. Der Hof des Louvre mit Blick auf die Pyramiden ist ein wunderbarer Ort, um Füße irgendwo herunterbaumeln oder gleich im kalten Wasser abkühlen zu lassen.
Anziehsachen
Wir waren nicht wirklich auf großes Einkaufen aus, aber das hat mich dann doch gewundert: Dass ich in Paris, zwischen all diesen hübschen und noch dazu sehr hübsch angezogenen Pariserinnen kein einziges Stück neuer Kleidung gefunden habe. Bis auf eine herrliche Baskenmütze.
Parkleben
Für alle, die demnächst noch nach Paris fahren: Bis Anfang August ist im Parc de la Villette jeden Abend Open Air-Kino mit einer gigantischen aufblasbaren Leinwand. Man muss es machen wie die Franzosen: Sich eine Decke, Wein, Salat und natürlich genügend Baguette mitnehmen. Wenn dann noch ein Film läuft – gibt es wahrscheinlich nichts Romantischeres.




Kommentiert
Yannic: Herzlichen Glückwunsch! Hat sich in meinen Augen schon auf den JMT 2009 abgezeichnet. War – wie hier schon treffend gesagt – nur eine...
Marco: Ich wusste anfangs garnicht, dass der Film auf einem Buch basiert! Ich fand oder finde den Film wunderschön, er hat alles was ein Hollywood-Drama...
lisa: Eva, das ist ja Wahnsinn. So ein – Glück. Vor allem auch für die Macher, dich gefunden zu haben. Ich wünsche viel Erfolg und bin gespannt! (Du...
Anne: Sehr sehr fein! Freu mich schon auf mehr! Liebe Grüße und noch ein feines Wochenende! Anne