Antigone

Ungeheuer: weit
Aber weiter als der westliche Mensch: nichts (und niemand)

Über den schwarzen Kontinent
fegt er
als heftiger Oststurm geraden Wegs
über das sich beugende Land.
Die höchsten Güter der Erde,
der unzerstörbaren? niemals ermattenden?
saugt er aus.
Mit Ölpumpen,
Meter für Meter tiefer bohrend,
dringt er in sie ein.

Und die Gattung der aufschreienden Gegner
kauft und betört er
und die sich für klug halten
und die sich mächtig glauben.
Er fängt sie mit seinen Versprechen,
der westliche Mensch.
Mit seiner Kunst (und Macht) besiegt er die auf dem goldenen Thron
und die mit Waffen drohn
und die Müden auf den Feldern
wirft er auf die Knie.

Und Rede und Geldmacherei
und weltenordnenden Eifer lernte er wohl.
Lernte zu kriegen
wegen Ressourcen
wegen Religionen. Reich an vermeintlichen Gründen.
Nie kommt auf seinen Boden ein fremder Panzer.
Nur gegen die Erderwärmung tut er nichts.
Aber sie klein zu reden,
sei es noch so schlimm,
gut versteht das der westliche Mensch.

Weit über Erwarten bestückt
mit Waffen und Geld
schreitet er einmal zu Schlechtem,
einmal zu Gutem.
Ein Freund des Staates,
erfüllt er das Gesetz der G8
und die beschworene Verfassung.
Ein Feind des Staates,
tut er das Schlechte,
handelt, der trotzenden Welt entgegen.
Nicht sei uns Weltengenosse,
nicht Verbündeter,
wer solches tut.

Kommentar schreiben

Schenk mir deine Worte.