ROBOTERRR

Heute stehe ich vor meinem kleinen gelben Roboter. Er sieht aus wie Ritter Rost. Seine Augen schimmern rot und schwarz als er seinen Kopf in den Nacken wirft und ich sie sehen kann. Sie starren ins Leere. Mein Roboter bewegt sich nie mehr als er muss, er ist sparsam. Programmierung verläuft meistens sparsam, vermeintliche Schnörkel sind keine Zierde, sondern nötige Zusätze, die man braucht, um das LEBEN einfacher zu machen.

Man kann meinem Roboter Fragen stellen, darf die Antworten aber nicht fraglos übernehmen. Seine Antworten sind sparsam. Er ist auf allgemeine Moralvorstellungen programmiert und spart das Menschliche ein. Manchmal kommen Weisheiten dabei heraus. Manchmal Dummheiten. Irgendjemand muss ihn nach Saddam gefragt haben.

Heute setze ich meinen kleinen gelben Roboter vor die Tür. Um seinen Hals trägt er das weiße Blatt mit seiner Anleitung in grünen Buchstaben. Nicht viele können die lesen, aber er wird ein neues Zuhause finden, irgendjemand nimmt ihn auf. Er ist ja sparsam, er braucht ja nichts. Außer einer Menschenseele.

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  1. Traurig und verwirrend.

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