Wir bekommen eine halbe Stunde eher frei. Die Busse kommen noch lange nicht. Ich will meine Ruhe zum Lesen und die Gemütlichkeit eines alten Sofas, also gehe ich ins O-Cafe, wo während des laufenden Nachmittagsunterrichts niemand ist außer Ramona und Lotte aus dem gleichen Kurs. Ihre Nachnamen beginnen beide mit B, deshalb haben sie in dieser Woche O-Cafe-Dienst für unsere Stufe. Sie spülen. Es ist ziemlich dunkel, deshalb fällt mir Anna Maria nicht sofort auf, die da sitzt, von ihrem Nachhilfeschüler versetzt, einen Apfel isst und auf das Treffen der Theater AG wartet.
Ich schalte das Licht an und setze mich auf meine Lieblingscouch, die Grüne, deren Polster mit der Zeit immer nach vorne wegrutschen. Julian kommt rein, macht die Musikanlage an und verschwindet wieder. „Jein“ von fettes Brot. Wie gut es passt.
Vor mir die beiden blauen, harten Sofas und das quadratische Fenster, durch das man nur unfreundliche grüne Büsche und komische Kletterpflanzen sieht, weil das Cafe auf Kellerebene liegt. Ramona fängt an zu fegen, Lotte sammelt einzelne Zeitungsseiten – FAZ und Bild – ein und beginnt, die Stühle hochzustellen. Jein. Sollte ich helfen, ich weiß, ich sollte, auch wenn mein Nachname mit S anfängt, ich sollte, ich würde, aber nicht jetzt, nicht in diesem Moment, es ist einer von diesen Momenten. Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein. Ich muss das jetzt aufschreiben.







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