Übrigens: Latest belichtete Plattenkritiken

Eigentlich ungewöhnlich, die vierte Soloplatte nach tollen Vorgängertiteln wie „Freak Out, It’s Ben Kweller!“ oder „Sha Sha“ plötzlich nach sich selbst zu benennen. Aber dafür gab es einen guten Grund, denn zum ersten Mal spielte Kweller alle Instrumente – von der Akustikgitarre bis zum Xylophon – selbst ein. „Ich hatte großen Respekt davor“, gibt er zu, „und einige Leute sagten, dass das verrückt sei, aber die besten Sachen entstehen ja immer aus verrückten Ideen.“ Ob die neue Platte nun wirklich die beste ist, die wir je von Ben Kweller gehört haben, sei mal dahingestellt. Sicher ist aber, dass sie ganz anders ist als das, was schon im Schrank steht und vielleicht auch als das, was man erwartet hatte. Dieses Album klingt nicht mehr so rau, rockig und ursprünglich, sondern weich, runder und nach Studio. „Mir hat es immer gefallen, rohe Stücke zu nehmen und möglichst unbearbeitet zu lassen. Aber auch das Gegenteil davon kann wirklich schön sein“, erklärt der Wahl-New Yorker.
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Ihre lieblich-süße Stimme ist sicher einer der Punkte, die die Musik dieser Band ausmachen. Ein weiterer mag der ewig nahe liegende Vergleich zu The Velvet Underground sein, aber wen juckt das schon? Schließlich bekommt “every generation the Velvet Underground it deserves”. Die schottischen Kritiker fühlen sich außerdem an Blondie und den frühen Jonathan Richman erinnert, oder auch an The Jesus and Mary Chain. Dunkel klingt diese Musik auf jeden Fall, auch, wenn sie durchaus den beschwingteren Takt kennt. Das allerdings ausgerechnet in Remember Dresden, einem Lied, welches an den zweiten Weltkrieg erinnern soll und an “all die kleinen Dresdens” jeden Tag. Hier hätten wir übrigens den zweiten Wink in Richtung Deutschland.
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Beim Hören sollte man sich bewegen wie die Musik selbst, man sollte bewegt werden, in einem Zug oder Auto oder Flugzeug. Denn schon vor dem geistigen Auge ziehen Landschaften und Lichter vorbei, wenn der Opener The Light erklingt, er ist wie eine Reise in der Dunkelheit, sei es ganz früh morgens oder spät in der Nacht. Im Verlauf der Platte scheint manchmal geradezu die Sonne aufzugehen, irgendwo weit weg am Horizont. Jimmy LaValle muss mit sich im Reinen gewesen sein, als er das schuf, und gleichzeitig gewusst haben, dass alles weitergeht, gut weitergeht, ohne jedoch zu wissen, wo er am Schluss landet. Eine Reise nun mal, ins Glück vielleicht und auf alle Fälle durch viele kleine Glücksmomente. Er muss sehr zufrieden gewesen sein.
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3 Kommentare

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  1. OT:
    Hallo Eva
    Du (und auch Robert) stehst mit auf der Podcastchartliste von Trackback
    http://spreeblick.com/trackback/podcastcharts/neuvorstellungen.php – also Aufforderung an alle: wählen :)
    Viele Grüße, Christoph

  2. wie komm ich auff Robert? Roman meinte ich natürlich :)

  3. roman sagt:

    Wir haben es uns schon gedacht (;

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