Besser als Miss Liz kann ich das nicht fragen, sie wühlt sich durch die gleichen Gedanken mit dem gleichen Problem.
“Und da steh ich nun. Und frage mich, was würden Sie tun? Schreiben und schreiben, zigtausend Beiträge, um gelesen zu werden? Damit man auf den “Gefällt mir”-Button klickt? Photos posten, kleine Schnipsel, die mal eben schnell gelesen oder auch nur beguckt werden können? Oder würden Sie sich weiterhin Zeit für ihre Texte nehmen? Auf Anlässe warten und Quantität nicht Qualität zur Seite drängeln lassen? Auch wenn Ihnen damit vielleicht eine so grandiose Chance wie dieses Stipendium flöten geht?”
Über Antworten würde ich mich auch hier freuen.


Ich schreibe wenig. Aber wenn ich schreibe, dann das, was ich semi-öffentlich sagen will, das was mich bewegt, das was mir passiert (und/oder anderen passieren könnte).
Schwer zu umschreiben. Ich schreibe zum Beispiel so gut wie nie über meinen Job. Das hat zwei Gründe: zum einen kommt man da ganz schnell in die arbeitsrechtliche Teufelsküche und zum zweiten verwechseln manche gerne die Mitarbeiter mit einer Firma. Und wenn sich dann im Blog bei mir jemand auskotzt, weil er meinen Arbeitgeber nicht mag… nein danke.
Ich erzähle ganz gerne über technisches oder kommentiere Politika, die aus der Anwendung von Technik entstehen.
Und ich schreibe lieber zwei Monate gar nichts als sinnloses Blabla.
Was du tun oder lassen sollst… keine Ahnung. Schreib so oft und worüber du auch immer magst. Wenn dir nach schreiben ist, schreib. Wenn das geschriebene dann in’s Blog passt, veröffentliche es. Wenn nicht, pack es in eine Kladde. Denn wenn es nicht grade der letzte Mist ist, kann man es sicher nochmal brauchen.
(bloß keine textüberflutung bitte. auch wenn die texte gut sind. man hat doch überhaupt keine Zeit um gedanken zu fassen. sie werden schneller vergessen, als wenn man sie wenigstens einen tag lang hier sieht. du bist einfach kein link-mich-blog. und das ist doch gerade das, was dich wunderbar-süß-hurrarig macht.
wenn jetzt.de vielblogblogger sucht, dann sollen sie doch. klar, gewinnen ist schön, das geld, aber war die anpassung nicht viel teurer?)
Ich hatte das bei Liz kommentiert, aber weil dort der Eintrag in die Moderationsschleife gerutscht ist, auch hier noch mal:
Man sollte dieses Stipendium nicht überschätzen. Bei der Abstimmung stehen die Chancen zu gewinnen rein rechnerisch bei 2,7 % – Wieso sich deswegen also verbiegen. Im Prinzip handelt es sich um einen Marketinggag von Jetzt.de – Sie wollen eben ein bisschen Bloggerbuzz und die Leser von den Blogs auf´s eigene Portal locken. Kein schlechter Ansatz, insbesondere, weil dafür ja auch kräftig bezahlt wird.
Viel höher sind doch die Chancen, über die Redaktionswertung ins Stipendium zu kommen, und dafür zählt nicht, dass der Blogger alle 15 Stunden einen Eintrag veröffentlicht, sondern vor allem, wie die Schreibe ist, wie häufig der Blogger schreibt, wie gut sich das Blog vom Stil her bei Jetzt.de einfügt und wie gut es eben den Redakteuren (= Dirk von Gehlen) gefällt.
Ich persönlich habe einfach nur ein paar Einträge, die sowieso “auf Halde” lagen, etwas vorgezogen, sonst verbiege ich mich nicht. Es ist ja letztlich auch mein Blog. Wenn ich Texte wirklich verkaufen will, dann schreibe ich was anderes.
Ich fand die Idee eigentlich recht interessant, als ich es mir gerade durchlas… Bis ich auf die 24h-Klausel gestoßen bin. Wenn ich mir so meine Postingfrequenz angucke.. wenn ich mehr als einen Beitrag pro Woche schreibe, dann ist einer von denen eher eine Randnotiz als etwas ordentliches. Das Kriterium ist sinnentleert. Blogs sollten kein pseudojournalistisches Maschinengewehr sein, sondern eine Präzisionswaffe.
Ich halte das für eine ungute Kombination, Geld bekommen fürs Bloggen. Da verschiebt sich die Motivation in Richtung Bezahlung, und das kann meiner Meinung nach nur schaden. Ob man durch Massenabstimmung etwas positives herausfindet… Die meistgelesene Tageszeitung, das meistgesehene Fernsehprogramm, Buchbestsellerlisten lassen mich da zweifeln. Eine Vorauswahl, ja, aber einen Preisträger bei einem Blogwettbewerb, nein.
Die Lösung: zwei Blogs. Eins für den alltäglichen Kram und eines mit einer einmal-die-woche-dafür-nachgedacht posting-frequenz
Haha! Nachdenken über “was Bloggen”? Schon verloren.
Ich glaube, dass es die gesunde Mischung macht. Wie bei so vielen Dingen im Leben.
Mal ein langer Text, der gut ist, der gelesen werden will, der nachwirkt, mal ein schneller Quickie für zwischendurch, mal ein Bild zum Lachen oder Weinen oder einfach Staunen und Nase daran plattdrücken.
Und vor allen Dingen sollte man sich selbst treu bleiben, mit dem, was man sagt, sagen will und zu sagen hat!
dont nimm the bloggschreibing to ernst. hauptsache es macht spaß!
;)
jensjetzt!