Der Asiate hinter dem Fenster der Bank, der sich die Hände an der Heizung wärmt. Das kleine Mädchen, gekauert, hinter unter einem Busch. Der Mitschüler am Tisch gegenüber, mitten in der Stunde. Der Mann mit Hut hinter der Zeitung, der gelangweilte Eisverkäufer, der Polizist. Sie haben alle große Augen.
(Auch, wenn du davon ausgehst, dass niemand dich beobachtet) gehe immer davon aus, dass dich jemand beobachtet. Hast du etwa noch nie jemandem zugesehen, der sich unbeobachtet fühlte? Oder jemanden, der heimlich beobachtete? Ist dir noch nie im Nachhinein aufgefallen, dass du beobachtet wurdest? Siehst du.
Deshalb gehe immer davon aus, dass dich jemand beobachtet. Wir haben alle große Augen.



Würde man überhaupt existieren, wenn man von der Welt nicht wahrgenommen wird?
Wahrnehmen ist aber doch etwas anderes als beobachten! Wobei es mir auch nicht um alle Formen des Beobachtens ging, sondern mehr um dieses, dass uns im Nachhinein unangenehm ist. Ich fand das schnipselweise gestern in einem alten Ideenbuch.
Wenn du eine Million US Dollar brauchst dann kannst du diesem Herrn hier http://www.randi.org beweisen dass Menschen spüren können wenn sie beobachtet werden…
nebenbei: du hast recht mit deinem text, finde ich
Ich mache Praktikum beim Fotografen und sollte gestern Leute auf der Straße fotgrafieren.
Aufgefallen ist das den wenigsten. Aber wenn doch, schienen die das völlig normal zu finden…
Leider finden die meisten das nicht völlig normal, es ist ihnen eher unangenehm.
Und dann haben sie so große Augen, dass sie dich verklagen. Du darfst nicht den Fehler machen, und die Fotos irgendwo veröffentlichen.
Kennt ihr das Gefühl in der Bahn, wenn dich der Mensch gegenüber eine ziemlich lange Zeit anguckt. Was macht man da. Entweder zurück starren, oder lesen, oder Musik hören.
Übrigens war Gestern das Fenster auf. Aber ich habe wieder niemanden entdeckt.
Hier beobachten.
Die Deutschlektüre…
“Frühlingserwachen” von Frank Wendekind.
seltsames Buch.
Und alle gehen sie in das Theater, und alle lesen sie das, und alle filmen sie das, und alle machen sie das in Deutsch. Nur wir, wir lesen Der Untertan vom Heinrich Mann. Wir, der 4. Deutsch Grundkurs.
Ich (wir) sind der erste Deutschkurs. (Ich bin Deutschland??)
und richtig, natürlich läuft es zufällig gerade bei uns in Aachen im Theater.
Da scheinen geheime Liebschaften zwischen den Theatern und den Schule zu sein. Bei uns läuft es ja auch.
Gerade ein Foto wiedergefunden:
Mann mit dickem Bauch und Handtuch um den Hüften auf dem Balkon