Zurück in “good old Germany”

6. Oktober 2005 · 1 Kommentar

Max Hüsch nach einem Auslandsjahr zurück in Borken: Wieder heißt es ein- und umgewöhnen

Der 17-jährige Borkener Max Hüsch ist aus seinem einjährigen Aufenthalt in den USA zurückgekehrt. Jetzt muss er sich am Gymnasium Mariengarden und auch Zuhause wieder einleben.

Was hast du als aller erstes gemacht, als du nach Hause gekommen bist?
Meine Familie wiedergesehen! Sie holte mich vom Bahnhof in Essen ab. Es war ein komisches Gefühl, wieder nach Borken zu kommen, allein die Straßen, die sind ja hier viel schmaler als in Amerika. Abends kamen dann meine Freunde zu Besuch. Es war schön, sie wiederzusehen.

Was vermisst du jetzt Zuhause?
Die Offenheit der Amerikaner, und all den Sport. An meiner Schule in den USA haben wir jeden Tag mindestens zwei Stunden trainiert: Schwimmen, Tennis, Fußball… Mit Fußball mache ich hier auch weiter, aber Schwimmen ist leider nicht möglich. Das ist sehr schade.

Und was ist besser Zuhause, über was hast du dich dort besonders gefreut?
Viel besser ist das Essen! Es wird doch viel Fastfood gegessen in Amerika. Und man ist dort sehr stark abhängig vom Auto, weil die Entfernungen größer sind. Das ist hier zum Glück nicht so.

Was gefiel dir besonders gut an Amerika?
Das Schulsystem, vor allem, weil es viel mehr vom Sport geprägt war. Und, dass man überall so viele Leute aller Altersklassen kennenlernt.

Wie würdest du jetzt dein Bild von diesem Land beschreiben?
Die Menschen dort sind keinesfalls so schlimm, wie hier viele denken. Sie sind sehr offen und gastfreundlich und es ist wirklich nicht so, dass sie gar nicht Bescheid wissen über Europa. Ganz im Gegenteil: Sie waren immer sehr interessiert und wollten hören, was ich von Deutschland erzählte.

Welche großen Momente und wichtigen Menschen behältst du besonders in Erinnerung?
Mein Geburtstag war wirklich der Hammer. Und all die Reisen, die wir gemacht haben – nach Chicago, New York, Washington D.C.. Auch meine Gastbrüder waren sehr toll, und all die Freunde. Zu vielen habe ich noch Kontakt.

Wirst du zurückkehren?
Für nächsten Sommer ist auf jeden Fall ein Besuch geplant. Dieses Jahr war perfekt. Und wer weiß, vielleicht ziehe ich irgendwann mal ganz nach Amerika. Aber das ist noch sehr weit weg…

Borkener Zeitung, 6. Oktober 2005


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