Archiv für Oktober, 2005

Ausnahmsweise mit herausgeschnittenen Ähms.

Na, super. Ich habe den Adapter für mein Mikro verlegt. Aber das soll der geringste Grund sein, mich vom Kultcast abzuhalten – deshalb heute hier für euch, die Liebsten, in schriftlicher Form. Hejhej.

hurraanfang.mp3 (||„Hipp hipp hurra, alles ist super, alles ist wunderbar!“:||)

Die geplante Revolutionierung meiner Zeitplanung, oder, seien wir ehrlich, die geplante Einführung einer Zeitplanung, ist recht erfolgreich verlaufen. Grundsatz war, alles zu ordnen, und es gleichzeitig so locker wie möglich zu lassen. Im Grunde sind nur einzelne Teile des Tages, die – rein bildlich gesprochen – alle auf Zettel geschrieben und ein bisschen rumgeschoben werden mussten, bis sie passten. Auf der Zeitleiste liegen nach Schule und Mittagessen jetzt direkt die Hausaufgaben. Und die variieren in Aufwand und Zeit. Danach kommt dann irgendwann Musikschule oder gleich der dritte Teil, weil zwei Stunden Nachmittagsunterricht waren und alles sich blöd nach hinten verzögert. Der dritte Teil sind Telefonate und Briefe und Schreiben und Basteln und Surfen und – lernen. Und, das Wichtigste: Dieser Teil muss, zumindest was multimediale Dinge wie Computer und Telefon angeht, zwischen neun und halb zehn beendet werden. Damit genug Zeit bleibt für Lesen und Schreiben, und Zähneputzen. Und, vor allem, genug Zeit zum Träumen. Denn der Schlaf war in den letzten Wochen schließlich immer das, was deutlich zu kurz kam. Weil Nächte ausgenutzt werden mussten, die nächtlichen Kreativphasen und nächtliche gemeinsame Träumereien. Ab Mittwoch tritt das neue Zeitkonzept in Kraft, mit noch einigen Details versehen wahrscheinlich, und mit einigen Details, die sich erst in der Praxis ergeben werden. Sollte es interessante Neuigkeiten geben, melde ich mich wieder. Bis dahin aber zurück ins Studio. Und immer dran denken –

hurraende.mp3 (||„Liebe und Frieden und sooohoho..“|| Applaus.)

Baby.

Baby, du bist stets mein ganzer Stolz gewesen. Wunderschön geformt, weich, und warst du mal wieder zu dick, konntest du extrem schnell abnehmen. Ich beneide dich noch immer um deine gesunde, immer leicht gebräunte Hautfarbe, die mit der Zeit durch den ein oder anderen blauen, grünen, roten Fleck ergänzt wurde. Bei dem Gedanken, wie wir gemeinsam herumliefen und wegen der penetrant klingelnden Glöckchen an deiner Seite (von den Schokoladenweihnachtsmännern, nicht von den Osterhasen) genervte Blicke zugeworfen bekamen, muss ich noch immer grinsen.

Auch erinnere ich mich daran, wie ich bei Regen meist den ganzen Schirm für mich vereinnahmte und du dem Regen schutzlos ausgesetzt warst. Nie hast du dich deshalb beschwert. Natürlich hattest du auch deine Macken: Zwischen all den anderen, die mit der Zeit gingen und sich oftmals so viel cooler fanden, fühltest du dich wohl nie so richtig wohl. Während sie stets umfielen, dalagen, hast du sicher gestanden und konntest dich doch nie integrieren. Trotzdem hatten sie nie etwas gegen dich, du warst für alle okay.

Doch langsam zeichnete sich bei dir eine gewisse Überarbeitung ab. Schon bestimmt anderthalb Jahre hast du dieses Gebrechen, seitdem schließt die rechte Schnalle nicht mehr und der Taschenrechner war stets in Gefahr, aus dem Vorderfach zu fallen. Als dann neulich noch einer der Reißverschlüsse kaputt ging, war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Dies war sicher für uns beide schwer. Doch jetzt kann ich, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, auf die gemeinsamen fünf Jahre zurückblicken und sagen: Baby, du hast ausgedient. Und du warst eine verdammt gute Schultasche. Danke.

Kleine Schwester heute Morgen

“Montag Morgen, sieben Uhr. Die Nacht hängt noch im Himmel, es ist dunkel und schwarz. Man kann nirgenwo was sehen, nur den Mond, der ist halb und weiß. Er sieht aus wie eine halbe Pizza, und jeder Schüler will heute ein Stück davon abhaben. Nur Eva nicht, die hatte gestern noch eine halbe Margherita. Klingt komisch, ist aber so.”

Haarige Angelegenheiten im 1. Durchlauf.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

   Das alles speichern
(7,58 Minuten | 7,3 MB)

Le Podroll:
RSS jetzt.de Podcast
Romans Katzen
RSS Spreeblick (live aus Lin City vom 30.9.)
RSS kleingedruckt.com

„Ist mir eigentlich auch egal, solange sie nur endlich das blöde Nashorn abholen!“

Once more (..) with feeling: Randomfunktion hoch fünf. Ariba.

1. Pernice Brothers – Clear Spot
Oh, schönes Nebenbeistück aus dem wirklich nicht zu verachtenden Soundtrack zu Gilmore Girls. Nebenbei, weil es nicht sonderlich herausragt. Hintergrunddingens. Wir lassen es langsam angehen heute. Aber Gilmore Girls, juhu, bald kommen sie wieder. Ich muss wohl noch mal ausführlicher dazu schreiben, nur so viel: Schon jetzt freudige Erwartung auf die dienstäglichen Radfahrten durch die eisige Kälte des Winters, hoch zu Steffi, um mit ihr gleich zwei Folgen zu schauen. Und dazu Minifrühlingsrollen zu essen. „Roryroryrory…“

2. Juliette & the Licks – Comin’ around
Oooohoho. Aufwachen! Hi Juliette. Auch aus einem Soundtrack, wenn ich mich recht erinnere. O.C. California. Dazu taugen diese Ami-Sendungen nämlich – die Musik ist meist super. O.C. bekommt weitere Pluspunkte dafür, dass in jeder zweiten Folge ganz tolle Bands wie die Thrills oder die Killers oder die Walkmen recht ausführliche Gastauftritte haben. Comin’ around ist Rock, purer, mit ganz typischem Ende.

3. Annett Louisan – Das Liebeslied
Ja, immer noch habe ich einige Tracks von Fräulein Louisan gespeicher. Und bitte jetzt keine Diskussionen mehr hier, ich weiß, le hochgeschätzte Leserschaft mag sie nicht sonderlich. Aber das Liebeslied ist toll, vor allem zum selbst singen und spielen. „Scheiße, bin ich verliebt.“ (Sie hängt sich eigentlich auch viel zu wenig in den Refrain rein. Das ginge so toll sehnsüchtig mit dem A-Dur da. Mensch.)

4. Virginia Jetzt! – Weihnachten in Berlin
Ohhh, ganz tolles Ding, scheint ungefähr so aufgenommen wie der Bahnhofkultcast neulich, nach dem Motto, komm, wir setzen uns mal mit einer Rassel und einer Gitarre um den mp3-Player herum und nehmen ein Weihnachtslied auf, das man eigentlich das ganze Jahr über hören kann. Ist gut gelungen, und der Text kommt nur so auch richtig zur Geltung.

5. PJ Harvey – One line
Winamp hat’s wohl heute mit den Gilmore Girls. Tolles Lied, allerdings nicht für jede Stimmung. Es war das Lied zu Silvester 2004/05. Und der Text ist der Beste der ganzen Randomaktion heute, also ein gebührender Abschluss.