Im Moment sind hier russische Austauschschüler aus St. Petersburg. Bei Julia, die ziemlich gut russisch kann, wohnt eine von ihnen. OljaOlgaWieauchimmmer. Olja liest Zeitungen von rechts nach links, was alle irgendwie wundert, obwohl wir es ja hätten wissen müssen, und sie wundert, dass es wirklich Kühe gibt hier. Sie wundert auch, dass sie nicht mitten im Unterricht ihr Handy auspacken kann, um irgendetwas zu tippen. Überhaupt telefoniert Olja ziemlich viel. Zum Beispiel mit ihrem Freund, im asiatischen Russland. (Also da gaaanz rechts..) Das allerdings nicht mit ihrem Handy, sondern von Julias Telefon aus. Julia ist sauer. Dann ruft sie auch noch bei anderen Russinnen an, die in anderen Familien untergebracht sind, und zieht über Julia her, die doch eigentlich gar nichts gemacht hat. Und wundert sich dann, das Julia, die zwei Meter von ihr entfernt sitzt, sie versteht. Russisch versteht. Julia ist zu gastfreundlich, um irgendetwas zu sagen. Aber ich glaube, sie freut sich auf Dienstag, wenn sie alle wieder fahren. Michi hat auch einen Russen. Einen sehr intelligenten, sagt er, aber faulen und nervigen. Deshalb lädt er ihn immer bei anderen Russen in der Nähe ab und bekommt dann ein mürrisches „Nimm bloß deinen Russen und geh!“, wenn er ihn abends abholt. Ich glaube, er freut sich auch.
Archiv für September, 2005
Kultcast ist viel besser!
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Schlüsselkind
Die Sache mit dem Schlüssel. Selten hatte ich das Gefühl, einen zu brauchen. Vielleicht, weil ich es nie kennen lernte. Sei ich vier bin oder sechs, ist der Schlüssel zu meinem Zimmer verloren. Die Tür ist so oft geschlossen, und doch immer offen. Offen wie Briefe dort liegen und das Ideenbuch, weil ich weiß, sie werden nicht reinschauen. Meine Schwester hat einen Schlüssel und manchmal benutzt sie ihn. Meist reichen aber auch ihr ihre Schilder an der Tür, „Keep bloß out!“ oder „BITTE anklopfen!!!“. Auch, wenn sich zumindest an Letzteres nie gehalten wird, meinerseits. Aus Versehen, ehrlich. Denn auch ich bin dankbar, wenn sie anklopfen. Vor wenigen Tagen drückte Papa mir einen Schlüssel in die Hand, den er von einem Schlosser bekommen hatte als Ersatz, weil der eigentliche so verloren ist. Dieser Schlüssel funktioniert nur einseitig. Von draußen. Er liegt jetzt da und wird nicht gebraucht. Denn wenn ich abschließen möchte, dann von innen. Weil ich etwas geheim halten oder nicht teilen möchte. Weil ich allein sein möchte, vielleicht allein mit jemand. Aber vielleicht geht es ja auch weiterhin ohne. Wir werden sehen. (Und sonst gibt es doch auch noch diese tollen vergoldet-antiken Riegel im Baumarkt. Das wäre überhaupt sehr kultig. Mal vorbeischauen.)
“Ich hab ein Loch in der Hose! Geil.”
Okay. Zufallsblogging. Weil ich unbedingt bloggen will, aber das bahnbrechende Thema fehlt. Vielleicht spielt Winamp mit und gibt mir eins. Das ganze heißt: Randomfunktion hoch fünf. Ab dem nächsten Lied. Aaachtung – jetzt.
1. The BossHoss – Sabotage
Uh, das fängt ja gut an. Ausgerechnet eins von den Liedern, die ich nicht so gut kenne. Das fängt ja gut an. BossHoss werden ja so ziemlich alles von großer Genialität bis hin zum ausschließlichen Konsum vorgeworfen. Mir eigentlich egal, was es ist. Aber ab und zu muss es auch mal Countrymusik sein. Und diese hier ist nicht nur sehr tanzbar, sondern hat dank der gecoverten Songs auch noch den positiven Mitsing-Nebeneffekt. (Obwohl, den Text von Sabotage kenn ich jetzt nicht. Trotzdem: Hej, BossHoss. Ihr seid eingeladen auf meine Party.)
2. Babyshambles – He will fall
Es geht sehr gut weiter mit meinem Lieblingslied von Babyshambelsalbum acousticalullaby. DER Ohrwurmtrack, weil der Refrain so wunderbar ist. Nur leider so kurz, dass jetzt, nach dem abrupten Ende schon das nächste kommt.
3. Joy Denalane – Bantwana Skit
Hej, das ist fies! Das ist nur ein Skit! Eines von den wunderbaren Kurzhörspielen, den OhTönen, die Joy Denalanes tolles Album Mamani enthält. Leider alle viel zu kurz um jetzt ausgiebig davon zu schwärmen und hopps-
4. The Beatles – All my loving
Oha. Roman, siehst du. Schon wieder! Das ist mein Einsatz. Roman hat nämlich heute Geburtstag. ACHTZEHN. Geht hin und huldigt ihn, er hat es nun wirklich verdient. Eines der wenigen Lieder, dass selbst die Akustiklagerfeuerband neulich nicht untanzbar spielen konnte, sodass wir ganz wunderbar springen konnten. So, komm jetzt, Finale. Los. Los!
5. Kaiser Chiefs – Oh my god
Yeah! Das Lieblingslied vom Kaiser Chiefs-Album Employment. Auch ein absoluter Ohrwurm, wahrscheinlich werde ich das jetzt mindestens eine stundelang vor mich hinsummen. Auch ein absolutes Golfplatzlied. Beim Training ist es immer im Kopf. Man kann gut all seine Energie sammeln und raushauen zu so einem Kracher. Winamp, das hast du ziemlich gut gemacht, fürs erste Mal. Sehr schön. Können wir ruhig öfter machen. „Oh my god I can’t believe it, I’ve never been this far away from home!“
Podcast ist doch ein furchtbares Wort
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Kommentiert
Yannic: Herzlichen Glückwunsch! Hat sich in meinen Augen schon auf den JMT 2009 abgezeichnet. War – wie hier schon treffend gesagt – nur eine...
Marco: Ich wusste anfangs garnicht, dass der Film auf einem Buch basiert! Ich fand oder finde den Film wunderschön, er hat alles was ein Hollywood-Drama...
lisa: Eva, das ist ja Wahnsinn. So ein – Glück. Vor allem auch für die Macher, dich gefunden zu haben. Ich wünsche viel Erfolg und bin gespannt! (Du...
Anne: Sehr sehr fein! Freu mich schon auf mehr! Liebe Grüße und noch ein feines Wochenende! Anne