Archiv für Mai, 2005

Mein Lieblingslehrer

From: CE
To: ‘Eva’
Sent: Monday, May 16, 2005 1:46 PM
Subject: Bericht Alan Weiss

Hallo Eva!

Kannst Du bitte für den Jahresbericht eine halbe bis ganze A4 Seite zum Besuch und Vortrag von Alan Weiss vom 10. Dezember 2004 machen und dazu noch Infos zu seiner Schule (Webadresse usw.) packen? Du hast den Vortrag ja erlebt und auch für die HP AG was geschrieben – nimm den Text ruhig als Vorlage, merkt eh keiner… Fotos hast Du hoffentlich noch??

Den Text benötige ich als WORD Dateien in den Varianten “reiner Text” und “gestalteter Text” mit eingebauten Bildern, dazu die Bilder als Extradateien. Termin wenn möglich Freitag?? Danach bin ich auf Klassenfahrt in Dresden und Koll. Feldhaus nervt bereits mächtig. Versuche mal, ob Du das hinbekommst. Wenn es nicht klappt, dann spätestens in der Woche des Monatswechsels! Danke!

Bis morgen!

CE

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Von: Eva
Gesendet: Donnerstag, 19. Mai 2005 14:41
An: CE
Betreff: Re: Bericht Alan Weiss

So, jetzt aber. Mensch.
Hoffe, das ist so okay :D

Eva

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From: CE
To: ‘Eva’
Sent: Thursday, May 19, 2005 6:11 PM
Subject: AW: Bericht Alan Weiss

Ja super – 24 MB! Bist Du denn jeck? Gottseidank habe ich Sky DSL, sonst hätte ich Dich übers Knie gelegt!

WIr sehen uns!

CE

Frank Sinatra

Conni hat mir Frank Sinatra geschenkt. 24 Lieder auf CD, ein Greatest Hits Album mit dem Titel „New York, New York“. Die Platte fängt mit eben diesem Lied an und führt so perfekt ein in die glamourös taktvolle Welt des Swing und Jazz, des Frank Sinatra. „New York, New York“ ist ein Freudenlied, das seinen Hörer begeistert mitwippen und –singen lässt. Wenn kurz drauf die Stimmungskurve durch „Strangers in the night“ in eine arg andere Richtung gezogen wird, mag das im ersten Moment verwirren. Aber spätestens bei „My way“ ist alles wieder verziehen, denn dieser Song ist einfach ein Stück Musikgeschichte, eines, gegen das man nichts sagen darf. Sinatra schrieb fröhliche Lieder, die Geschichten erzählen, sowie langsamere Liebeslieder und auch einige, die irgendwie dazwischen sind. So oder so ist diese riesengroße Klangkulisse aus Bläsern, Streichern sehr beeindruckend. Trotzdem bleibt es heutzutage nur noch eine Musik für den Alltag, vielleicht sogar für den Hintergrund, leider. Denn bei großen Gefühlen, ob nun Trauer, Wut oder unglaublicher Freude, legt man wohl doch eher etwas anderes auf. Zu seiner Zeit war es jedoch Frank Sinatra, der dann auf den Plattentellern landete, da bin ich mir sicher. Deswegen sollten wir ihn auf alle Fälle in Ehren halten. Eine Musik von ihm gehört in den Schrank, also: Vielen Dank, Conni.

Veni, vidi, vici

Heute Nachmittag hatte ich ein Date, mit Pascal. Pascal ist Schalke-Fan, ein Freund meiner kleinen Schwester und schlecht in Latein. Die letzte Arbeit war mangelhaft. Deshalb braucht er Nachhilfe – und die will er von mir. Warum, weiß ich nicht, vielleicht, weil er mich ein bisschen kennt. Er kennt mich aber nicht so gut, als dass er wüsste, dass ich einen lateinischen Satz nicht mit System, sonder mit Gefühl übersetze und dass ich meist überhaupt keine Geduld habe, wenn es darum geht, irgendwem etwas zu erklären. Letzteres habe ich ihm auch gesagt, trotzdem ließ er sich nicht von der Idee abbringen. Nun gut, habe ich gesagt, dann komm halt mal vorbei. Montag. Um drei. Und Pascal kam. Er kam, sah und siegte, könnte man sagen. Ihn Vokabeln abzufragen macht Spaß, und wenn man sich anschließend mit seinen Fragen auseinandersetzt, geht einem die eigene Frage, wie man bloß eine ganze Stunde mit dem Lernen von Latein verbringen kann, schnell wieder aus dem Kopf. Peinlich wird es nach einer guten halben Stunde bei einem schier unlösbaren Satz. Ausnahmsweise werde mal ich rot und nicht er, aber das ist schnell verziehen. Er wolle ja nur eine Vier schaffen, keine Eins, beteuert Pascal. Vier schaffen wir locker. Und wenn er in drei Wochen die nächste Arbeit schon besser als Vier schreibt, bekommt er eine Tafel Schokolade. „Na, das ist ja mal eine Nachhilfe!“, sagt er und grinst und freut sich drauf, weil, vielleicht schafft er das ja wirklich.

Zur Feier des Tages

Paul Frank

… denn morgen ist es endlich soweit, und das Shirt verliert seinen Witz. Dann wird es als Retrokleidungsstück im Schrank landen, ist eh schon furchtbar verwaschen. Danke, Shirt. Danke, Frau Dr. Vieth (muhaha).

Lauschsucht

Seit der Bandgründung vor inzwischen wohl einem knappen halben Jahr steht mein heiß geliebter Verstärker im Probenraum in der Schule. Seit der Auflösung der Band, die uns heimlichstillundleise vor spätestens drei, vier Monaten alle eingefangen hatte, wird er quasi nicht mehr genutzt – nur vermisst. Von mir. Wenn ich mittwochs von der Musikschule komme und all die neuen Riffs, Tonleitern und Powerchords ausprobieren möchte, die Thomas mir gezeigt hat. Wenn die E-Gitarre wieder eine ganze Woche lang nur in der Tasche verbracht hat. Wenn mir meine Akustikgitarre zu leise wird. Wenn Monster unten Klavier spielt und man unbedingt mal besonders laut antworten möchte, so laut, dass unten die Notenleuchte wackelt. Heute Abend finden Mama und ich endlich Zeit, mit dem Auto hinzufahren. Dann wird der Verstärker feierlich aus dem Probenraum geholt, so wie all die Pflanzen, „Unicum Abi“-Ausgaben, Tetes Sticks und die alte Flasche Wasser, die irgendwie zu dieser Band gehörten. Diese Band für eine Nacht, die sie ja letztendlich nur war, wird dann komplett aufgelöst. Denn Musik Machen mit Tete, das klappt einfach nicht, vielleicht, weil wir es beide zu sehr lieben. Und zu Hause kann ich endlich wieder üben. Die Gitarre wird endlich wieder richtig beansprucht. Und Monster wird endlich Santanas „Love is you“ zu spüren bekommen.

Achja, und möglicherweise kommt dann auch irgendwann eine neue Band.